Sechs Vorschläge für eine bessere Welt nach Corona

Die Corona-Pandemie ist nicht nur die schwerste Gesundheits-, sondern auch die schwerste Wirtschaftskrise der letzten Jahrzehnte. Sie führt uns vor Augen, wie verheerend der neoliberale Kapitalismus ist. Dieses System zerstört nicht nur unsere Lebensgrundlagen und heizt das Klima an, es erhöht auch das Risiko für Pandemien. Denn mit zunehmender Umweltzerstörung und abnehmender Biodiversität steigt die Wahrscheinlichkeit, auf neue Krankheitserreger und Viren wie SARS-CoV-2 zu stoßen. Die folgenden Vorschläge zeigen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit –, welche grundlegenden Veränderungen für eine bessere Welt nach Corona nötig sind. weiterlesen

Vermögensverteilung in Deutschland: neue Daten zu MillionärInnen

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat jüngst neue Daten zu den MillionärInnen in Deutschland veröffentlicht. Der Anteil des Top-1 Prozent am gesamten Vermögen ist mit 29 Prozent höher als bisher angenommen (21,6 Prozent) und für die Top-0,1 Prozent sind es nun 12,8 Prozent (7,3 Prozent).

Die DIW-AutorInnen argumentieren gegen eine Vermögenssteuer. Dies mag überraschen: Die Reichen sind reicher als bislang ausgewiesen, aber doch zu arm für eine Vermögenssteuer? weiterlesen

Unterschätzte Vermögenskonzentration

Zu Jahresbeginn veröffentlichte die OeNB neue Daten zur Vermögensverteilung in Österreich. Besonders reiche Haushalte sind darin allerdings nur unzureichend erfasst, womit die tatsächliche Vermögenskonzentration noch größer ist als die in den Daten gemessene. Versucht man diese Untererfassung an der Spitze zu berücksichtigen, so ergibt sich für das reichste 1% der Haushalte ein Vermögen von 534 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anteil von 41% des Gesamtvermögens – und damit mehr als das 16-fache der ärmeren Hälfte der Bevölkerung. weiterlesen

Was lehrt uns das Panama Leak?

Panama Leak zeigt: Vertrauen reicht nicht. Die Regulierung der Branche zum Vermögensschutz und der Staaten, die sie beherbergen, muss von Grund auf neu überdacht werden. Es ist für die Finanzplätze einfach zu lukrativ, Betrüger und Geldwäscher zu unterstützen, und sie haben ohne konkrete internationale Sanktionen zu wenig zu verlieren. Eine der wichtigen Herausforderungen der Finanzregulierung und des Kampfs gegen Ungleichheiten besteht darin, die tatsächlichen Begünstigten dieser Reichtümer zu identifizieren. Ein europäisches und amerikanisches Finanzregister wäre ein globales öffentliches Gut. Hierum geht es in erster Linie beim Kampf um finanzielle Transparenz. weiterlesen

Panama – das Wegschauen der Regierungen hat System

Während den Staaten jährlich weltweit hunderte Milliarden Dollar durch Steuerbetrug der Reichen und Superreichen verloren gehen, nimmt man in Europa lieber den Sozialstaat ins Visier oder plant wie in Österreich Kürzungen bei der finanziellen Unterstützung für die Schwächsten der Gesellschaft. Der Kampf gegen Steuerhinterziehung der Reichen und gegen eine Politik für das „eine Prozent“ ist ein entscheidender Test für unsere Demokratien. weiterlesen
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