BetriebsrätInnen: Ambivalente Einschätzungen zu Kurzarbeit und Homeoffice

Mit der Corona-Kurzarbeit konnten auf breiter Ebene Arbeitsplätze gesichert werden. Das Homeoffice entpuppte sich als innovative Arbeitsform, die aller Voraussicht nach über die Pandemie hinaus Beständigkeit entwickeln wird. Konkret und in der Praxis führen die beiden sozialen Innovationen zu ambivalenten Begleiterscheinungen oder Nebenwirkungen, die interessenpolitisch bedeutsam sind. Dies ist jedenfalls das Ergebnis der aktuellen ISW-Betriebsrätebefragung, einer Erhebung unter den Betriebsratsvorsitzenden Oberösterreichs, die von Dezember 2020 bis Jänner 2021 durchgeführt wurde. weiterlesen

Digitaler Wandel darf nicht zu digitaler Krise werden

Die COVID-19-Krise hat der Digitalisierung der Arbeitswelt einen Schub gegeben. In Österreich arbeitet jede bzw. jeder Fünfte in der Krise erstmals im Homeoffice. Viele Organisationen mussten ihre Prozesse rasant umstellen. Arbeiten auf/in der „Cloud“ ist nicht mehr Science-Fiction, sondern für viele mittlerweile Arbeitsalltag. Auch bei Tätigkeiten, die normalerweise keine Arbeit am Computer erfordern (z. B. im Sozialbereich) erfolgen administrative Schritte wie Zeiterfassung oder Urlaubsanträge nun auf digitalem Weg. Damit kann der Arbeitsalltag für viele zwar einigermaßen aufrechterhalten werden, diese Entwicklungen schaffen aber auch neue Hürden. Damit Digitalisierung eine positive Rolle als Treiberin des Strukturwandels in Arbeit und Wirtschaft einnehmen kann, braucht es politische Debatten und den Willen zur Gestaltung. weiterlesen

Neue Regeln für die Arbeit im Homeoffice

Im Zuge der COVID-19-Krise hat die Arbeit im Homeoffice auch in Österreich massive Verbreitung erfahren und stellt nun bei Weitem kein Randphänomen mehr dar. Bisher existierten allerdings kaum spezielle rechtliche Regelungen für die Arbeit in der eigenen Wohnung. Nun einigten sich die Sozialpartnerorganisationen nach Verhandlungen mit der Bundesregierung auf neue gesetzliche Bestimmungen. Diese sollen Homeoffice auch nach dem Ende der Pandemie auf eine fairere Weise als bislang ermöglichen. weiterlesen

Kosten, Kostenersatz und Steuer im Homeoffice: Wie schauen die neuen Regeln aus?

Vor COVID war das Arbeiten von der eigenen Wohnung aus ein Nischenthema, 2020 wurde es zum Massenphänomen. Es ist davon auszugehen, dass es auch in Zukunft weitere Verbreitung finden wird. Damit steigt die Notwendigkeit, dass die damit verbundenen Kosten auch steuerlich abgebildet werden. Zwar sind grundsätzlich Aufwendungen für Arbeitsmittel steuerlich abzugsfähig bzw. die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel nicht steuerbar. Beim Thema Homeoffice weisen diese Prinzipien aber große Lücken auf. Die neuen Regelungen auf Basis der Sozialpartnereinigung schaffen nun Abhilfe. weiterlesen

Homeoffice – Flexibilisierung und Modernisierung, aber um welchen Preis?

Kaum ein anderes arbeitsrechtliches Instrument hat in der Coronakrise eine derartige Renaissance erlebt, wie das Homeoffice.

Während die „Heimarbeit“ in der eigenen Wohnung zur Herstellung, Bearbeitung, Verarbeitung und Verpackung von Waren als klassische ArbeiterInnentätigkeit schon seit den 1960er Jahren im Heimarbeitsgesetz verankert ist, blieb das aktuell vor allem für Angestellte relevante „Homeoffice“, wie es heute gelebt wird, bisher weitestgehend ungeregelt. Der in der österreichischen Arbeitswelt tief verwurzelte Hang zum Präsentismus äußerte sich auch in der Inanspruchnahme des Homeoffice in der Praxis: noch vor Beginn der Pandemie bewegte sich der Anteil der unselbstständig Beschäftigten, die regelmäßig von zu Hause arbeiteten, durchschnittlich im einstelligen Prozentbereich.

Die Motivation des Gesetzgebers, das Homeoffice praxistauglich zu regeln und damit klare arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, hielt sich dementsprechend in Grenzen. weiterlesen

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