Geflüchtete aus der Ukraine am Wiener Wohnungsmarkt

Mit der Ankunft von 200.000 Kriegsgeflüchteten aus der Ukraine rechnet der Flüchtlingskoordinator für Österreich. Seine Prognose bezieht sich dabei auf Menschen, die sich längerfristig in Österreich aufhalten werden. Menschen also, die hier Wohnungen benötigen werden, die meisten von ihnen in Wien. Für den ohnehin schon angespannten Wohnungsmarkt bedeutet das dringenden Handlungsbedarf seitens der Politik. weiterlesen

Demokratie braucht Jugend

Sozioökonomisch Benachteiligte wenden sich verstärkt vom politischen System ab, ein immer größerer Teil der Bevölkerung ist vom Wahlrecht ausgeschlossen, und junge Menschen fühlen ihre Interessen in dramatischem Ausmaß von der Politik nicht mehr berücksichtigt. weiterlesen

Das österreichische Staatsbürgerschaftsrecht auf dem Prüfstand des Unionsrechts

Dass das österreichische Staatsbürgerschaftsrecht im europäischen Vergleich überaus restriktiv ist, ist notorisch bekannt. Anlässlich eines Vorabentscheidungsverfahrens – dabei handelt es sich um ein Verfahren, in dem nationale Gerichte dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) Fragen zur Auslegung und Gültigkeit von Europarecht vorlegen können – bekam der EuGH nun Gelegenheit, sich zu zwei rechtlichen Fragen im österreichischen Staatsbürgerschaftsrecht zu äußern: dem Kriterium der Unbescholtenheit und dem Zusammenspiel zwischen Einbürgerung und Staatenlosigkeit. Ein Urteil der Großen Kammer des EuGH wirft ein Schlaglicht auf die problematische österreichische Rechtslage im Einbürgerungsverfahren. weiterlesen

Warum Österreichs Städte beim Lebensstandard an der EU-Spitze liegen

In Österreich bleibt Großstädter*innen so viel Geld für die „schönen Dinge des Lebens“ wie in keinem anderen Land der EU. Dafür sorgen gute öffentliche Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Verkehr, Bildung und Gesundheit. Trotzdem sinkt aufgrund steigender Mieten auch hierzulande dieser Anteil. Dieser negative Trend sollte mit einem Ausbau des sozialen Wohnbaus bekämpft werden. weiterlesen

Was bringt die neue 15a-Vereinbarung zu Elementarpädagogik? 

Grundsätzlich nehmen in Österreich Bund und Länder ihre Aufgaben getrennt und unabhängig voneinander wahr. Das führt in vielen Bereichen dazu, dass Zuständigkeiten aufgeteilt sind und das Zusammenwirken vieler Stellen erforderlich, aber nicht immer sachpolitisch hilfreich ist. In 15a-Vereinbarungen (Bund-Länder-Vereinbarungen) können Bund und einzelne oder alle Bundesländer bindende Vereinbarungen über Angelegenheiten ihres jeweiligen Wirkungsbereiches schließen. Der Fleckerlteppich an Verantwortungen und Zuständigkeiten kann mithilfe von 15a Vereinbarungen nicht vollständig gelöst werden, die Verantwortung wird weiter zwischen den politischen Stakeholder:innen hin und her geschoben. Die daraus resultierende Verlangsamung politischen Handelns ist gerade bei den Zukunftsthemen wie Bildung, Pflege oder Umwelt fatal. Im Bereich der Elementarpädagogik ist die Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG wesentlich für Investitionen des Bundes, die an gewisse Bedingungen für die Länder und Gemeinden geknüpft sind – etwa beim Ausbau, der Qualitätsentwicklung und -sicherung in Österreichs Kindergärten. Die bisherige 15a Vereinbarung läuft 2022 aus, der Entwurf der neuen Vereinbarung soll am 20.5.2022 in der Landeshauptleutekonferenz unterzeichnet werden – eine Analyse von Versäumnissen und Chancen. weiterlesen

Die AutorInnen

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Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend

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Hans-Jürgen Urban ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und Privatdozent für Soziologie an der Universität Jena.

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Cordula Fötsch ist Aktivistin der sezonieri-Kampagne und Agrarwissenschafterin.

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Laure-Anne Plumhans studiere Social Ecological Economics and Policy an der WU Wien und ist Forscherin am ZSI – Zentrum für Soziale Innovation.

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Laura Schoch ist Vorsitzende der Bundesjugendvertretung (BJV) und Mitglied der Arbeitsgruppe zur Erarbeitung des neuen Sexualpädagogik-Erlasses.
Die BJV setzt sich für eine zeitgemäße Sexualpädagogik ein, u.a. mit der Kampagne „RDN WR KLRSEX“. Nähere Informationen unter www.bjv.at

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Armon Rezai ist Director of Policy am Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) und Dozent für Umweltökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU).

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Mag.a Martina Chlestil ist Juristin in der Abteilung Sozialpolitik der AK Wien.

avatar for Laura KepplingerLaura Kepplinger

Laura Kepplinger ist Referentin für Bildungspolitik mit Schwerpunkt Bildungsgerechtigkeit in der Arbeiterkammer Oberösterreich.

avatar for Heinz StögerHeinz Stöger

Heinz Stöger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (ISW) in Linz und Redakteur der Zeitschrift WISO.

avatar for Friederike HaagFriederike Haag

Friederike Haag ist Forschungsassistentin beim Deutschen Gewerkschaftsbund.

avatar for Thomas ZotterThomas Zotter

Thomas Zotter ist Referent in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der AK Wien.

avatar for Barbara SchusterBarbara Schuster

Barbara Schuster ist VWL-Master-Studentin an der WU Wien.

avatar for Stefan EdererStefan Ederer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik am WIFO

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Sabine Lehner ist angewandte Sprachwissenschafterin und DOC-Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit der Darstellung von Grenzen in Medien und in Narrativen von Geflüchteten.

avatar for Angela KoepplAngela Koeppl

Angela Köppl ist Ökonomin und Referentin für Umwelt, Energie und Klima am Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO

avatar for Kerstin JürgensKerstin Jürgens

Kerstin Jürgens ist Soziologin und Professorin an der Universität Kassel. Sie forscht zu Fragen rund um den Wandel der Arbeitswelt. Sie war langjährige Vorsitzende der Sektion Arbeits- und Industriesoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) und Mitglied des Beraterkreises des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) im Weißbuchprozess „Arbeiten 4.0“ (2015-2017). Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes leitete Jürgens die Expertenkommission „Arbeit der Zukunft“ (2015-2017).

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Hintergründe, Argumente & Fakten zu aktuellen Debatten

A&W Blog leuchtet Hintergründe aus und hält mit Fakten dem Mainstream kritisch gegen. Dabei beziehen wir klar Position: Auf Seiten der arbeitenden Menschen.

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Arbeit&Wirtschaft Blog1 day ago
Richard Tiefenbacher, Bundesvorsitzender der ÖGJ, führt eine der größten Jugendorganisationen Österreichs. Im Interview mit dem Arbeit&Wirtschaft Magazin fordert er die Jugendlichen auf, für ihre Interessen einzutreten, gegen mangelhafte Strukturen – wie etwa in Lehrberufen – aktiv zu werden und zu verändern.
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Die Demokratie hat ein Problem:
➡️ Menschen mit weniger Einkommen gehen seltener wählen.
➡️ Immer mehr Menschen haben überhaupt kein Wahlrecht mehr.

Boris Ginner über die Folgen von und Rezepte gegen die gekippte Demokratie: https://awblog.at/reich-waehlt-arm-fehlt
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