Die Landwirtschaft hat 2021 gut verdient – Zuwächse von bis zu 40 Prozent

Laut dem neuen Grünen Bericht über die Situation der österreichischen Land- und Forstwirtschaft verdiente ein durchschnittlicher Getreidebetrieb im Jahr 2021 um 40 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Gründe dafür waren hohe Agrarpreise, Agrarsubventionen und Corona-Hilfen. Von den zahlreichen „Gießkannenförderungen“ profitieren jedoch vor allem jene Betriebe, die ohnehin schon gut verdienen. Wichtig wäre, dass dafür auch ein fairer Steueranteil abgeführt wird. Schließlich zahlen die Konsument:innen die Gewinnsteigerungen über höhere Lebensmittel- und Holzpreise. weiterlesen

Einkommensunterschiede in der Landwirtschaft: Die Schere wächst

Die Einkommen der Landwirte und Landwirtinnen liegen in Österreich beachtlich weit auseinander. Gewöhnlich wird das Durchschnittseinkommen aller Betriebe verwendet, wenn vom landwirtschaftlichen Einkommen die Rede ist. Dabei entsteht der Eindruck, dass mit Landwirtschaft generell kein Geld zu verdienen sei. Allerdings gibt es hervorragende Daten, die eine sehr differenzierte Betrachtung zwischen den einzelnen Betriebsgruppen zulassen. Für die unteren Einkommensgruppen errechnen sich im Jahr 2020 deutliche Verluste. Für das obere Einkommensviertel der Veredelungsbetriebe wurde im Grünen Bericht des BMLRT hingegen ein Pro-Kopf-Einkommen von 92.246 Euro ausgewiesen. Das derzeitige Fördersystem gleicht diese Unterschiede kaum aus. weiterlesen

Neue Gentechnik braucht klare Regulierung

Nun ist die Katze aus dem Sack. Am 29. April 2021 veröffentlichte die EU-Kommission ihre Studie zu den neuen genomischen Verfahren oder klarer gesagt: den Bericht zur neuen Gentechnik. Sie kommt zu dem Schluss, dass die derzeit gültige EU-Gentechnikgesetzgebung nicht zukunftsfit ist, und regt „politische Aktionen“ an. Was genau damit gemeint ist, ist noch unklar. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die derzeit gültige Gentechnikgesetzgebung überarbeitet. Damit können Sicherheit für Gesundheit und Umwelt sowie eine klare Kennzeichnung für KonsumentInnen unter die Räder kommen. weiterlesen

EU-Agrarpolitik: Wie die Ausbeutung in der Landwirtschaft verhindert werden könnte

Wissen wir, wie viel Ausbeutung in unserem Essen steckt? Die fehlende soziale Nachhaltigkeit unserer Lebensmittel ist seit den Berichten über miserable Unterkünfte und Hungerlöhne für ErntearbeiterInnen in aller Munde. EU-Institutionen versuchen nun verstärkt, sich des Problems anzunehmen, und ergreifen Initiative. Wirksame Instrumente liegen am Tisch. Doch viele Mitgliedstaaten – allen voran die österreichische Bundesregierung – stellen sich gegen EU-weite Regeln, die ein besseres Leben für LandarbeiterInnen in der gesamten EU bringen könnten. weiterlesen

Wahlfreiheit für KonsumentInnen – auch bei neuer Gentechnik

Lebensmittel, müssen vor ihrer Marktzulassung auf Sicherheit geprüft und ausreichend gekennzeichnet sein, um KonsumentInnen Wahlfreiheit zu ermöglichen. Das derzeit gültige Gentechnikrecht berücksichtigt dies, und auch Risiken für Mensch und Umwelt werden vor einer Produktzulassung bewertet. Agrar- und Saatgutindustrie wünschen sich für die neue Gentechnik verkürzte Zulassungsprüfungen ohne Kennzeichnung. Biolandwirtschaft und gentechnikfreie Lebensmittelproduktion würden erheblich unter Druck geraten. weiterlesen

Hauptsache billig? Wie die Corona-Krise die Ausbeutung von Erntearbeiter*innen sichtbar macht

 

Erntearbeit gehört in Österreich zu den Branchen mit den niedrigsten kollektivvertraglichen Lohnniveaus und wird seit Jahren großteils von Menschen aus Osteuropa verrichtet. Im Moment können viele Saisonarbeiter*innen nicht einreisen, und die Landwirtschaft sucht händeringend nach Ersatz. Aktivist*innen der sezonieri-Kampagne zeigen auf, wie das Corona-Virus ausbeuterische Arbeitsverhältnisse in der Landwirtschaft sichtbar macht. weiterlesen

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