Gesundheitliche Probleme als zentrales Arbeitsmarktrisiko

Trotz einer eher schlechten Datenlage gibt es doch einige Hinweise: Mit dem Gesundheitszustand der Menschen im Erwerbsalter in Österreich ist es nicht zum Besten bestellt. Knapp ein Drittel der Bevölkerung über 15 Jahre meint, nicht ganz gesund zu sein – neun Prozent beklagen sogar einen schlechten oder sehr schlechten Gesundheitszustand. Österreich liegt damit im Mittelfeld der europäischen OECD-Staaten. Gesundheitlich beeinträchtigte Menschen sind besonders von (langer) Arbeitslosigkeit betroffen. Es besteht hier also Handlungsbedarf. weiterlesen

Wiedereingliederungsteilzeit – grosser Wurf oder kleiner Schritt?

Mit 1. Juli 2017 tritt das Wiedereingliederungsteilzeitgesetz in Kraft. Ziel ist es, die Reintegration von Langzeiterkrankten zu unterstützen und einen längeren Verbleib im Erwerbsleben zu gewährleisten. Während sich durch die Regelung Chancen für Arbeitnehmer/-innen und Arbeitgeber/-innen ergeben, tragen die Kosten ausschließlich die Beschäftigten. Ein umfassender Kündigungsschutz bei Krankheit, nach deutschem Vorbild, wurde verabsäumt. weiterlesen

Ein Teilkrankenstand löst keine Probleme

Gesundmeldung ist kaum Indikator für Gesundheitszustand. Ein Zugriff der Arbeitgeberinnen auf nicht arbeitsfähig Eingestufte ist abzulehnen und löst nicht das Problem der Langzeitkrankenstände. Erkrankte Menschen in den Arbeitsprozess zu bringen ist wirtschaftlich, medizinisch und moralisch verantwortungslos. Eine freiwillige stufenweise Rückkehr unter ärztlicher Begleitung und bei vollem Lohnausgleich müsste durch einen Kündigungsschutz bei Krankheit und betrieblichen Begleitmaßnahmen flankiert werden. Primärprävention gegen arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren ist auszubauen. weiterlesen
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