Gleichstellung beginnt in der Schule – eine Analyse des neuen Erlasses

Wer Gleichstellung erreichen will, muss insbesondere auch in der Schule ansetzen. Das Unterrichtsprinzip zur Gleichstellung versuchte dem Rechnung zu tragen, wurde aber von der türkis-blauen Bundesregierung im Zuge der Rechtsbereinigung veralteter Erlässe aufgehoben. Dies wurde damals medial kritisiert. Ende Oktober 2018 folgte dem der Grundsatzerlass „Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung“. Prinzipiell erscheint es sinnvoll, das aus dem Jahr 1995 stammende Unterrichtsprinzip „Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern“ zu überarbeiten und an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen. Genau wie in der Reform des Gleichbehandlungsrechts 2004, in der weitere Diskriminierungsmerkmale wie ethnische Herkunft, Religion und Weltanschauung, Alter und sexuelle Orientierung aufgenommen wurden, sind auch im Erlass diese Bereiche abgebildet. weiterlesen

Veränderung der Verhältnisse für Frauen am Arbeitsmarkt stark gebremst

Die ungleiche Einkommensverteilung zwischen Frauen und Männern spiegelt sich klarerweise auch im Arbeitslosengeld wider. Ein wesentlicher Grund dafür ist der hohe Anteil von Frauen in Teilzeitarbeit. Arbeitslose Frauen sind in Österreich zu 90 Prozent nicht armutsfest abgesichert. Das erhöht in der Arbeitslosigkeit den Druck auf sie, erneut Teilzeitarbeit anzunehmen. Dass nun die garantierten 50 Prozent des AMS-Förderbudget für Frauenförderung (Gender Budgeting) aufgegeben wurden, ist völlig unsachlich und unverständlich. weiterlesen

Klassenkampf: Nebenwiderspruch von links

Wenn der Klassenkampf von oben mit größerer Brutalität geführt wird, droht der „Nebenwiderspruch“ Geschlecht wieder an den Rand gedrängt zu werden. Dabei lässt sich das eine vom anderen gar nicht trennen. Die Struktur unserer Gesellschaft wird nämlich sowohl aus unterschiedlichen Klassen wie auch aus Geschlecht gewebt. Wer sie verändern will, muss an beiden Fäden ziehen. weiterlesen

Frauenvolksbegehren: Es ist Zeit, Neues zu wagen

Das Frauenvolksbegehren geht in die Endrunde. Ab heute können Bürger*innen ihre Stimmen abgeben, um sich für einen umfassenden gesellschaftlichen Wandel stark zu machen. Von 1. bis 8. Oktober kann mittels Handysignatur, Bürger*innenkarte oder an jedem Gemeindeamt Österreichs unterstützt werden. Schon eine Woche nach Beginn der Sammlung der Unterstützungserklärungen hatten über 100.000 Bürger*innen ihre Stimme für das Frauenvolksbegehren abgegeben, womit es formal erfolgreich ist und im Nationalrat behandelt werden muss. Um den neun Forderungen aber noch mehr politisches Gewicht zu verleihen, ist jede weitere Stimme von größter Bedeutung. weiterlesen

Re-Visiting betriebliche Frauenförderung

Ob es darum geht Mädchen für technische Berufe zu begeistern oder zu erfahren, wie es erfolgreiche Top-Managerinnen geschafft haben: Themen rund um Frauenförderung sind in allen Medien vertreten. Insbesondere in den 80er und 90er Jahren haben Programme zur Frauenförderung einen weiten Anklang gefunden. Aber was bedeutet betriebliche Frauenförderung heute? weiterlesen
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