Von der Wiege bis zur Bahre – Personal als Mangelware?

Von der Geburt über die Kinderbildung und -betreuung, die ambulante, mobile oder stationäre Pflege und Betreuung beeinträchtigter, kranker oder älterer Personen bis zur Palliativbegleitung: Die Baustellen professioneller, institutioneller Care-Arbeit ziehen sich über alle Lebensphasen, in denen die Gesellschaft diese benötigt. Die Versäumnisse der Politik werden in diesen Bereichen immer deutlicher. Schlechte Rahmenbedingungen und unzureichende Personalausstattung führen dazu, dass immer weniger Personen in diesen Bereichen arbeiten möchten und können. Ein Systemversagen droht. weiterlesen

Pflegereform gut organisiert: Die Lösung liegt so nah

Der Pflegebedarf in Österreich steigt, das Personal ist schon jetzt überlastet. Bei der seit vielen Jahren angestrebten Neugestaltung der Langzeitpflege sind nach wie vor zentrale Fragen ungelöst: Wie kann der Personalbedarf gedeckt werden? Wie kann der notwendige Ausbau von Pflegedienstleistungen finanziert werden? Das Resultat: ein veritabler Reformstau. Die wachsende Versorgungskrise erfordert viele, rasch zu ergreifende Maßnahmen. Der Schlüssel zum Erfolg ist der Pflegefonds als bundeseinheitliches Steuerungs- und Finanzierungswerkzeug. weiterlesen

Budget 2022: zu wenig für Armutsbekämpfung, Pflege und Bildung

Das neue Bundesbudget steht im Zeichen der wirtschaftlichen Erholung nach der Covid-19-Krise und der Steuerreform. In den Bereichen Klimaschutz und Forschung gibt es deutliche Fortschritte. Darüber hinaus enthält das Budget nur wenige neue Maßnahmen. Unsere AK-Budgetanalyse zeigt, dass erneut Chancen vergeben wurden: den sozial-ökologischen Umbau der Wirtschaft beschäftigungspolitisch zu begleiten, Armut zu bekämpfen, dem Pflegenotstand entgegenzuwirken, in Bildung zu investieren oder Städten und Gemeinden mehr finanziellen Spielraum zu ermöglichen. weiterlesen

Goldene Zeiten für das Geschäft mit kritischer sozialer Infrastruktur?

Der steigende Bedarf in der Pflege, der Gesundheitsversorgung sowie im Wohnungswesen macht diese kritische Infrastruktur zum attraktiven Geschäftsgegenstand. Doch den profitorientierten Investoren, die in die überwiegend öffentlich getragenen Systeme der Bereitstellung drängen, sollte mit Skepsis begegnet werden. Denn ihre Geschäftsmodelle bergen erhebliche Risiken und Nebenwirkungen – vor allem für die Beschäftigten und jene, die auf diese lebensnotwendigen Dienstleistungen angewiesen sind. weiterlesen

24-Stunden-Betreuung – die Ausbeutung muss beendet werden

Die Lebenserwartung in Österreich steigt, die österreichische Bevölkerung wird immer älter – und das ist auch gut so. Doch mit der demografischen Entwicklung sind viele Herausforderungen verbunden. Immer mehr Menschen benötigen Pflege und Betreuung. Gerade bei einer intensiveren Pflege und Betreuung zu Hause kommen pflegende Angehörige oft an ihre Grenzen. Um diese Misere zu lösen, wurden in den 90er-Jahren des vorigen Jahrhunderts vornehmlich Frauen aus den Nachbarstaaten nach Österreich geholt. Beschäftigt wurden sie in der Regel illegal. 2006 startete der Gesetzgeber einen Versuch, diese Illegalität zu beenden. Doch an der tatsächlichen Arbeits- und Lebenssituation der BetreuerInnen hat sich nur wenig geändert: Sie arbeiten als (Schein-)Selbstständige in Österreich, haben kaum Rechte und werden nach wie vor ausgebeutet. Daran muss sich endlich etwas ändern. weiterlesen

Covid-19: Das österreichische Gesundheits- und Pflegeystem am Limit

Das österreichische Gesundheits- und Pflegesystem hat die Herausforderungen der COVID-19-Pandemie besser gemeistert als viele andere (europäische) Länder. Vom ehemaligen Musterland in der Krisenbewältigung ist wenig übrig geblieben. Es bedarf nun großer Anstrengungen vor allem der Beschäftigten, um einen Kollaps der Intensivstationen und nötige Triagierungen zu verhindern. Inzwischen sind auch in Österreich fast 40 Prozent aller Todesfälle in den Alten- und Pflegeheimen zu verzeichnen. Zeit für eine Aufarbeitung, wo und warum Österreich seine Vorreiterrolle seit der ersten Welle verspielt hat. weiterlesen

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