Hohe Wertschöpfung durch Investition in der Elementarbildung

Die Kompetenzen für das elementare Bildungswesen in Österreich liegen aufgrund des Föderalismus bei den Ländern. Damit der Bund Investitionen, die an gewisse Bedingungen für die Länder und Gemeinden geknüpft sind, tätigt, gibt es Vereinbarungen gemäß Art. 15a B-VG zwischen dem Bund und den Ländern. Was technisch klingt, ist ein wesentliches Instrument für den Ausbau, die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in Österreichs Kindergärten. Diese Vereinbarung regelt letztlich den Umgang und die Bedingungen bzw. Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme der Zweckzuschüsse. Die derzeitige 15a-Vereinbarung läuft mit diesem Kindergartenjahr aus, deshalb wird in diesen Wochen die neue 15a-Vereinbarung zwischen den Bundesländern und dem Bund ausverhandelt. Damit sich etwas im Bereich der elementaren Bildung bewegt, braucht es einen ambitionierten Abschluss. Nur so kann ein drastischer Fachkräftemangel in den Kindergärten in Zukunft abgewendet werden, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorangetrieben und Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder geschaffen werden. Die Rentabilität und Folgewirkungen von Investitionen sind dabei enorm, und die Anreize, hier politisch Meter zu machen, wären entsprechend groß. weiterlesen

Ein Prozent für erste Klasse: Warum wir uns beste Kinderbetreuung und -bildung leisten müssen

Die Kinderbetreuung und -bildung ist nicht der Schlüssel zu einem bestimmten Problem, die Kinderbildung ist ein ganzer Schlüsselbund. Egal, ob für Vereinbarkeit, Gleichstellung oder faire Chancen für jedes Kind – Kindergärten spielen eine zentrale Rolle. Die Industriestaaten investieren im Schnitt knapp ein Prozent ihrer Wirtschaftsleistung in Kindergärten. In Österreich sind Kinder deutlich weniger wert. Wir müssen hier aufschließen. Mit diesen zusätzlichen Investitionen könnte ein Rechtsanspruch auf einen hochwertigen Platz ab dem ersten Lebensjahr umgesetzt werden. weiterlesen

215.500 Kinder leben in Österreich in beengten Wohnungsverhältnissen

Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Reduktion der Ausbreitung des COVID-19 bedeuten auch für Kinder deutliche Einschränkungen in ihrer Bewegungsfreiheit. Kindergärten, Schulen, Horte und Spielplätze sind geschlossen. Diese Einschränkungen stellen insbesondere dann eine extreme Belastung dar, wenn die Wohnverhältnisse beengt sind. Das betrifft in Österreich 215.500 Kinder. Aufgrund der Corona-Krise ist ihr Wohlergehen in einem besonderen Ausmaß gefährdet. Maßnahmen zur Reduktion dieser Belastungen und Gefährdungen sind erforderlich. weiterlesen

Deutsch wirksam fördern – mit einem Sprachschlüssel, der Türen öffnet

Jede/r vierte österreichische Schüler/in spricht eine andere Erstsprache als Deutsch – in Wien sogar jede/r zweite. Für den Großteil dieser Kinder und Jugendlichen ist das ein Ausdruck ihrer gelebten Mehrsprachigkeit. Sie können sich in ihrer Erstsprache und in Deutsch als Zweitsprache gleichermaßen bewegen – was in der medialen Debatte allzuoft übersehen wird. Ein kleinerer Teil beherrscht Deutsch als Zweitsprache (und bisweilen auch die eigene Erstsprache) zu Schuleintritt jedoch nicht auf „bildungssprachlichem Niveau“ (siehe Textbox). Hinzu kommen allenthalben auch Kinder deutschsprachiger Eltern, die geringere bildungssprachliche Deutschfähigkeiten aufweisen (insgesamt betrug die SchülerInnenzahl in Deutschförderklassen/-kursen im Sommersemester 2019 mit rund 33.000 SchülerInnen österreichweit etwa ein Zwanzigstel aller SchülerInnen an Allgemeinbildenden Pflichtschulen). Für sie können fehlende bildungssprachliche Kompetenzen ohne entsprechende Förderung zur Hürde für ihren weiteren Bildungsweg werden. Denn das österreichische Schulsystem ist nach wie vor stark auf die alleinige Bildungssprache Deutsch zugeschnitten. weiterlesen
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