Was wirklich zählt: Pflegequalität sichtbar machen!

„When I get older, losing my hair…“ Anders als in diesem bekannten Song der Beatles denken die meisten Menschen in jungen Jahren nicht daran, wer sie im Fall von Gebrechlichkeit oder Pflegebedürftigkeit versorgen wird. Die Frage danach, was das Kernziel von Pflege und Betreuung ist, rückt vor diesem Hintergrund ebenfalls in weite Ferne. Und doch geht es letztendlich darum, wie wir leben wollen, auch wenn Körper und Geist nicht mehr vollständig „funktionieren“. Sich im Freien bewegen können, den Weg bis zur Stammtisch-Runde schaffen, beim Geburtstag der Enkelkinder dabei sein können. Das überholte Verständnis von „warm, satt, sauber“ sollte keine sozialpolitische Zielsetzung mehr sein. Es geht vielmehr um Beziehungsaufbau, Vertrauensbildung und Kommunikation. Hier braucht es allerdings ein klares Ja von politischer Seite, um das, was wirklich zählt, auch mit Daten abbilden und sichtbar machen zu können. weiterlesen

Handlungsbedarf: Pflegereform in Österreich

Für die Umsetzung einer gelungenen, nachhaltigen Pflegereform darf Zeit nicht das erste Erfolgskriterium sein. Pflegende Angehörige sind derzeit die größte Gruppe in der Pflegelandschaft. Für sie, für die Pflegefachkräfte und nicht zuletzt für zu pflegende Personen braucht es ganzheitlich sinnvolle Lösungen. Die politischen Entscheidungsträger rund um den sogenannten „Masterplan“ haben sich die Aufgabenstellung allerdings ein wenig zu einfach vorgestellt. Die Verwobenheit der jeweiligen Zuständigkeiten, die Anzahl der Interessen und der Mitspieler bei Entscheidungsfindungen und das Ausmaß der Problemstellungen sorgen wohl für einige Überraschungen. Letztlich dreht sich alles um die Frage, wie eines der reichsten Länder der Erde mit seinen älteren und pflegebedürftigen Menschen umgeht und welche Ressourcen hier zur Verfügung gestellt werden. Die größten Herausforderungen liegen im Setting der Langzeitpflege und der mobilen Dienste, besonders wenn der Slogan „Mobil vor stationär“ endlich zum Leben erweckt werden soll. weiterlesen

Gesundheitsberufe sind weiblich – warum gute Arbeitsbedingungen bessere Lebensbedingungen für Frauen schaffen

Über die Geschlechterunterschiede in den Gesundheitsberufen und in der informellen Pflege kann man nur bei völliger Ignoranz hinwegsehen – Berufsangehörige und pflegende Angehörige sind klar überwiegend Frauen. Bessere Arbeitsbedingungen in den Gesundheitsberufen und Unterstützung für pflegende Angehörige verbessern insbesondere auch die Lebensbedingungen von Frauen. weiterlesen

Gesundheitsberufe: Wo die Beschäftigten der Schuh drückt

Die gute Nachricht zuerst: Die Angehörigen der Gesundheitsberufe machen ihre Arbeit gern. Das zeigen die Antworten einer großen österreichweiten Befragung mit über 14.000 TeilnehmerInnen aus allen Gesundheitsberufen. Leider trüben die Arbeitsbedingungen die Freude am Job nachhaltig, was die ohnehin bereits angespannte Personalsituation verschärft. Die erkennbaren Verbesserungspotenziale bedeuten großen Handlungsbedarf seitens der Politik. weiterlesen

Langzeitpflege zwischen Imagepolitur und zeitgemäßen Rahmenbedingungen

Die Attraktivierung der Arbeit in der Langzeitpflege ist derzeit erklärtes Ziel der Regierung. Wie im Masterplan Pflege als auch bei der Regierungsklausur verkündet, soll mit einer groß angelegten Imagekampagne dem steigenden Personalmangel in der Langzeitpflege entgegengewirkt werden. Dabei sollen mehr Menschen für den Pflege- und Betreuungsberuf gewonnen und bereits Beschäftigte in der Langzeitpflege gehalten werden. Dafür braucht es allerdings mehr als eine oberflächliche Imagepolitur. Denn ausschlaggebend sind die Rahmenbedingungen der Arbeit. weiterlesen

Pflege naher Angehöriger – Möglichkeit der kostenlosen pensionsrechtlichen Absicherung bleibt ungenützt

Laut einer im Jahr 2018 vom BMASGK veröffentlichten Studie pflegen bzw. betreuen mehr als 900.000 Menschen in Österreich informell – d. h. außerhalb einer selbstständigen oder unselbstständigen Erwerbstätigkeit – eine pflegebedürftige Person. Was viele von ihnen nicht wissen: Die Pflege von nahen Angehörigen ist pensionsrechtlich unter bestimmten Voraussetzungen abgesichert – und zwar kostenlos. Wer sich allerdings erst zum Pensionsantritt darum kümmert, ist in der Regel zu spät dran. weiterlesen
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