Gesundheit ist keine Ware! Für eine öffentliche, solidarische und europäische Gesundheitsstrategie

Wer die Gesundheitspolitik bisher als neutrales Terrain betrachtet hat, auf dem sich die Medizin und andere Wissenschaften mit Expertisen überbieten und ideologische Differenzen keine Rolle spielen, wurde in den letzten Monaten Lügen gestraft. Die Corona-Krise zeigt: Unsere Gesundheit ist eine politische Angelegenheit. Betrachten wir Krankenhäuser als Unternehmen und Ärzt*innen als Dienstleister? Überlassen wir die Regulierung der Gesundheitssysteme der „unsichtbaren Hand des Marktes“? Diese Fragen gilt es nach der Pandemie mit all ihrer Dringlichkeit zu stellen. Und europäisch zu beantworten. weiterlesen

Österreichs Gesundheitssystem in der Corona-Krise und die Spitalsbettenproblematik

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Österreichs Gesundheitssystem eine schwierige Bewährungsprobe – bislang – bemerkenswert gut bestanden hat. Die in zahlreichen gesundheitsökonomischen Studien heftig kritisierte „Spitalslastigkeit“ des österreichischen Gesundheitssystems hat sich dabei tendenziell als Vorteil in Form eines breiter gespannten Sicherheitsnetzes erwiesen. weiterlesen

Zu wenig Gesundheitspersonal kann Ihre Gesundheit gefährden

Weltweit wurde heuer erstmals am 17. September der internationale Tag der Patientensicherheit begangen. Dies ist auch in Österreich relevant, da im Krankenhaus bzw. in Alten- und Pflegeheimen die Versorgungsqualität der Patienten/-innen aktuell leidet. Es besteht politischer Handlungsbedarf. Es muss endlich gelingen, ein sinnvolles Pflegekräfte-pro-Patienten-Verhältnis zu gewährleisten, um damit genügend Zeit für menschliche Kontakte, Pflege, Therapie und Betreuung zu schaffen. weiterlesen

Handlungsbedarf: Pflegereform in Österreich

Für die Umsetzung einer gelungenen, nachhaltigen Pflegereform darf Zeit nicht das erste Erfolgskriterium sein. Pflegende Angehörige sind derzeit die größte Gruppe in der Pflegelandschaft. Für sie, für die Pflegefachkräfte und nicht zuletzt für zu pflegende Personen braucht es ganzheitlich sinnvolle Lösungen. Die politischen Entscheidungsträger rund um den sogenannten „Masterplan“ haben sich die Aufgabenstellung allerdings ein wenig zu einfach vorgestellt. Die Verwobenheit der jeweiligen Zuständigkeiten, die Anzahl der Interessen und der Mitspieler bei Entscheidungsfindungen und das Ausmaß der Problemstellungen sorgen wohl für einige Überraschungen. Letztlich dreht sich alles um die Frage, wie eines der reichsten Länder der Erde mit seinen älteren und pflegebedürftigen Menschen umgeht und welche Ressourcen hier zur Verfügung gestellt werden. Die größten Herausforderungen liegen im Setting der Langzeitpflege und der mobilen Dienste, besonders wenn der Slogan „Mobil vor stationär“ endlich zum Leben erweckt werden soll. weiterlesen

Regionale Auswirkungen der Kassenzentralisierung – Entfernung der Krankenversicherung von den Patientinnen und Patienten

Im Mittelpunkt der Gesundheitsversorgung stehen die Patientin und der Patient. Ihre Bedürfnisse sind es, an denen sich das Gesundheitswesen orientieren muss. Dafür braucht es aber ein Naheverhältnis, das die zentralisierte Gesundheitskasse nicht bieten kann. Sowohl für die regionale Gesundheitsversorgung als auch die (Volks-)Wirtschaft sind negative Auswirkungen zu erwarten. weiterlesen

Von wegen Krankenstandsmissbrauch! Präsentismus ist das tatsächliche Problem in Österreich

„Volkssport Krankenstandsmissbrauch“, „Badewiese statt Backstube“, „Krankfeiern während der Kündigungsfrist“, „Ausgelassenes Federballspielen im Krankenstand“ oder ähnlich gelagerte Meldungen verunsachlichen den Diskurs über die Arbeitsunfähigkeit von Beschäftigten. Dabei zeigt die Entwicklung der krankheitsbedingten Fehlzeiten in Österreich einen rückläufigen Trend. weiterlesen
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