Gierflation: Wer sind die Gewinner:innen und Verlierer:innen der Inflation?

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union weisen nie dagewesene Inflationsraten auf. In Deutschland hat sie mit 11 Prozent das zweistellige Niveau erreicht, Österreich liegt ebenfalls bei über 10 Prozent. Die EU-Bürger:innen sind mit einer Preisexplosion nicht nur bei der Energieversorgung, sondern auch in allen anderen Lebensbereichen wie beispielsweise bei Lebensmitteln konfrontiert. Gleichzeitig verzeichnen Unternehmen in bestimmten Sektoren satte Übergewinne. Da die Marktmechanismen in einer solchen Konstellation nicht mehr funktionieren, ist es die Aufgabe des Staates, ordnungspolitisch einzugreifen. weiterlesen

Teuerung trifft Frauen mit der Breitseite

Wir haben die höchste Inflation seit 1952. Im September 2022 wurde die 10-Prozent-Marke geknackt; es werden wohl weitere Preissteigerungen auf uns zukommen. Ganz besonders steigen die Preise für Güter des täglichen Bedarfs. Das trifft all jene, die wenig verdienen, mit voller Wucht – und damit Frauen besonders. Sie haben keine Möglichkeiten, diese Ausgaben einfach einzusparen. Zur Entlastung braucht es mehr als Einmalzahlungen: Es braucht inflationssenkende Maßnahmen, einen armutsfesten Sozialstaat und endlich einen Booster in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf. weiterlesen

Sozialhilfe: Leben am Limit – Teuerung verschärft soziale Notlagen!

Sozialhilfe bzw. Mindestsicherung wird in Österreich erst dann gewährt, wenn die vorgelagerten sozialen Sicherungssysteme versagt haben. Bezieher:innen leben daher zumeist am Rande der Gesellschaft und sind oftmals sozial ausgegrenzt. Die Höhe dieser sozialen Transferleistung liegt meilenweit unterhalb der Armutsschwelle. Im Schnitt erhalten Sozialhilfebezieher:innen lediglich 712 Euro pro Monat. Die derzeitige Teuerung verschärft diese extreme Armut noch weiter. Es gilt daher, nachhaltig zu helfen und den Sozialstaat gerade in Krisenzeiten zu stärken. weiterlesen

Inflation steigt, Konjunktur fällt, Finanzierung fehlt. Zur neuen WIFO-Prognose

Die Wirtschaftsentwicklung übertrifft 2022 alle Erwartungen: Das WIFO setzt die Prognose für reales BIP (+4,8 Prozent), Warenexport und Industrieproduktion, allerdings auch für die Inflationsrate (8,3 Prozent) kräftig nach oben. Für 2023 ist mit einem markanten wirtschaftlichen Abschwung zu rechnen (BIP nur noch +0,2 Prozent), der in einer Rezession zu münden droht. Die anhaltend hohe Inflation bedeutet für viele Menschen Wohlstandseinschränkungen und teils akute Armutsgefährdung. Die Wirtschaftspolitik muss ihre verteilungspolitische Verantwortung wahrnehmen und Übergewinne und Vermögen begrenzen, um die Ungleichheit zu verringern. weiterlesen

Inflationsschutz und Wohlstandsteilhabe

Die Einkommenslage der lohnabhängig Beschäftigten ist düster. Die Teuerungswelle frisst nominelle Einkommenszuwächse weg. Dabei gab es bereits in den letzten zwei Jahrzehnten unterm Strich kaum einen Kaufkraftzuwachs bei den Löhnen. Eine nachhaltige Kollektivvertragspolitik kombiniert mit preisdämpfenden und gewinnabschöpfenden Maßnahmen der Politik ist der beste Inflationsschutz. weiterlesen

Eine Mieterhöhung im Jahr ist genug!

Pandemie und Krieg haben die Energiepreise drastisch erhöht. In der Folge ist die allgemeine Teuerung ist Österreich so hoch wie zuletzt in den 1970er Jahren. Das hat auch Auswirkungen auf die Mieten. Zinserhöhungen bei aufrechten Mietverträgen sind gesetzlich oder vertraglich häufig an einen fünfprozentigen Anstieg der Verbraucherpreise gebunden. Da die Inflation im Jahresvergleich zuletzt bereits bei über neun Prozent lag, drohen hunderttausenden Haushalten mehrere Mieterhöhungen im heurigen Jahr. weiterlesen

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