BetriebsrätInnen: Ambivalente Einschätzungen zu Kurzarbeit und Homeoffice

Mit der Corona-Kurzarbeit konnten auf breiter Ebene Arbeitsplätze gesichert werden. Das Homeoffice entpuppte sich als innovative Arbeitsform, die aller Voraussicht nach über die Pandemie hinaus Beständigkeit entwickeln wird. Konkret und in der Praxis führen die beiden sozialen Innovationen zu ambivalenten Begleiterscheinungen oder Nebenwirkungen, die interessenpolitisch bedeutsam sind. Dies ist jedenfalls das Ergebnis der aktuellen ISW-Betriebsrätebefragung, einer Erhebung unter den Betriebsratsvorsitzenden Oberösterreichs, die von Dezember 2020 bis Jänner 2021 durchgeführt wurde. weiterlesen

COVID-19 in der Arbeitswelt – eine Zwischenbilanz, Teil I: Die Corona-Kurzarbeit

Ab März 2020 wurde auch Österreich vom neuartigen COVID-19-Virus erfasst. Rasch reagierte die Bundesregierung mit strikten (gesundheits-)politischen und juristischen Maßnahmen (weitreichende Betretungsverbote, „Lockdown“, Schulschließungen etc). Dies hatte erhebliche Auswirkungen auf den österreichischen Arbeitsmarkt – Mitte April erreichte die Arbeitslosigkeit einen historischen Höchststand in der Zweiten Republik. In dieser Situation galt (und gilt) es, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Die unter maßgeblicher Beteiligung der Sozialpartner geschaffene COVID-19-Kurzarbeit ist hierbei hervorzustreichen. Eine Zwischenbilanz. weiterlesen

Psychische Auswirkungen der Arbeitslosigkeit in der Corona-Krise

Dieser Blog-Beitrag wurde von Bernhard Kittel, Fabian Kalleitner, Thomas Resch und David W. Schiestl verfasst.

Auf Basis der Daten des Austrian Corona Panel Projects (ACPP) untersucht dieser Beitrag die Erwerbsverläufe und das psychische Wohlbefinden in Österreich seit Ende Februar. Personen, die in der Krise ihren Job verloren haben, weisen ein niedrigeres psychisches Wohlbefinden auf als jene Personen, die weiterhin ihrer Arbeit nachgehen konnten. Für diejenigen, die in Kurzarbeit gehen mussten, hatte die Krise keinen signifikanten negativen Einfluss auf ihr psychisches Wohlbefinden. Die Kurzarbeit konnte damit möglicherweise nicht nur Krisenauswirkungen in Bezug auf die Einkommens- und Berufssituation lindern, sondern wirkte auch hinsichtlich des psychischen Wohlbefindens stabilisierend. Menschen, die in der Krise ihren Job verloren haben, weisen ein niedrigeres psychisches Wohlbefinden auf als jene Menschen, die in Kurzarbeit waren. Für diejenigen, die schon vor der Krise arbeitslos waren, hat die Krise das psychische Befinden nochmals verschlechtert. weiterlesen

Corona macht Lehrstellen zur Mangelware

Die duale Ausbildung in Form der Lehre ist eine wesentliche Säule des österreichischen Bildungssystems. Sie erleichtert Jugendlichen den Einstieg ins Erwerbsleben und hat wesentlich dazu beigetragen, dass in Österreich die Jugendarbeitslosigkeit in den letzten Jahren deutlich unter dem EU-Durchschnitt lag. Doch die Corona-Krise hat auch in der Lehrlingsausbildung ihre Spuren hinterlassen. Besonders deutlich machen dies die AMS-Zahlen für Lehrstellensuchende und verfügbare Lehrstellen. weiterlesen

Sozialstaat – Stabilitätsanker in der Krise

Ein solidarisches Miteinander und eine faire Lastenverteilung sind Grundprinzipien des Sozialstaats. Auch bei der Finanzierung der Krisenkosten und beim Neustart nach der Krise müssen diese Prinzipien ganz oben stehen. Der Sozialstaat muss geschützt und weiterentwickelt werden und es müssen die Weichen gestellt werden in Richtung ökosozialer Umbau und generell in Richtung mehr Gerechtigkeit. Die Arbeit der Regierung wird zentral an diesen Punkten zu bewerten sein.   weiterlesen

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