Alle Beiträge von Ulrike Gollonitsch

Eltern in der Klemme: Beruf und Schule

Das österreichische Schulsystem setzt deutlich auf Eltern als Lernressource. Es wird vorausgesetzt, dass Eltern mit ihren Kindern lernen, bei Hausübungen unterstützen und den Lernfortschritt ihrer Kinder im Auge haben. Jeder, der ein Kind hat wünscht sich, dass es in der Schule Erfolg hat, daher versuchen Eltern diesen Erwartungen gerecht zu werden. Jede/r Vierte lernt täglich mit dem eigenen Kind. Zumindest so gut man eben kann. Denn nur wenige Eltern können den Unterrichtsinhalt verständlich erklären. Weiters haben Eltern oftmals fachlich Schwierigkeiten zu unterstützen.

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Schule lagert Lernerfolg an Eltern aus!

Die Nachhilfestudie der Arbeiterkammer 2017 zeigt: Schule ist für viele nur mit Nachhilfe und durch Unterstützung der Eltern schaffbar. 41% der SchülerInnen brauchen zu Hause fast täglich Unterstützung der Eltern beim Lernen und Hausübung machen. Viele Eltern sind damit zeitlich und inhaltlich überfordert. Deswegen brauchen 226.000 SchülerInnen Nachhilfe. Besonders bei Kindern, deren Eltern max. Pflichtschulabschluss haben ist der Nachhilfebedarf besonders hoch. Ihre Eltern können kaum helfen.  Das Familienbudget ist dadurch stark belastet: 710 € pro Jahr müssen Eltern im Schnitt für Nachhilfe ausgeben.

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Echte Ganztagsschule erspart die Nachhilfe

Die Ganztagsschule hat in Österreich leider noch Seltenheitswert. Deswegen müssen viele Eltern abends nach der Arbeit noch schnell mit den Kindern Mathe lernen oder Vokabeln abprüfen. Dass das nicht so sein muss, zeigt die neueste österreichweite AK-Nachhilfeerhebung. Schulkinder in Ganztagsschulen benötigen bedeutend weniger oft die Hilfe der Eltern beim Lernen und bei der Hausübung. Gibt es auch noch regelmäßig Förderunterricht, dann sinkt auch der Nachhilfebedarf markant.

 

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Mehr Geld für benachteiligte Schulstandorte

Die soziale Zusammensetzung der SchülerInnen einer Schule spielt derzeit im österreichischen Schulsystem bei der Mittelzuteilung von Personal- und Sachaufwand keine Rolle. Zum besseren Ausgleich von sozialer Benachteiligung im Schulwesen wäre eine Umstellung der Finanzierung auf eine indexbasierte Mittelverteilung für jeden Schulstandort notwendig.

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