Daseinsvorsorge als Teil der Krisenbewältigung

Die kommunale Daseinsvorsorge leistet wichtige Beiträge zur Lebensqualität und zur Entwicklung der Städte und Gemeinden als attraktive Arbeits-, Bildungs-, Freizeit- und Wohnstandorte. Die Anforderungen und damit verbundenen Ausgaben in diesen Bereichen sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Gleichzeitig haben die Finanzierungsoptionen nur eingeschränkt mitgehalten, was durch die Pandemie noch verstärkt wurde. weiterlesen

Fünf Gründe für eine „Initiative Investieren“

Öffentliche Investitionen bringen nicht nur kurzfristig mehr Beschäftigung, sie vergrößern auch das öffentliche Vermögen und erhöhen damit die Lebensqualität der Bevölkerung. Sie bilden demgemäß eine wichtige Grundlage für nachhaltigen Wohlstand und Wohlergehen. Wenngleich die Investitionen auf Bundesebene bereits steigen, ist gerade jetzt eine neue Initiative Investieren seitens der Bundesregierung notwendig. Als Schwerpunkte bieten sich Klimaschutz, digitale Infrastruktur und Betreuungseinrichtungen an – gerade auch auf kommunaler Ebene. weiterlesen

24-Stunden-Betreuung – die Ausbeutung muss beendet werden

Die Lebenserwartung in Österreich steigt, die österreichische Bevölkerung wird immer älter – und das ist auch gut so. Doch mit der demografischen Entwicklung sind viele Herausforderungen verbunden. Immer mehr Menschen benötigen Pflege und Betreuung. Gerade bei einer intensiveren Pflege und Betreuung zu Hause kommen pflegende Angehörige oft an ihre Grenzen. Um diese Misere zu lösen, wurden in den 90er-Jahren des vorigen Jahrhunderts vornehmlich Frauen aus den Nachbarstaaten nach Österreich geholt. Beschäftigt wurden sie in der Regel illegal. 2006 startete der Gesetzgeber einen Versuch, diese Illegalität zu beenden. Doch an der tatsächlichen Arbeits- und Lebenssituation der BetreuerInnen hat sich nur wenig geändert: Sie arbeiten als (Schein-)Selbstständige in Österreich, haben kaum Rechte und werden nach wie vor ausgebeutet. Daran muss sich endlich etwas ändern. weiterlesen

Neue Gentechnik braucht klare Regulierung

Nun ist die Katze aus dem Sack. Am 29. April 2021 veröffentlichte die EU-Kommission ihre Studie zu den neuen genomischen Verfahren oder klarer gesagt: den Bericht zur neuen Gentechnik. Sie kommt zu dem Schluss, dass die derzeit gültige EU-Gentechnikgesetzgebung nicht zukunftsfit ist, und regt „politische Aktionen“ an. Was genau damit gemeint ist, ist noch unklar. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die derzeit gültige Gentechnikgesetzgebung überarbeitet. Damit können Sicherheit für Gesundheit und Umwelt sowie eine klare Kennzeichnung für KonsumentInnen unter die Räder kommen. weiterlesen

Die meisten Ökonom*innen halten ein degressives Arbeitslosengeld für Blödsinn

Ein mit der Zeit sinkendes („degressives“) Arbeitslosengeld wird vom Wirtschaftsbund gefordert und immer wieder von Regierungsvertreter*innen laut angedacht. Die sinkende Auszahlung soll Arbeitslose dazu bewegen, sich mehr um Beschäftigung zu bemühen. Das Menschenbild dahinter allein ist schon hinterfragenswert. Aber selbst Ökonom*innen, deren Forschung genau darauf aufbaut, finden keine Belege, dass ein degressives Arbeitslosengeld zu mehr und schon gar nicht zu besserer Beschäftigung führt. weiterlesen

Die AutorInnen

avatar for Thomas KreimlThomas Kreiml

Soziologe und Gewerkschafter in der GPA-djp Bildungsabteilung

avatar for Laurenz MatheiLaurenz Mathei

Laurenz Mathei ist Managing Director und Mitbegründer von PEACS, einer politökonomi-schen Forschungs- und Beratungsfirma. Er hat einen MSc in Political Economy of Europe von der London School of Economics und hat zuvor als ökonomischer Berater der britischen Regierung in London gearbeitet.

avatar for Lisa Marie SeebacherLisa Marie Seebacher

unterstützt derzeit das AK EUROPA Büro in Brüssel und hat in ihrer Masterarbeit einen Leitfaden für feministische Datenerhebung entwickelt, der sich kritisch mit zugrundeliegenden Annahmen und Prozessen quantitativer Studien auseinandersetzt.

avatar for Doris UnfriedDoris Unfried

Mitarbeiterin der Abteilung Umwelt und Verkehr

avatar for Lena KaraszLena Karasz

Referentin in der Abteilung Wirtschaftspolitik der AK Wien mit Schwerpunkt Beihilfen- und Vergaberecht, Regulierung sowie EU-Wirtschafts- und Wettbewerbsrecht

avatar for Theresa KoflerTheresa Kofler

Theresa Kofler ist Koordinatorin der Plattform Anders Handeln, einem breiten Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gewerkschaften, das sich für eine andere Handelspolitik einsetzt.

avatar for Natalie RodaxNatalie Rodax

Natalie Rodax ist Psychologin und lehrt und forscht seit 2017 an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien (Fakultät für Psychologie) in den Bereichen der kritischen Sozialpsychologie sowie in der qualitativ-rekonstruktiven Forschung.

avatar for Mathias GrandosekMathias Grandosek

Mathias Grandosek ist Volkswirt und Referent der Abteilung Wirtschaftspolitik mit Schwerpunkt Telekommunikationspolitik und Infrastrukturregulierung.

avatar for Jonas PaintnerJonas Paintner

Jonas Paintner ist Assistent der Leitung der ÖFSE – Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung.

avatar for Martina ZandonellaMartina Zandonella

Martina Zandonella ist Sozialwissenschafterin bei SORA, Forschungsschwerpunkte sind u. a. Bildungsforschung, Demokratie- und Partizipationsforschung.

avatar for Franz TrautingerFranz Trautinger

Politikwissenschaftler und derzeit Mitarbeiter bei AK EUROPA

avatar for Daiga KamerādeDaiga Kamerāde

Daiga Kamerāde ist „Research Associate” am Centre for Business Research an der Universität Cambridge und „Senior Lecturer” für quantitative Forschungsmethoden an der Universität Salford. Daiga ist Arbeits- und Beschäftigungsexpertin und führt soziologische und psychologische Sichtweisen zusammen. Der Schwerpunkt ihrer Forschungsarbeit liegt auf Arbeit, Beschäftigung, Wohlbefinden und Bürgerbeteiligung und deckt viele europäische Länder ab.

avatar for Roland VerwiebeRoland Verwiebe

Roland Verwiebe ist Universitätsprofessor für Sozialstrukturforschung und quantitative Methoden am Institut für Soziologie der Universität Wien.

avatar for Margit Schratzenstaller-AltzingerMargit Schratzenstaller-Altzinger

Margit Schratzenstaller-Altzinger ist Referentin für Öffentliche Finanzen am WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) im Forschungsbereich "Makroökonomie und Europäische Wirtschaftspolitik". Zudem ist sie Expertin im Österreichischen Fiskalrat, Lehrbeauftragte an der Universität Wien, Mitglied im Kuratorium des Europäischen Forum Alpbach und des KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung.

avatar for Oliver RöpkeOliver Röpke

Oliver Röpke ist Leiter des ÖGB-Europabüros in Brüssel, Mitglied im Vorstand des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB).

avatar for Dominic GötzDominic Götz

Dominic Götz war als Forschungsassistent in der Abteilung für Sozialpolitik in der AK Wien tätig. Er absolviert das Masterstudium SEEP (Socio-Ecological Economics and Policy) an der WU Wien.

avatar for Matthias HeinzleMatthias Heinzle

Matthias Heinzle ist Student der VWL an der WU Wien und schreibt seine Diplomarbeit zum Thema "Ein Green New Deal in Österreich".

avatar for Sonja ErtlSonja Ertl

Sonja Ertl ist Expertin für Arbeitslosenversicherungsrecht und Grundlagenarbeit im Bereich der Arbeitsmarktpolitik in der AK Wien.

Über diesen Blog

Hintergründe, Argumente & Fakten zu aktuellen Debatten

A&W Blog leuchtet Hintergründe aus und hält mit Fakten dem Mainstream kritisch gegen. Dabei beziehen wir klar Position: Auf Seiten der arbeitenden Menschen.

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Arbeit&Wirtschaft Blog
Arbeit&Wirtschaft Blog9 hours ago
Die kommunale Daseinsvorsorge leistet wichtige Beiträge zur Lebensqualität und zur Entwicklung der Städte und Gemeinden als attraktive Arbeits-, Bildungs-, Freizeit- und Wohnstandorte. Die Anforderungen und damit verbundenen Ausgaben in diesen Bereichen sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Gleichzeitig haben die Finanzierungsoptionen nur eingeschränkt mitgehalten, was durch die Pandemie noch verstärkt wurde; https://awblog.at/daseinsvorsorge-als-teil-der-krisenbewaeltigung/
Arbeit&Wirtschaft Blog
Arbeit&Wirtschaft Blog1 day ago
In der Corona-Pandemie galten sie als systemrelevant und wurden mit eigenen Charterflügen ins Land geholt: die osteuropäischen Pflegekräfte in der 24-Stunden-Betreuung.
Eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen? Fehlanzeige. Zeit, endlich etwas gegen Ausbeutung, Scheinselbstständigkeit und mangelnde soziale Absicherung zu unternehmen!
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