Grundeinkommen: Debatte muss mit konkreten Zahlen geführt werden!

Das Bedingungslose Grundeinkommen weckt viele Hoffnungen, birgt aber auch Probleme. Vor allem wird viel Geld an Personen ausgezahlt, die es in ihrer aktuellen Situation gar nicht brauchen, weil sie gesund sind, eine Arbeit haben und ausreichend Geld verdienen. Im Unterschied dazu sorgt ein gut ausgebauter Sozialstaat dafür, dass Menschen dann finanziell unterstützt werden, wenn sie es aufgrund ihrer Lebensumstände (z. B. Pension, Arbeitslosigkeit, Krankheit) benötigen. weiterlesen

Die Gewinner der Steuerreform

Die Bundesregierung hat ihre Pläne für die Steuerreform präsentiert. Auch wenn bis dato nur wenige Details vorliegen und die Regierung bestrebt ist, darauf hinzuweisen, dass sie nur kleine und mittlere Einkommen entlasten will, ist eines schon absehbar: Unternehmen werden sehr stark von der Steuerreform profitieren. weiterlesen

 

Verteilung des Entlastungsvolumens der vergangenen Steuerreformen

Ungenügende Schulnoten wieder verpflichtend

Würden Sie mit einem Windrad die Geschwindigkeit von Autos messen? Wohl eher nicht, weil zu ungenau. BildungswissenschafterInnen greifen deshalb auch zu exakteren Methoden, um die Kompetenzen von SchülerInnen zu beurteilen als zu Schulnoten. Mit dem Pädagogikpaket setzt die österreichische Bundesregierung Kindern und LehrerInnen in der Volksschule (ab der 2. Schulstufe) nun wieder die alte 5-stufige Notenskala vor. Es gibt jedoch gute Gründe, warum eine Zuordnung in leistungshomogene Lerngruppen auf Basis von Volksschulnoten nicht zielführend ist. weiterlesen

Klassenkampf: Nebenwiderspruch von links

Wenn der Klassenkampf von oben mit größerer Brutalität geführt wird, droht der „Nebenwiderspruch“ Geschlecht wieder an den Rand gedrängt zu werden. Dabei lässt sich das eine vom anderen gar nicht trennen. Die Struktur unserer Gesellschaft wird nämlich sowohl aus unterschiedlichen Klassen wie auch aus Geschlecht gewebt. Wer sie verändern will, muss an beiden Fäden ziehen. weiterlesen

Der dreckige Alltag auf Europas Straßen und das EU-Mobilitätspaket

„1000 Euro Monatslohn, null Tage Urlaub, zwei Jahre von der Familie getrennt – schon die nackten Zahlen sind empörend“, schreibt der „Stern“ in einer Reportage über Lkw-Fahrer von den Philippinen, die den Wilden Westen auf Europas Straßen als von polnischen Firmen entsandte Lkw-Fahrer am eigenen Leib erlebten – zu zweit mussten sie in einer Fahrerkabine arbeiten, schlafen, kochen – darf man überhaupt sagen: leben? Dringender Handlungsbedarf auf europäischer Ebene ist offensichtlich, um das grenzüberschreitende Tagelöhnertum zu bekämpfen. Als wichtigsten Schritt sieht der DGB: grenzüberschreitende, zwischen der Exekutive der Mitgliedstaaten koordinierte Kontrollen. weiterlesen

Karl Marx: Was fortschrittliche ÖkonomInnen 200 Jahre später noch wissen sollten

Wenige Denker des 19. Jahrhunderts sorgen noch heute für so viel Diskussionsstoff wie Karl Marx. Zu seinem 200. Geburtstag vermarktet, an den Universitäten weitgehend verdrängt, als genialer Denker gefeiert, zum Untergangspropheten gebrandmarkt. Doch seine Theorien gelten selbst seinen KritikerInnen als wegweisend. Unabhängig davon, wie man zu den politischen Ableitungen aus seinem Werk steht, fortschrittliche WissenschafterInnen können von Marx’ Methode und Analyse auch im 21. Jahrhundert einiges mitnehmen. weiterlesen

Die AutorInnen

Dennis TamesbergerDennis Tamesberger

Dennis Tamesberger ist Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler und promovierte zum Thema Jugendarbeitslosigkeit. Er ist Referent für Arbeitsmarktpolitik in der Abteilung Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik der Arbeiterkammer OÖ. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind in den Bereichen Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosigkeit, Migration, Jugend, Regulierung und Institutionen. Darüber hinaus ist er Mitherausgeber der Zeitschrift Momentum Quarterly – Zeitschrift für sozialen Fortschritt.

Frank EyFrank Ey

Frank Ey ist Referent in der Abteilung EU & Internationales der AK Wien

beigewumbeigewum

Beim vorliegenden Beitrag handelt es sich um die gekürzte Version eines Kapitels aus dem Buch „Mythen des Sparens. Antizyklische Alternativen zur Schuldenbremse“. Dieses wurde 2013 vom BEIGEWUM (Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen) herausgegeben und wendet sich an alle, die der Behauptung „Sparen sei das Gebot der Stunde“ fundierte Argumente entgegensetzen wollen. Es werden zentrale Mythen aus den Bereichen „Schulden“, „Sparen“ und der damit verbundenen EU-Politik kritisch hinterfragt und die dahinterstehenden Zusammenhänge erklärt. Das Buch ist im VSA-Verlag erschienen und kann hier bestellt werden: http://www.vsa-verlag.de/nc/detail/artikel/mythen-des-sparen/

Atanas PekanovAtanas Pekanov

Atanas Pekanov ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik am WIFO. Schwerpunkte: Finanzmarktstabilität, Geld- und Fiskalpolitik; davor bei der EZB und beim Institute for New Economic Thinking tätig; seit Jänner 2018 Mitglied des Beirats für Wirtschaftsentwicklung für den Präsidenten der Republik Bulgarien.

Erik TürkErik Türk

Referent für Sozialstaatsangelegenheiten, Alterssicherung und Sozialstaatsfinanzierung in der Abteilung Sozialpolitik der AK Wien

Adi BuxbaumAdi Buxbaum

Adi Buxbaum ist Referent der Abteilung Sozialpolitik der AK Wien.

Korinna LindingerKorinna Lindinger

Korinna Lindinger ist Soziologin an der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien, mit dem Schwerpunkt soziale Ungleichheit, Bildung und interdisziplinäre Kunst.

Julia BrandlJulia Brandl

ist Professorin für Personalpolitik und Leiterin des Bereichs Human Resource Management an der betriebswirtschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck

Friederike HaagFriederike Haag

Friederike Haag ist Forschungsassistentin beim Deutschen Gewerkschaftsbund.

Judith WittrichJudith Wittrich

ist Referentin in der Abteilung Kommunalpolitik der AK-Wien

Gabriele SchmidGabriele Schmid

Leiterin der Abteilung Bildungspolitik in der AK Wien

Iris WoltranIris Woltran

Mitarbeiterin der Abteilung Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik
der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich.

Petra Stumptner-DiethörPetra Stumptner-Diethör

Petra Stumptner-Diethör ist Referentin der AKOOE, Abteilung Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik.

Thomas KronisterThomas Kronister

Thomas Kronister ist Verkehrsreferent in der AK Niederösterreich und arbeitet in der wirtschaftspolitischen Abteilung

Christian Alexander BelabedChristian Alexander Belabed

Oesterreichische Nationalbank (OeNB), Abteilung für die Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung im Ausland (Foreign Research Division)

Matthias KoderholdMatthias Koderhold

Volkswirtschaftlicher Referent in der Abteilung Wirtschaftspolitik der AK Niederösterreich

Gregor LahounikGregor Lahounik

Referent für Schienenverkehr in der Abteilung Umwelt und Verkehr

Über diesen Blog

Hintergründe, Argumente & Fakten zu aktuellen Debatten

A&W Blog leuchtet Hintergründe aus und hält mit Fakten dem Mainstream kritisch gegen. Dabei beziehen wir klar Position: Auf Seiten der arbeitenden Menschen.

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Arbeit&Wirtschaft Blog
Arbeit&Wirtschaft Blog9 hours ago
Eine spannende Debatte: Kann ein Bedingungsloses Grundeinkommen komplexe sozialstaatliche Absicherung ersetzen? Sepp Zuckerstätter und Michael Ertl haben am Blog ein Modell anhand konkreter Zahlen durchgerechnet. Der Vergleich mit dem Status quo bringt ein überraschendes Ergebnis!
Arbeit&Wirtschaft Blog
Arbeit&Wirtschaft Blog1 day ago
Mit ihrem Pädagogikpaket setzt die Regierung in der Volksschule wieder auf das alte Schulnotensystem, obwohl BildungswissenschafterInnen nachgewiesen haben, dass es zur Schulwahlentscheidung, die oft zur Laufbahnentscheidung wird, nicht taugt. Ein Beitrag von Marina Laux:

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Video: Schulmeister analysiert arbeitsmarktpolitische Vorhaben der Regierung

Der Ökonom Stephan Schulmeister analysiert im Video die arbeitsmarktpolitischen Pläne der Bundesregierung: Streichung von Beschäftigungsbonus und Notstandshilfe, Familienbonus etc. – Stefan Schulmeister analysiert, was hinter den Schlagworten steht und wem die Vorhaben nützen würden, wenn sie wie angekündigt umgesetzt werden.

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