Plattformökonomie im Fokus: die Intransparenz der „Sharing-Industrie“

Plattformunternehmen wie Uber, Ebay, Willhaben oder Airbnb vermitteln über ihre Plattform private AnbieterInnen direkt mit AbnehmerInnen. Der AK-Branchenreport „Sharing Economy“ untersuchte 70 Plattformunternehmen. Das Ergebnis: Nur 17 Onlineplattformen haben eine in Österreich registrierte Gesellschaft und noch weniger weisen ihre wirtschaftlichen Strukturdaten aus. Bestandssicherheit und Arbeitsverhältnisse vor Ort sind eher die Ausnahme. weiterlesen

Was die neue Regierung zu tun hätte, Teil II: gerechte Verteilung des Wohlstandes

Die neue Bundesregierung findet günstige wirtschaftliche Ausgangsbedingungen vor. Doch neben dem Arbeitsmarkt – siehe dazu den Blogbeitrag vom 23. Oktober 2017 – bestehen besonders bei der Ungleichheit erhebliche Herausforderungen. Dazu zählen die gesellschaftlichen Probleme, die mit geringer Transparenz und hoher Konzentration des Vermögensbesitzes verbunden sind. Zusammen mit den zu geringen Investitionen in die Kindergärten und Volksschulen mit besonders großen sozialen Herausforderungen gefährdet das die soziale Mobilität. Derzeit wirkt der Sozialstaat der zunehmenden Spreizung der Markteinkommen tatkräftig entgegen. Statt kleingespart, muss der Sozialstaat vielmehr zielgerichtet ausgebaut werden (z. B. durch einen Ausbau des sozialen Pflegesystems, der mittels einer Erbschaftssteuer finanziert wird). weiterlesen

Ausbrechen aus der Brüsseler Blase: Interessen der ArbeitnehmerInnen & europäische Öffentlichkeit

„Alleine machen sie dich ein … Wenn wir uns aber erst mal einig sind, dann weht ein ganz anderer Wind und du weißt das wird passieren, wenn wir uns organisieren“, sangen Ton Steine Scherben 1972. Dahinter steht im Grunde das Prinzip der ArbeitnehmerInnenorganisation. Gemeinsam im Verbund organisiert Interessen zu vertreten und so die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen. Auf europäischer Ebene stößt die Idee jedoch auf viele Hürden. Umso wichtiger ist es, die Öffentlichkeit für die eigenen Anliegen zu gewinnen und so den Druck zu erzeugen, der zu Veränderungen führt. 7 Ansatzpunkte scheinen dabei besonders erfolgversprechend. weiterlesen

Plattformunternehmen: Was das Firmenbuch nicht zeigt

Um das Phänomen des Aufstiegs dieser Unternehmen fassbar zu machen und über notwendige Regulierungsmaßnahmen zu diskutieren, wäre eine Reihe von Fragen zu beantworten. Etwa: welchen Gewinn macht AirBnB in Österreich? Wieviel Umsatz macht Uber? Welchen durchschnittlichen vollzeitäquivalenten Jahreslohn erhält ein/e Foodora-FahrerIn? Die Antwort lautet in sehr vielen Fällen: Wir wissen es nicht. Der Grund für dieses Nicht-Wissen ist auch strukturell verankert. weiterlesen

Lobbying in der EU – Mehr Transparenz in Reichweite

9.211 Termine haben die EU-KommissarInnen, ihre Kabinette und Kommissions-GeneraldirektorInnen seit Dezember 2014 mit LobbyistInnen wahrgenommen haben. Rund drei Viertel der Gespräche fanden mit VertreterInnen von Unternehmen oder Unternehmensverbänden statt. Dazu kommen vermutlich zehntausende weitere Lobbyingtermine, die KommissionsbeamtInnen nachgeordneter Hierarchien absolviert haben. Nach heftiger Kritik von ArbeitnehmerInnenvertretungen und Zivilgesellschaft möchte die Europäische Kommission nun ein verpflichtendes Lobbyingregister einführen, um mehr Transparenz bei Kommission, EU-Parlament und Rat zu schaffen. weiterlesen

Wege aus der Krise im Süden

Es scheint, als würde nun endlich mit dem alten Klientelismus im Süden Europas gebrochen und die notwendige Erneuerung der Institutionen, vom Steuersystem über den Arbeitsmarkt bis zum Sozialwesen, angegangen. Nur so können die sozialen Katastrophen von Massenarbeitslosigkeit und Armut überwunden werden, nur so kann eine wirtschaftliche Erholung gelingen. weiterlesen
Themen
MENÜ