Vermögend durch Geburt – legitimer Startvorteil?

Vermögen ist in Österreich enorm ungleich verteilt. Unversteuerte Erbschaften und Schenkungen tragen wesentlich dazu bei. Neben ökonomischem Kapital erhöhen auch familiär tradiertes kulturelles und soziales Kapital individuelles Kapitalvolumen und damit persönliche Lebenschancen. Diesen Startvorteil legitimieren VermögenserbInnen in der subjektiven Deutung ihrer Herkunft und ihrer Lebensgeschichte auf zwei unterschiedlichen Wegen. So werden Machtpositionen und strukturelle soziale Ungleichheiten verfestigt und aus Gerechtigkeitsansprüchen erwachsende Forderungen nach Umverteilung delegitimiert. weiterlesen

Piketty 2.0: Ideen für mehr Verteilungsgerechtigkeit

Prominente VerteilungsforscherInnen, allen voran Thomas Piketty, haben in den letzten Wochen hitzige Debatten angeregt. Dieses Mal jedoch nicht primär aufgrund der Veröffentlichung neuer Daten oder Zahlen – zur Diskussion stehen Maßnahmen zur Reduktion von Ungleichheiten. Diese Vorschläge werden vom Ruf nach einer möglichst breiten demokratischen Debatte über Gerechtigkeitsvorstellungen begleitet. weiterlesen

Über Vermögen, deren Verteilung und exzessiven Reichtum: Wir verlosen 3 Exemplare des Buches „Überreichtum“.

Zur Vermögensforschung hat in Österreich kaum jemand so viel beigetragen wie der Wirtschaftswissenschafter, Psychotherapeut und Autor (u. a. für diesen Blog) Martin Schürz. Sein neues Buch „Überreichtum“ geht weit über die statistische Darstellung der Verteilung der Vermögen hinaus. Es zeigt die mit exzessivem Reichtum verbundenen Gefahren für Demokratie und politische Gleichheit und analysiert Rechtfertigungsstrategien für den Überreichtum weniger bei gleichzeitiger Armut so vieler. Wir verlosen drei Exemplare des Buchs. Teilnehmen geht ganz einfach per E-Mail, Einsendeschluss ist der 10. November 2019. weiterlesen

Mehr Licht in die Welt der Superreichen

Über Jahrzehnte fehlten wissenschaftlich fundierte Fakten zu Umfang und Verteilung des Vermögens in Österreich. Das änderte sich mit dem Household Finance and Consumption Survey der OeNB, doch auch hier fehlt das oberste Prozent der 39.000 reichsten Haushalte, die bis zu 41% des gesamten Vermögens besitzen. Die Vermögenden fürchten Transparenz wie der sprichwörtliche Teufel das Weihwasser. Wenn es eng wird, rückt deshalb verlässlich die gut organisierte Vermögensverteidigungsindustrie aus. weiterlesen
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