Sozial-ökologische Maßnahmen anhand des Beispiels des Kampfes gegen Energiearmut

Die Klimakrise verlangt von uns nicht weniger als eine Neu- und Umstrukturierung unserer Art zu produzieren und zu konsumieren. Bei diesem Prozess dürfen aber die erkämpften Errungenschaften des Wohlfahrtsstaates nicht untergraben werden, und der soziale Zusammenhalt muss erhalten bleiben. Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten haben diesen Anspruch auch im European Green Deal mit dem Bekenntnis „Leaving no one behind“ festgehalten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, braucht es in der Maßnahmenumsetzung ein Zusammenwirken zwischen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Zielen. Doch manchmal stehen diese Ziele im Widerspruch zueinander. Das lässt Zielkonflikte entstehen. Maßnahmen so umzusetzen, dass sie sowohl der sozialen als auch der ökologischen und wirtschaftlichen Dimension gerecht werden, ist aber notwendig, um einen sozial verträglichen Umbau voranzutreiben. Hierbei muss und wird auch der Kampf gegen Energiearmut eine wichtige Rolle spielen, an dessen Beispiel sich die Bandbreite der aktuellen Maßnahmen in der Europäischen Union zeigt. weiterlesen

Offensive Arbeitsmarkt: Was nun getan werden muss

Der österreichische Arbeitsmarkt leidet massiv unter den Folgen der gesundheitspolitischen Reaktionen auf die Corona-Pandemie. Die Arbeitslosigkeit ist um fast 23 Prozent höher als im Vorjahr, die Beschäftigung ist um knapp 2 Prozentpunkte zurückgegangen und mehr als 450.000 Beschäftigte sind immer noch in Kurzarbeit. Es ist also hoch an der Zeit für eine beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitische Offensive, mit vier Eckpunkten: Qualifizierung, öffentliche Beschäftigung, bessere Einkommenssicherung und ein gut ausgestattetes Arbeitsmarktservice. weiterlesen

Lohntransparenz: Was die EU aus Erfahrungen in Österreich lernen kann

Die EU-Kommission setzt in ihrer Gleichstellungsstrategie auf die Beseitigung von Diskriminierung in der Arbeitswelt, insbesondere auf Equal Pay mittels Lohntransparenz. Eine schon länger vom Europäischen Gewerkschaftsbund geforderte, eigenständige und verbindliche Pay Transparency Directive befindet sich aktuell in Vorbereitung. Die Kenntnis über geschlechtsspezifische Diskriminierung in Einstufungs- und Entgeltsystemen allein reicht jedoch nicht aus. Notwendig wären verbindliche Pläne und Maßnahmen für den Abbau des Gender-Pay-Gaps bei transparent gewordenen Entgeltdiskriminierungen. Aus den Erfahrungen mit dem Instrument der Einkommensberichte in Österreich lassen sich einige Schlüsse für europaweite Maßnahmen zur Einkommensgerechtigkeit ziehen. weiterlesen

Freie Fahrt für Uber, Bolt & Co? Digitale Plattformen zwischen Disruption und verhandelter Integration

Die jüngste Reform des Gelegenheitsverkehrsgesetzes räumt digitalen Plattformen im Personentransportsektor einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber etablierten Taxiunternehmen ein. Internationale Vergleiche zeigen, dass die langfristig negativen Folgen für Umwelt, den urbanen Verkehr, Arbeitskräfte und KundInnen vor allem die Bevölkerung vor Ort zu tragen hat. Für die aus dem Ausland operierenden digitalen App-Anbieter, wie Uber und Bolt, ein äußerst einträgliches Geschäft. Wie konnte es dazu kommen? weiterlesen

Agenda 2030: UN-Entwicklungsziele SDGs mit Rückstand nach dem ersten Drittel

Im Herbst 2015 beschlossen die Vereinten Nationen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit 17 Entwicklungszielen, den sogenannten SDGs. Mit diesem Aktionsplan „for people, planet and prosperity“ sollte eine umfassende „Transformation der Welt“ bis zum Jahr 2030 starten. Am Ende des ersten Drittels der Zeit ist die Bilanz ernüchternd. Ohne massive Anstrengungen werden die SDGs 2030 überwiegend verfehlt. Spätestens nach der Pandemie muss die nachhaltige Entwicklung von Wohlstand und Wohlergehen in Österreich wie in der EU auf der politischen Agenda ganz nach oben rücken, um den Rückstand noch aufzuholen. weiterlesen

Die AutorInnen

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Sonja Schneeweiss ist Ökonomin in Wien und Sprecherin der BSA-EU-Gruppe.

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Thiébaut Weber ist französischer Gewerkschaftsaktivist und Bundessekretär des EGB. Er ist zuständig für das Thema Digitalisierung, neue Beschäftigungsformen und Plattformökonomie. Zudem beschäftigt er sich mit den Anliegen junger Arbeitnehmer/-innen, Bildungsthemen und öffentlichen Dienstleistungen.

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Johannes Gärtner ist Geschäftsführer der XIMES GmbH, Wien, und Vorstandsmitglied der Arbeitszeitgesellschaft.

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Katharina Kreissl dissertiert an der Universität Wien zu Widerstand und Emanzipation von wissenschaftlichem Nachwuchs. Sie arbeitet momentan als Gastwissenschaftlerin an der Technischen Universität Berlin. Angelika Striedinger ist Soziologin und befasst sich in ihrer Dissertation an der Wirtschaftsuniversität Wien mit organisationstheoretischen Perspektiven auf Gleichstellungsarbeit an Universitäten. Sie forscht aktuell als Gastwissenschaftlerin an der University of Oxford. Beide sind seit 2012 als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im FWF-geförderten Forschungsprojekt „GENIA – Wissenschaftskarrieren und Geschlecht“ tätig.

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Dirk Ehnts ist Referent bei World Economy, Ecology and Development e. V. in Berlin und Gründer der Samuel-Pufendorf-Gesellschaft für politische Ökonomie. Er beschäftigt sich in der Forschung schwerpunktmäßig mit monetärer Geldtheorie, Makroökonomik, pluraler Ökonomik und Finanzmärkten.

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Mehrdad Payandeh ist Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt.

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Thomas Zotter ist Referent in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der AK Wien.

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Bernhard Schütz ist Ökonom am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Linz

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Thomas Ritt ist Ökonom und Leiter der Abteilung Kommunalpolitik und Wohnen der AK Wien.

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Sozialwirtin und Referentin in der Abteilung Arbeitsbedingungen der Arbeiterkammer Oberösterreich; Schwerpunkte: internationale Arbeitsbedingungen mit EU-Fokus, Erhalt der Arbeitsfähigkeit, arbeitsbedingte Krebserkrankungen

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Sarah Beran ist Referentin für betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Themen im Referat Internationales und Wirtschaft der vida.

avatar for Gregor LahounikGregor Lahounik

Referent für Schienenverkehr in der Abteilung Umwelt und Verkehr

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Bettina Stadler ist Sozialwissenschafterin bei FORBA (Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt). Ihre Forschung beschäftigt sich mit Fragen der Arbeitszeitgestaltung, Gender und Mitbestimmung.

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Leiterin der Abteilung Bildungspolitik in der AK Wien

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Ulrike Papouschek ist Senior Researcher an der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) in Wien.

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Politikwissenschaftler und derzeit Mitarbeiter bei AK EUROPA

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Ökonom in Wien und Psychotherapeut an der Boje (Ambulatorium für Kinder in Krisensituationen)

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Marc Pointecker ist Leiter der sozialpolitischen Grundlagenarbeit im Sozialministerium.

Über diesen Blog

Hintergründe, Argumente & Fakten zu aktuellen Debatten

A&W Blog leuchtet Hintergründe aus und hält mit Fakten dem Mainstream kritisch gegen. Dabei beziehen wir klar Position: Auf Seiten der arbeitenden Menschen.

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Arbeit&Wirtschaft Blog33 minutes ago
Klimaschutz muss sozial verträglich sein und soziale, ökologische wie wirtschaftliche Ziele berücksichtigt. Der Kampf gegen Energiearmut spielt dabei eine wichtige Rolle: https://awblog.at/sozial-oekologische-massnahmen-gegen-energiearmut/
Arbeit&Wirtschaft Blog
Arbeit&Wirtschaft Blog23 hours ago
EU-Gleichstellungsstrategie: EqualPay mittels Lohntransparenz. Aus österreichischen Erfahrungen mit Einkommensberichten lassen sich Schlüsse für EU-weite Maßnahmen zur Einkommensgerechtigkeit ziehen, argumentieren Melanie Kocsan, Albert Werrfring und Christian Berger: https://awblog.at/lohntransparenz-was-eu-von-oesterreich-lernen-kann/
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