215.500 Kinder leben in Österreich in beengten Wohnungsverhältnissen

Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Reduktion der Ausbreitung des COVID-19 bedeuten auch für Kinder deutliche Einschränkungen in ihrer Bewegungsfreiheit. Kindergärten, Schulen, Horte und Spielplätze sind geschlossen. Diese Einschränkungen stellen insbesondere dann eine extreme Belastung dar, wenn die Wohnverhältnisse beengt sind. Das betrifft in Österreich 215.500 Kinder. Aufgrund der Corona-Krise ist ihr Wohlergehen in einem besonderen Ausmaß gefährdet. Maßnahmen zur Reduktion dieser Belastungen und Gefährdungen sind erforderlich. weiterlesen

Deutsch wirksam fördern – mit einem Sprachschlüssel, der Türen öffnet

Jede/r vierte österreichische Schüler/in spricht eine andere Erstsprache als Deutsch – in Wien sogar jede/r zweite. Für den Großteil dieser Kinder und Jugendlichen ist das ein Ausdruck ihrer gelebten Mehrsprachigkeit. Sie können sich in ihrer Erstsprache und in Deutsch als Zweitsprache gleichermaßen bewegen – was in der medialen Debatte allzuoft übersehen wird. Ein kleinerer Teil beherrscht Deutsch als Zweitsprache (und bisweilen auch die eigene Erstsprache) zu Schuleintritt jedoch nicht auf „bildungssprachlichem Niveau“ (siehe Textbox). Hinzu kommen allenthalben auch Kinder deutschsprachiger Eltern, die geringere bildungssprachliche Deutschfähigkeiten aufweisen (insgesamt betrug die SchülerInnenzahl in Deutschförderklassen/-kursen im Sommersemester 2019 mit rund 33.000 SchülerInnen österreichweit etwa ein Zwanzigstel aller SchülerInnen an Allgemeinbildenden Pflichtschulen). Für sie können fehlende bildungssprachliche Kompetenzen ohne entsprechende Förderung zur Hürde für ihren weiteren Bildungsweg werden. Denn das österreichische Schulsystem ist nach wie vor stark auf die alleinige Bildungssprache Deutsch zugeschnitten. weiterlesen

Institutionelle Kinderbetreuung in Wien

Die qualitativ hochwertige Kinderbetreuung und -bildung ist von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Insbesondere die frühkindliche Erziehung ist prägend für den weiteren Lebensverlauf eines Kindes. Wien hat im Vergleich zu den Bundesländern das beste Angebot hinsichtlich der Zahl der Plätze und den Öffnungszeiten. Es unterscheidet sich aber auch bei der Struktur der Anbieter. Es stellt sich die Frage, ob diese Unterschiede Auswirkungen auf die Qualität des Angebots haben. weiterlesen

Kluge Familienpolitik: Kinderbildung statt Steuerbonus

Einen warmen Geldregen für Familien verspricht die Regierung mit dem Familienbonus. 1,5 Milliarden Euro wird diese neue steuerliche Familienleistung kosten. Viel Geld, das im Sinne einer modernen Familien- und Bildungspolitik aber bedeutend besser eingesetzt werden könnte. Würde diese Summe in den Ausbau der Kinderbetreuung und -bildung investiert, könnten dort im Vergleich zu heute paradiesisch anmutende Zustände geschaffen werden: flächendeckend Plätze für unter Dreijährige, Vollzeit-Öffnungszeiten in allen Kindergärten, ein kostenloses zweites Kindergartenjahr für alle und mehr qualifiziertes Personal in allen Gruppen. Wie sich das ausgeht? 1,5 Mrd. Euro wären ein Plus von 67 Prozent für die Kinderbildung. Und es sind Investitionen, die enorme Rückflüsse an die öffentliche Hand generieren. weiterlesen
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