Auftrag Arbeitsmarktintegration – Arbeit in Non-Profit-Organisationen zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Neben dem Arbeitsmarktservice sind in Österreich auch zahlreiche Non-Profit-Organisationen (NPOs) für Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration zuständig. Aus soziologischer Perspektive zeigt sich: Beschäftigte in diesen NPOs, die sich zunehmend einem Effizienzdruck ausgesetzt sehen, stehen unter großen Spannungen zwischen ihren Idealen und den strukturellen Zwängen ihrer Arbeitsbedingungen. Und gerade jene ArbeitnehmerInnen, die andere bei der nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen sollen, sind selbst oft von unsicheren Beschäftigungsverhältnissen betroffen. weiterlesen

Sie nennen es Liebe, wir nennen es systemerhaltende Arbeit

In Zeiten von Corona muss die Frage der Systemrelevanz neu diskutiert werden und damit auch die von systemrelevanter Arbeit. Systemrelevante Arbeit findet nicht nur als – oft prekäre und schlecht bezahlte – Erwerbsarbeit, sondern auch als gänzlich unbezahlte Sorgearbeit statt. Das trifft in Zeiten von Home-Office und Home-Schooling umso mehr zu. Die Verantwortung für Sorge obliegt insbesondere Frauen* und Migrant*innen, die nun zusätzlich die psychosozialen und ökonomischen Folgen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus schultern müssen. Statt Applaus braucht es eine strukturelle Aufwertung von Sorgearbeit. weiterlesen

Bedingungsloses Grundeinkommen oder Recht auf Arbeit?

Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ist populär. Auf linker Seite hat sie eine Forderung abgelöst, die in der Geschichte der ArbeiterInnenbewegung noch bis in die 1970er-Jahre einen wichtigen Stellenwert hatte: die Forderung nach einem Recht auf Arbeit. Der folgende Beitrag konfrontiert die beiden Forderungen miteinander und stellt sie auf den Prüfstand der gesellschaftlichen Teilhabe. weiterlesen

Der „keltische Tiger“ frisst seine Beschäftigten – Arbeitskampf in Irland 2019

Den Titel „keltischer Tiger“ erwarb sich Irland in den neunziger Jahren, als die Wirtschaft des einstigen Armenhauses Europas im Rekordtempo wuchs: befeuert von Auslandsinvestitionen, angelockt von den niedrigen Steuern auf Gewinne. Die Finanzkrise traf das Land und seine Beschäftigten unvorbereitet und schwer. Die Verstaatlichung des drittgrößten Kreditinstituts Anglo Irish Bank sowie Staatsgarantien für die irischen Finanzinstitute rissen ein tiefes Loch in den Staatshaushalt. Die Rolle der ArbeitnehmerInnen im Rahmen der harten Strukturreformen war es, ihren Gürtel enger zu schnallen und sich mit Arbeit auf Abruf abzufinden. Prekariat ist Lebensalltag, auch noch zehn Jahre nach der Krise. weiterlesen
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