Raus aus dem Studentenheim während COVID-19

In den vergangenen Monaten haben viele Studierende ihren Platz im Heim nicht benötigt oder konnten diesen nicht mehr finanzieren: Pflege von Angehörigen, krisenbedingte finanzielle Engpässe oder die besuchte Bildungseinrichtung setzt ohnehin auf Fernlehre. Die Heimbetreiber weigern sich mit Hinweis auf eigene Einnahmenausfälle beharrlich, die BewohnerInnen vorzeitig aus ihren Verträgen zu lassen. Das ist unzumutbar und mitunter auch existenzbedrohend. Die Rechte der Studierenden müssen gewahrt werden, nicht sie sollen die Kosten der Krise tragen. Negative bildungspolitische Auswirkungen vor allem für finanziell schlechter gestellte Studierende sind vorprogrammiert. weiterlesen

Offensive Arbeitsmarkt: Was nun getan werden muss

Der österreichische Arbeitsmarkt leidet massiv unter den Folgen der gesundheitspolitischen Reaktionen auf die Corona-Pandemie. Die Arbeitslosigkeit ist um fast 23 Prozent höher als im Vorjahr, die Beschäftigung ist um knapp 2 Prozentpunkte zurückgegangen und mehr als 450.000 Beschäftigte sind immer noch in Kurzarbeit. Es ist also hoch an der Zeit für eine beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitische Offensive, mit vier Eckpunkten: Qualifizierung, öffentliche Beschäftigung, bessere Einkommenssicherung und ein gut ausgestattetes Arbeitsmarktservice. weiterlesen

Die Top 10 Beiträge zur Klima- und Energiepolitik

Nach der Corona-Krise ist vor der Klimakrise! Während die Corona-Krise soziale Ungleichheiten weiter verschärft und zu einer Rekordarbeitslosigkeit geführt hat, verlangt die Klimakrise einen langfristigen Umbau der fossilen energetischen Basis unseres Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells. In vielen Diskussionen rund um die Reaktionen auf Corona und auch auf die Klimakrise werden grüne Investitionen und der Umbau in eine CO2-freie Wirtschaft als Potenzial und Chance gesehen, um aus der schweren durch die Pandemie verursachten Wirtschaftskrise herauszukommen und Perspektiven, Wertschöpfung und Beschäftigung zu schaffen. weiterlesen

Sozial-ökologische Maßnahmen anhand des Beispiels des Kampfes gegen Energiearmut

Die Klimakrise verlangt von uns nicht weniger als eine Neu- und Umstrukturierung unserer Art zu produzieren und zu konsumieren. Bei diesem Prozess dürfen aber die erkämpften Errungenschaften des Wohlfahrtsstaates nicht untergraben werden, und der soziale Zusammenhalt muss erhalten bleiben. Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten haben diesen Anspruch auch im European Green Deal mit dem Bekenntnis „Leaving no one behind“ festgehalten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, braucht es in der Maßnahmenumsetzung ein Zusammenwirken zwischen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Zielen. Doch manchmal stehen diese Ziele im Widerspruch zueinander. Das lässt Zielkonflikte entstehen. Maßnahmen so umzusetzen, dass sie sowohl der sozialen als auch der ökologischen und wirtschaftlichen Dimension gerecht werden, ist aber notwendig, um einen sozial verträglichen Umbau voranzutreiben. Hierbei muss und wird auch der Kampf gegen Energiearmut eine wichtige Rolle spielen, an dessen Beispiel sich die Bandbreite der aktuellen Maßnahmen in der Europäischen Union zeigt. weiterlesen

Lohntransparenz: Was die EU aus Erfahrungen in Österreich lernen kann

Die EU-Kommission setzt in ihrer Gleichstellungsstrategie auf die Beseitigung von Diskriminierung in der Arbeitswelt, insbesondere auf Equal Pay mittels Lohntransparenz. Eine schon länger vom Europäischen Gewerkschaftsbund geforderte, eigenständige und verbindliche Pay Transparency Directive befindet sich aktuell in Vorbereitung. Die Kenntnis über geschlechtsspezifische Diskriminierung in Einstufungs- und Entgeltsystemen allein reicht jedoch nicht aus. Notwendig wären verbindliche Pläne und Maßnahmen für den Abbau des Gender-Pay-Gaps bei transparent gewordenen Entgeltdiskriminierungen. Aus den Erfahrungen mit dem Instrument der Einkommensberichte in Österreich lassen sich einige Schlüsse für europaweite Maßnahmen zur Einkommensgerechtigkeit ziehen. weiterlesen

Freie Fahrt für Uber, Bolt & Co? Digitale Plattformen zwischen Disruption und verhandelter Integration

Die jüngste Reform des Gelegenheitsverkehrsgesetzes räumt digitalen Plattformen im Personentransportsektor einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber etablierten Taxiunternehmen ein. Internationale Vergleiche zeigen, dass die langfristig negativen Folgen für Umwelt, den urbanen Verkehr, Arbeitskräfte und KundInnen vor allem die Bevölkerung vor Ort zu tragen hat. Für die aus dem Ausland operierenden digitalen App-Anbieter, wie Uber und Bolt, ein äußerst einträgliches Geschäft. Wie konnte es dazu kommen? weiterlesen

Die AutorInnen

avatar for Olivia KaiserOlivia Kaiser

Olivia Kaiser ist Referentin in der Abteilung Bildungspolitik der AK Wien mit Schwerpunkt Hochschulpolitik.

avatar for Willi MernyiWilli Mernyi

Willi Mernyi ist Sekretär des ÖGB, Leiter Bereich Organisation, Koordination, Service.

avatar for Josef WallnerJosef Wallner

Leiter der Abteilung Arbeitsmarkt und Integration in der AK Wien

avatar for Arianna TassinariArianna Tassinari

Arianna Tassinari ist Max-Weber-Fellow (Post-Doc) am Department of Political and Social Sciences des European University Institute in Florenz.

avatar for Ulrike PapouschekUlrike Papouschek

Ulrike Papouschek ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin in der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) mit den Forschungsschwerpunkten Arbeitsbedingungen und Arbeitsorganisation, Geschlechterverhältnisse und Gleichstellung, Erwachsenenbildung/Weiterbildung und soziale Inklusion.

avatar for Claus ThomasbergerClaus Thomasberger

lehrt an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin internationale Wirtschaftspolitik und politische Philosophie

avatar for Petra SauerPetra Sauer

Petra Sauer ist Ökonomin am Department Volkswirtschaft und am Institut Economics of Inequality (INEQ) der WU Wien sowie Mitglied des BEIGEWUM und der VrauWL.

avatar for beigewumbeigewum

Beim vorliegenden Beitrag handelt es sich um die gekürzte Version eines Kapitels aus dem Buch „Mythen des Sparens. Antizyklische Alternativen zur Schuldenbremse“. Dieses wurde 2013 vom BEIGEWUM (Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen) herausgegeben und wendet sich an alle, die der Behauptung „Sparen sei das Gebot der Stunde“ fundierte Argumente entgegensetzen wollen. Es werden zentrale Mythen aus den Bereichen „Schulden“, „Sparen“ und der damit verbundenen EU-Politik kritisch hinterfragt und die dahinterstehenden Zusammenhänge erklärt. Das Buch ist im VSA-Verlag erschienen und kann hier bestellt werden: http://www.vsa-verlag.de/nc/detail/artikel/mythen-des-sparen/

avatar for Elisabeth SteinklammerElisabeth Steinklammer

AK Wien, pädagogische Leitung der ReferentInnen Akademie und der Betriebsräte Akademie

avatar for Christoph KunzChristoph Kunz

Referent für europapolitische Themen und Datenschutzrecht in der Arbeiterkammer Niederösterreich

avatar for Julia FreidlJulia Freidl

Julia Freidl ist politische Referentin der EU-Abgeordneten Evelyn Regner, Europäisches Parlament.

avatar for Brigitte UngerBrigitte Unger

Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts WSI in der Hans Böckler Stiftung in Düsseldorf und Professorin für Finanzwissenschaft an der Universität Utrecht

avatar for Daniel UnterwegerDaniel Unterweger

ist Student der Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien sowie des internationalen Masterstudiums Vergleichende Sozialpolitik an der JKU Linz und der Universität Tampere, wo seine Masterarbeit vom Netzwerk Wissenschaften der AK Wien unterstützt wird. Er war im Sommer 2015 in der Abteilung Sozialpolitik der AK Wien als Praktikant tätig.

avatar for Lisa Marie SeebacherLisa Marie Seebacher

unterstützt derzeit das AK EUROPA Büro in Brüssel und hat in ihrer Masterarbeit einen Leitfaden für feministische Datenerhebung entwickelt, der sich kritisch mit zugrundeliegenden Annahmen und Prozessen quantitativer Studien auseinandersetzt.

avatar for Stephan PühringerStephan Pühringer

Stephan Pühringer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft an der Johannes Kepler Universität Linz.

avatar for Judith PühringerJudith Pühringer

Judith Pühringer ist Geschäftsführerin von arbeit plus (arbeitplus.at), dem österreichweiten Netzwerk Sozialer Unternehmen, im Vorstand der Österreichischen Armutskonferenz und im Aufsichtsrat des Projekts Bank für Gemeinwohl.

avatar for Martin OrnerMartin Orner

Mag. Martin Orner ist Obmann der EBG, einer gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft, und der win4wien Bauträger GmbH sowie Vorsitzender des Wohnrechtsausschusses des Verbands Gemeinnütziger Bauvereinigungen und hat am Grundsatzprogramm des vwbf mitgewirkt.

avatar for Andrea E. SchmidtAndrea E. Schmidt

ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Europäischen Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung in Wien tätig.

Über diesen Blog

Hintergründe, Argumente & Fakten zu aktuellen Debatten

A&W Blog leuchtet Hintergründe aus und hält mit Fakten dem Mainstream kritisch gegen. Dabei beziehen wir klar Position: Auf Seiten der arbeitenden Menschen.

Facebook

Arbeit&Wirtschaft Blog
Arbeit&Wirtschaft Blog3 days ago
Warum werden seit Monaten immer wieder solche „ExpertInnen“ vor den Vorhang geholt, die teils sogar krude Theorien zum Virus und dem Umgang damit verbreiten? Vertrauen in medizinische Kommunikation geht anders. Frédéric Toemboel, gesellschaftlich engagierter Assistenzarzt für Intensivmedizin am Wiener AKH, kommentiert im Arbeit&Wirtschaft Magazin das gescheiterte Pandemiemanagement der Bundesregierung – und was es braucht, damit die Bevölkerung mitzieht.
Arbeit&Wirtschaft Blog
Arbeit&Wirtschaft Blog4 days ago
Die Universitäten setzen auf Fernlehre. Viele Studierende haben in der Corona-Pandemie ihre Nebenjobs verloren oder müssen sich um Angehörige kümmern. Obwohl StudentInnenheimplätze in Folge nicht mehr benötigt und/oder leistbar sind, verweigern BetreiberInnen vielfach die vorzeitige Kündigung. Die Auswirkungen der COVID-Krise dürfen aber nicht auf die Studierenden abgewälzt werden:
Themen
MENÜ