Armutsgefährdung neu gerechnet – was ein Blick auf die Referenzbudgets zeigt

Der starke Anstieg der Preise in den letzten Monaten hat es für sehr viele Menschen schwer gemacht, ihr tägliches Leben zu bestreiten. Darunter sind mittlerweile auch viele, die formell nicht als armutsgefährdet gelten. Die Daten zur Armutsmessung aus der Statistik der EU über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) haben hier einen blinden Fleck: Sie zeigen in erster Linie die Verteilung der Haushaltseinkommen. Aufschluss über die Kosten der Lebenserhaltung geben sie kaum. Eine aktuelle Sonderauswertung von Statistik Austria im Auftrag der Arbeiterkammer zu den notwendigen Ausgaben laut Referenzbudgets zeigt, dass die Zahl der Armutsgefährdeten aus der Ausgabenperspektive weit höher ist, als die konventionelle Berechnung ausweist. weiterlesen

Erwerbsarmut und finanzielle Abhängigkeit in Paarhaushalten

In Österreichs Paarhaushalten haben erwerbstätige Frauen, gemessen an ihrem Einkommen, ein höheres Risiko, in Armut abzurutschen, als erwerbstätige Männer. Insbesondere Mütter sind häufig auf das Einkommen ihres Partners angewiesen, um nicht armutsgefährdet zu sein. Doch warum wissen wir bisher nur wenig über individuelle Erwerbsarmutsrisiken bei Paaren und wie diese zwischen den Geschlechtern verteilt sind? Welche weitreichenden Folgen hat das Phänomen insbesondere für Frauen und inwiefern kann allgemeine Arbeitszeitverkürzung ein Lösungsansatz sein? weiterlesen

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