Gesundheit nur für Vermögende? Gesundheitssysteme im Mittelpunkt sozialen Protests

Am 1. Jänner 2020 ist das türkis-blaue Sozialversicherungs-Organisationsgesetz in Kraft getreten – und mit ihm das Ende der Selbstverwaltung der Krankenkassen durch die versicherten Beschäftigten. Auch in anderen Ländern stehen Gesundheitssysteme im Zentrum politischer Auseinandersetzungen und sozialer Proteste. Wer welche Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen kann und welche Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen bestehen – darum wird derzeit etwa in Russland, aber auch in anderen Ländern gerungen. weiterlesen

Arbeitslosigkeit, Klimakrise, Armut: die drei wichtigsten wirtschaftspolitischen Herausforderungen 2020

Im Konjunkturaufschwung, der Anfang 2015 eingesetzt hat, sind in Österreich das reale Bruttoinlandsprodukt um 10 Prozent, der Export um 21 Prozent, die Industrieproduktion um 11 Prozent und die Ausrüstungsinvestitionen um 31 Prozent gestiegen. Die rege Produktions- und Investitionstätigkeit der Unternehmen zeigt auch, dass diese den Standort für sehr wettbewerbsfähig halten. Der Aufschwung war nicht nur außergewöhnlich investitions-, sondern auch sehr beschäftigungsintensiv: Seit 2015 sind mehr als 300.000 zusätzliche Jobs geschaffen worden, überwiegend in Vollzeit, die Zahl der Arbeitslosen sank um mehr als 50.000, und derzeit gibt es 70.000 offene Stellen, worin sich auch ein Mangel an Fachkräften spiegelt. weiterlesen

Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2020

Arbeitsmarktpolitik im Regierungsprogramm: Widersprüche zweier Welten

Das Kapitel Arbeit des Regierungsprogramms hat einige positive Ansätze, aber es tun sich auch Widersprüche auf, die einer vernünftigen Arbeitsmarktpolitik im Wege stehen. Gibt es kein zusätzliches AMS-Budget, um die positiven Ansätze zu realisieren, bleiben die Widersprüche über. Angesichts des Konjunkturabschwungs und steigender Arbeitslosigkeit braucht es hier ein rasches Handeln und ein Umdenken beim Thema Fachkräfte. weiterlesen

Weniger ist mehr – ein Plädoyer für kurze Vollzeit

In Österreich wurde 2018 die Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden pro Tag und 60 Stunden pro Woche erhöht. Doch die gesellschaftlichen und ökonomischen Notwendigkeiten weisen in eine gänzlich andere Richtung. Eine Arbeitszeitverkürzung hin zu einer kurzen Vollzeit würde den Wünschen der Mehrheit der Beschäftigten entsprechen, zeigen Untersuchungen aus Deutschland. Darüber hinaus würde sie erheblich zu einer geschlechtergerechteren Verteilung der Arbeit beitragen und ein nachhaltiges Wirtschaften unterstützen. weiterlesen

Die AutorInnen

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Franziska Disslbacher ist Referentin für Verteilungsfragen in der Abteilung Wirtschaftswissenschaften der AK Wien und Lektorin an der Wirtschaftsuniversität Wien.

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Agnes Streissler-Führer ist Ökonomin und seit 2017 Mitglied der Bundesgeschäftsführung der GPA-djp.

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Referent in der Abteilung Bildungspolitik und Vorsitzender des Elternvereins der GTVS Bildungscampus Sonnwendgasse

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Stefan Selke ist Professor für das Lehrgebiet „Gesellschaftlicher Wandel“ an der Hochschule Furtwangen (HFU) sowie Inhaber der Forschungsprofessur ‚Transformative und Öffentliche Wissenschaft’. Selke forscht zu Themen des sozialen, technischen und medialen Wandels. Aktuelle Arbeitsgebiete sind Digitalisierung, Armutsökonomien und Lebensreformbewegungen. Mehr dazu in seinem Blog „Stabile Seitenlage“ und unter: www.stefan-selke.de

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Giorgos Argitis ist Professor für Makroökonomie (Universität Athen) und wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Arbeit des gewerkschaftlichen Dachverbandes im privaten Sektor in Griechenland (INE GSEE).

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Florian Preisig ist Referent für Arbeitsmarktpolitik in der Abteilung Wirtschaft der Arbeiterkammer Salzburg.

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Doktorand und Lektor an der WU; wissenschaftlicher Mitarbeiter am IMK; derzeit Forschungsassistent in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der AK Wien.

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Marieta Kaufmann ist Referentin der Anwaltschaft DKA – Hilfswerk der katholischen Jungschar.

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Referent für Steuer- und Verteilungspolitik in der Abt. f. Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik der AK Oberösterreich

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Berufsrechtsexpertin der Abteilung Gesundheitswesen und ArbeitnehmerInnenschutz der AK Niederösterreich

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Philipp Stachelsky ist Herausgeber und Gründer des wirtschaftspolitischen Online-Magazins Makronom.

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Catherine Prettner ist Referentin in der Statistik Austria – Stabsstelle Analyse.

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Dominik Piétron ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl „Soziologie der Zukunft der Arbeit“ der Humboldt-Universität zu Berlin und aktiv im Netzwerk Plurale Ökonomik.

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Politologin und Referentin in der Abteilung Sozialpolitik der AK Wien.

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Referent für Raumplanung und Raumordnung in der Abteilung Kommunalpolitik der Arbeiterkammer Wien.

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Präsident des Economic Policy Institute, Co-Autor des Klassikers “The State of Working America”. Forschungsschwerpunkte: Arbeitsmarkt und Bildung.

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Das Buch „Mythen des Reichtums. Warum Ungleichheit unsere Gesellschaft gefährdet“ wurde vom BEIGEWUM, Attac und der Armutskonferenz herausgegeben und stellt den bestehenden Mythen des Reichtums Fakten entgegen. Die AutorInnen setzen sich mit Gerechtigkeits- und Leistungsbegriffen auseinander, erörtern die empirische Vermögensforschung und untersuchen die Gefahren der Vermögenskonzentration für die Demokratie. Das Buch ist im VSA-Verlag erschienen und kann hier bestellt werden.

Über diesen Blog

Hintergründe, Argumente & Fakten zu aktuellen Debatten

A&W Blog leuchtet Hintergründe aus und hält mit Fakten dem Mainstream kritisch gegen. Dabei beziehen wir klar Position: Auf Seiten der arbeitenden Menschen.

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Arbeit&Wirtschaft Blog10 hours ago
Österreich ist bei Weitem nicht das einzige Land, in dem über das öffentliche Gesundheitssystem in der politischen und gesellschaftlichen Debatte gegenwärtig höchst kontrovers diskutiert wird.

Wer hat Zugang zu welchen Leistungen der öffentlichen Gesundheitsversorgung? Und welche Arbeitsbedingungen haben die Beschäftigten im Gesundheitswesen?

Doro Zinke und Lukas Hochscheidt vergleichen am Blog die Problematiken der Gesundheitsversorgung Russlands, Frankreichs und der USA.
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Arbeit&Wirtschaft Blog1 day ago
Kollektive Stimmen können viel mehr ausrichten als eine einzelne. So bringt Mitbestimmung höhere Löhne und weniger Arbeitslose. Bei der Mitbestimmung geht es jedoch nicht nur ums Geld. Auch eine Mitsprache bei Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten ist wichtig. Denn fehlende Mitbestimmungsrechte führen häufig zu Benachteiligungen, so Veronika Bohrn Mena in ihrer Videokolumne im Arbeit&Wirtschaft Online-Magazin.

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Video: Schulmeister analysiert arbeitsmarktpolitische Vorhaben der Regierung

Der Ökonom Stephan Schulmeister analysiert im Video die arbeitsmarktpolitischen Pläne der Bundesregierung: Streichung von Beschäftigungsbonus und Notstandshilfe, Familienbonus etc. – Stefan Schulmeister analysiert, was hinter den Schlagworten steht und wem die Vorhaben nützen würden, wenn sie wie angekündigt umgesetzt werden.

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