Homeoffice – Flexibilisierung und Modernisierung, aber um welchen Preis?

Kaum ein anderes arbeitsrechtliches Instrument hat in der Coronakrise eine derartige Renaissance erlebt, wie das Homeoffice.

Während die „Heimarbeit“ in der eigenen Wohnung zur Herstellung, Bearbeitung, Verarbeitung und Verpackung von Waren als klassische ArbeiterInnentätigkeit schon seit den 1960er Jahren im Heimarbeitsgesetz verankert ist, blieb das aktuell vor allem für Angestellte relevante „Homeoffice“, wie es heute gelebt wird, bisher weitestgehend ungeregelt. Der in der österreichischen Arbeitswelt tief verwurzelte Hang zum Präsentismus äußerte sich auch in der Inanspruchnahme des Homeoffice in der Praxis: noch vor Beginn der Pandemie bewegte sich der Anteil der unselbstständig Beschäftigten, die regelmäßig von zu Hause arbeiteten, durchschnittlich im einstelligen Prozentbereich.

Die Motivation des Gesetzgebers, das Homeoffice praxistauglich zu regeln und damit klare arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, hielt sich dementsprechend in Grenzen. weiterlesen

Homeoffice: Gekommen, um zu bleiben?

In der ersten Phase der COVID-19-Pandemie hat sich das Arbeiten im Homeoffice zum Massenphänomen entwickelt. Arbeiteten einer Erhebung von Eurostat zufolge im Jahr 2019 noch lediglich 5,8 Prozent der ArbeitnehmerInnen regelmäßig von der eigenen Wohnung aus, stieg dieser Anteil mit dem ersten Lockdown in Frühjahr 2020 auf über 40 Prozent an. Derzeit sieht es danach aus, als ob Homeoffice auch nach der Krise in verstärktem Maße erhalten bleiben würde. Für die ArbeitnehmerInnen birgt das Chancen, aber auch Risiken. Klare Regeln fehlen oft. Dass es diese braucht, legen auch die Ergebnisse einer von IFES im Auftrag der AK durchgeführten Befragung im April und im Oktober nahe. weiterlesen

COVID-19 in der Arbeitswelt – eine Zwischenbilanz, Teil II: Arbeits- und sozialrechtliche Maßnahmen

Ab März 2020 wurde auch Österreich vom neuartigen COVID-19-Virus erfasst. Rasch wurden strikte (gesundheits-)politische und juristische Maßnahmen (weitreichende Betretungsverbote, „Lockdown“, Schulschließungen etc.) getroffen. Neben der unter maßgeblicher Beteiligung der Sozialpartner geschaffenen COVID-19-Kurzarbeit kam es zudem zu einer Reihe arbeits- und sozialrechtlicher Änderungen. Eine Zwischenbilanz. weiterlesen

Wie wirken betriebliche Rahmenbedingungen auf den Arbeitseinsatz der Arbeitnehmer*innen?

Ein schneller Blick in die E-Mails, ein kurzer Anruf bei der Kollegin – und all das in der Freizeit. Auch der Urlaub wird lieber nicht verbraucht, da die anstehenden Aufgaben nur von einem selbst erledigt werden können. Sogar krank arbeiten zu gehen ist für die Mehrheit nichts Ungewöhnliches. Dieser Beitrag präsentiert auf Basis der Ergebnisse einer Studie, wie sich die Entgrenzung der Arbeit auf die Neigung zur Mehrleistung durch Erwerbstätige auswirkt. Die Analyse zeigt, dass die betrieblichen Rahmenbedingungen, unter denen gearbeitet wird, maßgeblich dafür verantwortlich sind, wie intensiv die Erwerbstätigen bereit sind, ihren Arbeitseinsatz zu steigern. weiterlesen

Was bleibt vom Homeoffice? Wie eine Win-win-Situation gelingen kann

Mitte März empfahl die Bundesregierung als eine der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, nach Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. Homeoffice wurde schlagartig zu einer weit verbreiteten Form des Arbeitens. Mittlerweile ziehen viele Firmen die Sondervereinbarungen zu Homeoffice zurück und holen MitarbeiterInnen aus Sorge vor dem Verlust von Kontrolle und Kommunikation an den Standort. Dabei kann die Integration von Homeoffice-Vereinbarungen neben der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten zum Erfolg eines Unternehmens beitragen, wenn sie richtig umgesetzt wird. weiterlesen

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