Ungenügende Schulnoten wieder verpflichtend

Würden Sie mit einem Windrad die Geschwindigkeit von Autos messen? Wohl eher nicht, weil zu ungenau. BildungswissenschafterInnen greifen deshalb auch zu exakteren Methoden, um die Kompetenzen von SchülerInnen zu beurteilen als zu Schulnoten. Mit dem Pädagogikpaket setzt die österreichische Bundesregierung Kindern und LehrerInnen in der Volksschule (ab der 2. Schulstufe) nun wieder die alte 5-stufige Notenskala vor. Es gibt jedoch gute Gründe, warum eine Zuordnung in leistungshomogene Lerngruppen auf Basis von Volksschulnoten nicht zielführend ist. weiterlesen

Eltern in der Klemme: Beruf und Schule

Das österreichische Schulsystem setzt deutlich mehr auf Eltern als Lernressource als dies andere Bildungssysteme in Europa oder weltweit machen. Es wird vorausgesetzt, dass Eltern mit ihren Kindern lernen, bei Hausübungen unterstützen und den Lernfortschritt ihrer Kinder im Auge haben. Da jeder, der ein Kind hat, sich wünscht, dass es in der Schule Erfolg und Spaß hat, versucht man diesen Erwartungen gerecht zu werden. JedeR Vierte lernt täglich mit dem eigenen Kind. Zumindest so gut man eben kann. Denn nur wenige Eltern sind auch gelernte LehrerInnen und wissen wie man Kindern den Unterrichtsinhalt verständlich erklärt. weiterlesen

Pflichtpraktikum: Hackeln für ein Packerl Tschick?

Die Arbeiterkammer Wien hat die Einführung des neuen Pflichtpraktikums für HAK/HAS-SchülerInnen mit zwei österreichweiten Studien begleitet. Damit liegen erstmals verlässliche und umfangreiche Daten über die Situation von PflichtpraktikantInnen vor. Ein kurzer Blick darauf genügt, um zu erkennen: SchülerInnen lernen beim Pflichtpraktikum leider auch die Schattenseiten der Arbeitswelt kennen. weiterlesen

Kostenfaktor weiterführende Schulen – eine zusätzliche Barriere für bildungsferne Schichten?

Die nachfolgende Sonderauswertung der Schulkostenerhebung in Niederösterreich 2016 geht den Fragen nach, wie sich der hohe Ausgabensprung zwischen Pflichtschule und weiterführender Schule erklärt und inwiefern der Kostenfaktor beim Besuch einer weiterführenden Schule eine (zusätzliche) Barriere für unterrepräsentierte SchülerInnengruppen in der Sekundarstufe 2 darstellt. weiterlesen

Kinderbetreuung, Finanzausgleich und die teuflischen Details

Mehr Geld für mehr Leistung – so lautet ein recht einfache Grundprinzip für eine komplizierte Baustelle: den Finanzausgleich. Nach der Einigung von Bund und Ländern soll ab 2018 im Bereich der Kinderbetreuung und Elementarbildung diese neue Art der Mittelverteilung zum Einsatz kommen. Ab 2019 soll der Pflichtschulbereich folgen. Das dazugehörige Stichwort heißt "Aufgabenorientierung". Länder und Gemeinden, die ihre Aufgaben besonders gut erfüllen, sollen künftig dafür auch mehr Geld erhalten. Woran das gemessen wird, ist allerdings noch offen und soll im heurigen Jahr erarbeitet werden. Dabei könnten echte Fortschritte erzielt werden – und es kann Vieles schiefgehen. Die Details sind eben gern einmal ein wenig teuflisch. weiterlesen

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