Wiedereinstieg und Erwerbsbeteiligung von Frauen: qualitätsvolle Kinderbetreuung und Männerbeteiligung als Motor für mehr Chancengleichheit

In einer aktuellen Studie der AK Salzburg (Studie: Kinderbetreuung im Bundesland Salzburg 2018) wurden unterschiedliche Faktoren untersucht, die sich positiv auf die Erwerbsbeteiligung und den Wiedereinstieg von Frauen auswirken. Erstmals wurde der Zusammenhang zwischen der Qualität von vorhandenen elementaren Bildungseinrichtungen (kurz: Kinderbetreuung) in einzelnen Salzburger Gemeinden und der Erwerbs- und Teilzeitquote von Frauen untersucht. weiterlesen

Familienbonus – sind alle Kinder gleich viel wert?

Der „Familienbonus Plus“ stellt eines der von der neuen Regierung selbsternannten „Leuchtturmprojekte“ dar und soll das zentrale Steuerzuckerl für die lohnsteuerzahlenden Menschen sein. Budgetär sind dafür immerhin 1,5 Mrd. Euro vorgesehen. Die tatsächlichen Kosten werden noch höher ausfallen. Umso problematischer ist, dass ein großer Teil der ArbeitnehmerInnen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht in den Genuss des Bonus kommen wird. Ein Bruch mit jener österreichischen Praxis der Kinderförderung, die seit den 1970er-Jahren unter Bruno Kreisky (bis auf budgetär unwesentliche Ausnahmen) dem Grundsatz folgt, dass jedes Kind gleich viel wert ist und somit gleich viel öffentliche Unterstützung erhalten soll. Der Familienbonus ist weder als Steuerstrukturreform noch als familienpolitische Maßnahme die am besten geeignetste. weiterlesen

Weltmeister oder Totalversager – die österreichische Familienpolitik im EU-Vergleich

Viele Jahre war vom „Weltmeister Österreich“ in der Familienpolitik die Rede. Ein internationales Vorbild sei das Land. Liest man die Presseaussendungen mancher Familienverbände heute, klingt es allerdings, als hätte eine brutale Vertreibung aus dem Familienparadies stattgefunden. Wurde die Alpenrepublik etwa im Ländervergleich abgehängt? Die Antwort auf diese Frage ist kein simples Ja oder Nein. Wie so oft zeigt sich die Wirklichkeit facettenreich. weiterlesen

Kinderbetreuungsgeld und Gleichstellung: Aktuelle Befunde und Ausblick auf das Konto

Fördert das Kinderbetreuungsgeld eine partnerschaftliche Arbeitsaufteilung der Eltern? Und wie sind die aktuellen Reformvorschläge des Familienministeriums aus gleichstellungspolitischer Sicht zu bewerten? Diesen Fragen geht dieser Beitrag auf Basis einer Analyse des Kinderbetreuungsgeldes im europäischen Vergleich und der Ergebnissen des AK Wiedereinstiegsmonitoring nach. weiterlesen

Wie gut schneidet das Kinderbetreuungsgeld im internationalen Vergleich ab?

Eine Reform des Kinderbetreuungsgeldes steht an. Während das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld unverändert bleibt, sieht der Entwurf die Umwandlung der vier Pauschalvarianten in ein flexibel gestaltbares Kinderbetreuungsgeldkonto vor. Auch eine Art Papamonat und einen Bonus für Eltern, die sich die Karenz annähernd gleich teilen, soll es geben. Ziel ist es zusätzliche Anreize für partnerschaftliche Teilung zu schaffen. Die österreichische Elternkarenzpolitik ist damit wieder im Umbau und Geschlechtergerechtigkeit ganz oben auf der Prioritätenliste. Zeit sich die Frage zu stellen, wie andere Länder ihre Karenzmodelle in Bezug auf partnerschaftliche Arbeitsaufteilung umsetzen und wie sich Österreich hier im internationalen Vergleich einordnet. weiterlesen

Trend zur kürzeren Karenzzeiten von Frauen

Österreich gehört im europäischen Vergleich zu den Ländern mit traditionell sehr langen Karenzzeiten von Frauen und einer geringen Väterbeteiligung. Die Ergebnisse des AK-Wiedereinstiegsmonitoring (WiMon) 2015 zeigen nun, dass die Reformen im Karenzrecht seit 2008 wirken. Unterstützt durch Verbesserungen bei der Kinderbetreuung und den arbeitsmarktpolitischen Angeboten für Wiedereinsteigerinnen haben sich die Wiedereinstiegschancen von Frauen verbessert. Auch die partnerschaftliche Teilung bei der Karenz nimmt zu. Jetzt gilt es anknüpfend an diese positiven Trends weitere Reformschritte in Richtung Gleichstellung umzusetzen. weiterlesen
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