Gute Bildung braucht faire Finanzierung: Aufgabenorientierte Finanzierung von Pflichtschulen

Jede Pflichtschule ist anders. Der finanzielle Bedarf im Pflichtschulbereich wird etwa durch die Schulgröße, das Tagesbetreuungsangebot oder die SchülerInnenzusammensetzung bestimmt. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, ist es notwendig, die finanziellen Mittel stärker nach aufgabenorientierten Indikatoren zu verteilen. Wie die längst fällige Veränderung zu „Geld folgt Aufgabe“ verwirklicht werden kann, zeigt eine neue Studie des KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung im Auftrag der Arbeiterkammer Wien auf. weiterlesen

Leben in der Bedarfsorientierten Mindestsicherung

Die Bedarfsorientierte Mindestsicherung ist das letzte, unterste Auffangnetz des österreichischen Sozialsystems. Das ihr zugrunde liegende Gerechtigkeitsprinzip ist der Bedarf, ausgerichtet auf das Minimum, das nötig ist, um eine menschenwürdige Existenz zu führen. Menschen, die in diesem Auffangnetz landen, haben gewöhnlich einen längeren Abstieg durch die verschiedenen Stufen des Sozialsystems hinter sich, und auf keiner der vorgelagerten Stufen ist es gelungen, dem Leben eine andere Wendung zu geben. weiterlesen

„Subsidiarität“: Die verbindende Klammer für den neoliberal-national-konservativen EU-Kurs der Regierung

Welchen Kurs verfolgt die österreichische Regierung in Bezug auf die Entwicklung der EU? Der mit dem Jahreswechsel zu Ende gegangene österreichische EU-Ratsvorsitz ebenso wie zahlreiche Positionierungen der Regierung(sparteien) geben Einblick in das politische Koordinatensystem ihrer EU-Ausrichtung. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Schlagwort „Subsidiarität“. Die EU solle sich demnach stärker auf die „großen Fragen“ fokussieren und sich weniger in „kleine Fragen“ einmischen. Insgesamt läuft der Diskurs auf einen Vorrang für restriktive Asyl- und Grenzpolitik sowie deregulierte Märkte und disziplinierende Budgetregeln hinaus, während etwa der Sozialpolitik tendenziell geringere Priorität eingeräumt wird. weiterlesen

337 Wiener Industriearbeiterinnen berichten

Arbeiterinnen arbeiten als Verpackerin in der Pharmaindustrie, Wäscherei- oder Maschinenarbeiterin, Mechatronikerin oder „direkt auf der Linie“. Das ist ein kleiner Ausschnitt der Tätigkeitsbereiche der 337 Wiener Frauen, die im Rahmen der Studie „So leben wir heute. Wiener Industriearbeiterinnen berichten über ihr Leben“ befragt wurden. Dabei zeigt sich: 85 Jahre nach der ersten Studie über Frauen, die in der Industrie beschäftigt sind, hat sich weniger verändert, als man annehmen würde. weiterlesen

Verkehrslärmschutz im Dornröschenschlaf: Es darf verbindlicher werden

Mehr als eine Million Menschen wohnen in Österreich über dem Tag-Abend-Nacht-Grenzwert für Straßenlärm. Dennoch sind die Umgebungslärmaktionspläne 2018 wieder inhaltsleer geblieben. Dass die WHO-Leitlinien für Umgebungslärm vom Herbst 2018 sogar strengere Grenzwerte empfehlen, hat dem Verkehrsminister auch keine Presseaussendung entlockt. Logisch, dass man da von einem Verkehrslärmschutzgesetz nur träumen kann. Aber was wären sinnvolle nächste Schritte? Wer wird Dornröschen wachküssen? weiterlesen

Prekäre Beschäftigungsperspektive von JungwissenschafterInnen

Schlechte Bezahlung und auf kurze Zeit befristete Verträge bestimmen seit einigen Jahren die Arbeits- und Lebensverhältnisse von WissenschafterInnen. Junge WissensarbeiterInnen aus sozioökonomisch weniger privilegierten Elternhäusern sind davon besonders betroffen. Die Interessen jenes Prekariats zu organisieren, ist die IG LektorInnen und WissensarbeiterInnen bemüht. weiterlesen

Die AutorInnen

Gunther TichyGunther Tichy

Gunther Tichy ist emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre und -politik der Karl-Franzens-Universität Graz. Bis 2005 war er Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Arbeit&WirtschaftArbeit&Wirtschaft

blog.arbeit-wirtschaft.at leuchtet Hintergründe aus, stößt Debatten an und hält mit Fakten dem Mainstream kritisch gegen.

Jörg FleckerJörg Flecker

Professor am Institut für Soziologie der Universität Wien und Vorstandsmitglied von FORBA in Wien. Arbeitsschwerpunkte: Arbeitsorganisation, Arbeitsbeziehungen, Beschäftigungssysteme, Internationalisierung, öffentliche Dienstleistungen.

Judith KohlenbergerJudith Kohlenberger

Mitarbeiterin am Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital, einer Forschungskollaboration zwischen dem International Institute für Applied Systems Analysis (IIASA), dem Vienna Institute of Demography (VID) an der ÖAW, und der WU Wien.

Bianca SchrittwieserBianca Schrittwieser

Referentin in der Abteilung Frauen - Familie der AK Wien

Xavier TimbeauXavier Timbeau

Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts OFCE (Observatoire français des conjonctures économiques) in Paris und Projektleiter des unabhängigen Jahreswachstumsberichts (iAGS)

Petra InnreiterPetra Innreiter

Referentin für Steuerpolitik in der Abteilung Steuerrecht der AK-Wien

Markus PauschMarkus Pausch

Markus Pausch ist Politikwissenschaftler in Salzburg. Er beschäftigt sich mit Fragen der Demokratie und der Zukunft der Europäischen Union. 2017 erschien sein Buch "Demokratie als Revolte. Zwischen Alltagsdiktatur und Globalisierung" im Nomos-Verlag.

Michael DauderstädtMichael Dauderstädt

Michael Dauderstädt ist Geschäftsführer des Dietz Verlags und war bis 2013 Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Manuela HiesmairManuela Hiesmair

Manuela Hiesmair ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Berufs- und Erwachsenenbildungsforschung an der Universität Linz.

Philipp HaunschmidPhilipp Haunschmid

Philipp Haunschmid ist Referent in der Abteilung Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Armon RezaiArmon Rezai

Armon Rezai ist Director of Policy am Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) und Dozent für Umweltökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU).

Doris LutzDoris Lutz

Juristin, arbeitet in der AK Wien in der Abteilung Sozialpolitik mit den Themenschwerpunkten IAO und Arbeiten im Grenzbereich zwischen selbständiger und unselbständiger Beschäftigung

beigewumbeigewum

Beim vorliegenden Beitrag handelt es sich um die gekürzte Version eines Kapitels aus dem Buch „Mythen des Sparens. Antizyklische Alternativen zur Schuldenbremse“. Dieses wurde 2013 vom BEIGEWUM (Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen) herausgegeben und wendet sich an alle, die der Behauptung „Sparen sei das Gebot der Stunde“ fundierte Argumente entgegensetzen wollen. Es werden zentrale Mythen aus den Bereichen „Schulden“, „Sparen“ und der damit verbundenen EU-Politik kritisch hinterfragt und die dahinterstehenden Zusammenhänge erklärt. Das Buch ist im VSA-Verlag erschienen und kann hier bestellt werden: http://www.vsa-verlag.de/nc/detail/artikel/mythen-des-sparen/

Matthias SchnetzerMatthias Schnetzer

Refe­rent für Ver­tei­lungs­fra­gen sowie Sozial- und Wirt­schafts­statis­tik in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft der AK Wien; Lektor an der WU Wien;

Benjamin HerrBenjamin Herr

Benjamin Herr arbeitet am Institut für Soziologie der Universität Wien und forscht zu plattformbasierten Arbeiten sowie zu IT-gestützter Flexibilisierung und Entgrenzung von Arbeit.

Ulrich SchönbauerUlrich Schönbauer

Sozialforscher in der Abteilung Betriebswirtschaft der Arbeiterkammer Wien

Über diesen Blog

Hintergründe, Argumente & Fakten zu aktuellen Debatten

A&W Blog leuchtet Hintergründe aus und hält mit Fakten dem Mainstream kritisch gegen. Dabei beziehen wir klar Position: Auf Seiten der arbeitenden Menschen.

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Arbeit&Wirtschaft Blog5 hours ago
Jede Pflichtschule ist anders. Und genau deshalb ist es notwendig, die finanziellen Mittel stärker nach aufgabenorientierten Indikatoren zu verteilen. Karoline Mitterer analysiert am Blog, wie ein aufgabenorientierter Finanzausgleich für Schulen idealerweise auszugestalten ist: https://awblog.at/aufgabenorientierte-finanzierung-pflichtschulen/
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Arbeit&Wirtschaft Blog6 hours ago
Die Regierung setzt auf Politikbereiche mit marktliberaler Ausrichtung. Weniger Priorität werden hingegen der Sozialpolitik sowie einer europäischen Arbeitsbehörde eingeräumt. Nikolai Soukup geht am Blog der Frage nach, welchen Kurs die österreichische Regierung in Bezug auf die Entwicklung der EU verfolgt.

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Video: Schulmeister analysiert arbeitsmarktpolitische Vorhaben der Regierung

Der Ökonom Stephan Schulmeister analysiert im Video die arbeitsmarktpolitischen Pläne der Bundesregierung: Streichung von Beschäftigungsbonus und Notstandshilfe, Familienbonus etc. – Stefan Schulmeister analysiert, was hinter den Schlagworten steht und wem die Vorhaben nützen würden, wenn sie wie angekündigt umgesetzt werden.

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