Pflege: Der Umgang mit den „Held*innen der Krise“

Im Frühjahr 2020 rückte die Corona-Krise Pflegende ins Zentrum der Aufmerksamkeit und machte die Wichtigkeit einer Berufsgruppe für die Gesellschaft sichtbar. Gleichzeitig verdeutlichte sich das Problem schwindender Personalressourcen. Bis zum Jahr 2030 wird der Pflegepersonalbedarf zusätzlich um rund 76.000 Personen steigen. Demgegenüber steht das geringe Interesse junger Menschen, in Pflegeberufen zu arbeiten, vor allem aufgrund der bestehenden Arbeitsbedingungen und Gehälter. Die Personalknappheit wird sich in naher Zukunft also noch verschärfen und macht eine Pflegereform dringend notwendig. Anstatt Arbeitsbedingungen für Pflegende und Strukturen für Pflegebedürftige nachhaltig zu verbessern, wird vom Wirtschaftsministerium die Einführung einer Pflegelehre forciert. Inwieweit ein weiterer Ausbildungsweg den eklatanten Pflegepersonalmangel beseitigt, erschließt sich jedoch nicht. Denn ohne Änderung von Rahmenbedingungen wird der gewünschte Ansturm auf die Pflegelehre ausbleiben. weiterlesen

Corona: Sozialstaat hat Stresstest bestanden. Nun steht die Solidarität auf dem Prüfstand!

Leben und Tod hängen an einem Faden der Solidarität: Reichen die Kapazitäten des Gesundheitssystems, um alle COVID-19-Erkrankten medizinisch zu versorgen? Bleiben dabei auch noch genug Ressourcen für die Behandlung anderer Erkrankungen? Können Pflegeheime geschützt werden? Werden Pflegebedürftige nicht vernachlässigt? In der Pandemie erfährt unser Land einen ungewollten Stresstest für den Sozialstaat. weiterlesen

Win-win-win in der Krise: Pflege als Jobmotor und Zündschnur für mehr Gerechtigkeit

Ja, die Pflege. Anders als oft angenommen verursacht sie nicht nur Kosten, sondern schafft auch ganz schön viele Jobs. Rund 10 Prozent der Beschäftigten in der Europäischen Union (EU) arbeiten im Gesundheits- und Sozialwesen, inklusive Pflege. Das sind übrigens 22,8 Millionen Menschen. In Österreich haben 12 von 100 Frauen im Sektor Gesundheits- und Sozialwesen eine unselbständige Arbeit. Kostendruck und Prekarisierung plagen diesen Bereich aber seit vielen Jahren. Die Krise ist eine historische Chance, jetzt umzudenken und auf qualitativ hochwertige Beschäftigung zu setzen. Diese Beschäftigung dient dann als Jobmotor sowie als Zündschnur für mehr Gendergerechtigkeit. Eine Win-win-win-Situation also, die der folgende Artikel erläutert. weiterlesen

Zeit, um Qualitätsstandards für die Gesundheit und Langzeitpflege neu zu denken

Die weltweit herrschende COVID-19-Pandemie brachte nicht nur die Schwachstellen im Pflege- und Gesundheitsbereich besonders zum Ausdruck, sondern auch die Pflegereform vorübergehend zu Fall. Im Zusammenhang mit der gegenwärtigen COVID-19-Pandemie wurden Qualitätsstandards im Gesundheits- und Pflegewesen kurzfristig außer Kraft gesetzt. Die vorgenommenen Maßnahmen könnten für Nutzer/-innen und Beschäftigte auf Dauer zur Gefahr werden. weiterlesen

Was ist uns der Sozialstaat wert?

Derzeit erlebt der Sozialstaat in der öffentlichen Debatte ein Revival. Die Einstellung der Bevölkerung zum Sozialstaat war jedoch immer schon überwiegend positiv, wie unter anderem eine Studie der Arbeiterkammer Wien mit Erhebungszeitraum 2018 zeigte. Sozialstaatliche Leistungen wie die Arbeitslosenversicherung oder die öffentliche Gesundheitsversorgung werden als wichtige Maßnahmen gesehen, um die wirtschaftliche Ungleichheit in Österreich zu verringern. Die Befragten sprechen sich insgesamt für mehr Sozialleistungen aus – und dafür, dass Reiche und Vermögende einen größeren Beitrag zu deren Finanzierung leisten sollen. weiterlesen

Community Nursing: ein Konzept mit vielen Chancen und noch offenen Fragen

Ein Blick auf das türkis-grüne Regierungsübereinkommen macht deutlich: Pflege und Betreuung in Österreich sollen in Zukunft noch mehr mobil geleistet werden. Die Implementierung von Community Nurses in der österreichischen Versorgungslandschaft ist grundsätzlich sinnvoll. Die Gretchenfrage dabei ist immer, wer die Pflege und Betreuung zu Hause leistet und wer letztlich zahlt. Für die Erarbeitung und Umsetzung eines österreichischen Konzeptes ist ein breiter Beteiligungsprozess vorzusehen. weiterlesen

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