Standortpolitik, die; weiblich

Gerne wird in Illustrierten und Fernsehsendungen Frauenpower als ein Standortfaktor gepriesen. Manche scheinen dabei aber immer noch an den Standort Küche zu denken. Die aktuelle Politik ist trotz der Absichtserklärungen, den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken, nur wenig geeignet, das Wissen und die Fertigkeiten von Frauen zur Geltung zu bringen. weiterlesen

Standortrankings: Lobbyismus bleibt Lobbyismus

Glaubt man den internationalen Rankings, so driftet der Wirtschaftsstandort Österreich trotz zuletzt hervorragender Wirtschaftsdaten langsam, aber sicher ab – und die neue Regierung hat daran bisher nichts ändern können. Aber leisten die Standortvergleiche tatsächlich das, was sie vorgeben – nämlich wissenschaftlich unterstützte Politikberatung in Fragen langfristiger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung? Kaum, bestenfalls im Detail bei einzelnen Subindikatoren, aber auch hier ist man bei den erhebenden Institutionen selbst besser beraten. Was am Ende übrig bleibt, ist Lobbyismus für die Interessen der „Wirtschaft“. weiterlesen

Standortentwicklung in Österreich mit Tunnelblick

Die Bundesregierung hat ihr lange erwartetes Umweltrechtspaket auf den Weg gebracht. Künftig soll es ein Staatsziel, einen Standortanwalt und ein Standortentwicklungsgesetz geben. Die Vorschläge bleiben dem Tunnelblick treu, wonach die Öffentlichkeitsbeteiligung das eigentliche Problem sei. Der Ansatz, Verfahren einfach abzubrechen und eine automatische Genehmigung vorzusehen, treibt das nur auf die Spitze. VerfassungsexpertInnen halten den Entwurf für irreparabel. weiterlesen

Standortqualität und Sozialstaat: zwei Seiten einer Medaille

Die Standortqualität eines Landes ergibt sich aus einer Vielzahl von gestaltbaren Umfeldbedingungen. Die Beurteilung der Standortqualität unterscheidet sich in Abhängigkeit vom Blickwinkel (Unternehmen, Region, Erwerbsbevölkerung) als auch vom Betrachtungshorizont. Es gibt jedenfalls Trade-offs zwischen (kurzfristigen) betriebs­wirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Zielen: Gute betriebswirtschaftliche Ergebnisse können auch bei nicht nachhaltiger Produktionsweise, hoher Gesundheitsbelastung, schrumpfenden Einkommen, steigender Arbeitslosigkeit etc. erzielt werden. Daher braucht die Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Standortqualität eine Ergänzung um langfristige soziale und ökologische Indikatoren. weiterlesen

Start-ups: wirtschaftspolitische Wunderwaffe?

Im Jahr 2016 gab es in Österreich fast 40.000 Neugründungen, maximal 1.000 davon können überhaupt als Start-ups gelten. Insgesamt dürfte es derzeit rund 4.000 Start-ups geben. Deren Teams bestehen anfangs meist aus zwei bis drei Personen. Start-ups unterscheiden sich von anderen Unternehmensgründungen vor allem dadurch, dass sie auf signifikantes Wachstum ausgerichtet sind und dass ihr Businessmodell „skalierbar“ ist, also mit gleichem Ressourceneinsatz ein immer größerer Markt erreicht werden kann. weiterlesen

Beschäftigte als EigentümerInnen: Mitarbeiterkapitalbeteiligung als Instrument der Mitbestimmung?

Die Mitarbeiterkapitalbeteiligung erlebte zu Beginn der 2000er Jahre einen markanten Aufschwung. Seit der Finanzmarktkrise ist es deutlich ruhiger um die Frage der Mitarbeiterbeteiligung geworden. In Österreich sind derzeit etwa sechs Prozent der Beschäftigten an ihren Unternehmen (z.B. Voestalpine, Flughafen Wien, AMAG) beteiligt. Gegenwärtig entdecken weitere Leitbetriebe die Kapitalbeteiligung für sich. Hintergrund ist dabei, die ArbeitnehmerInnen als stabile Kernaktionäre zu verankern und so eine Art „Firewall“ gegen unerwünschte Übernahmen zu bauen. Die AK Wien nahm diese Entwicklung zum Anlass, um zu erheben, wie die BetriebsrätInnen zur Frage der Kapitalbeteiligung stehen: Welche Beteiligungsmodelle werden aufgrund welcher Motive in der Praxis angewendet und welche Beschäftigtengruppen partizipieren am häufigsten? weiterlesen
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