Ungleichgewichte durch schulden- und exportgetriebene Wachstumsmodelle

Die wirtschaftliche Entwicklung vor der Krise war in einigen Ländern durch stark wachsende Immobilienpreise sowie einer ansteigenden Verschuldung der privaten Haushalte gekennzeichnet, die wesentlich zum Aufbau gefährlicher Leistungsbilanzungleichgewichte beitrugen. Die hohen Wachstumsraten der Länder mit defizitärer Leistungsbilanz (USA, UK, ES, IT) wären ohne einen massiven Anstieg der privaten Verschuldung und der Immobilienpreise nicht möglich gewesen. Im Umkehrschluss wären dann auch die ohnehin niedrigen Wachstumsraten der Nettoexporteure (DE, AT, NL) noch niedriger ausgefallen. Um Krisen vorzubeugen, ist ein Mehr an internationaler wirtschaftspolitischer Koordination nicht nur in Hinblick auf die internationalen Finanzmärkte erforderlich. weiterlesen

Warum Österreichs Leistungsbilanzüberschuss problematisch ist

Die Zunahme von Überschüssen und Defiziten in der Leistungsbilanz bildete eine der wichtigsten Ursachen für die Krise in der Eurozone. Sie war das Ergebnis großer Unterschiede in der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage zwischen den Volkswirtschaften. Nun versucht die EU-Politik, diese Ungleichgewichte zu korrigieren, doch auf einseitige und ökonomisch gefährliche Weise. Soll die Korrektur außenwirtschaftlicher Ungleichgewichte gesamtwirtschaftlich erfolgreich sein, dann dürfen nicht nur die Defizitländer ihre Importe verringern, sondern die Überschussländer müssen gleichzeitig ihre Importe ausweiten. Das würde den Wohlstand in der gesamten Eurozone, also auch in den Überschussländern erhöhen. weiterlesen

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