„Women only“: Sind Angebote nur für Frauen diskriminierend?

Männer und Frauen dürfen beim Zugang zu und der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen nicht diskriminiert werden. Das ist im konsumentInnenschutzrechtlichen Teil des Gleichbehandlungsgesetzes eindeutig geregelt. Gleichwohl gibt es immer wieder geschlechtsspezifische Angebote, Leistungen, Räumlichkeiten oder Kurse und Programme nur für Frauen bzw. nur für Männer, z. B. Frauenhäuser, Herrenclubs, Toiletten. Ist das nicht Diskriminierung? weiterlesen

Frauenvolksbegehren: Feminismus – Macht – Demokratie

Die Initiative „Frauenvolksbegehren“ hat im Jahr 2018 die Unterschriften von knapp 500.000 Menschen sammeln können. Sie hat dabei nicht nur politisches Gewicht erlangt, sondern darüber hinaus eine Generation junger Frauen und Männer mobilisiert und politisiert. Und das ausschließlich spendenfinanziert und von politischen Parteien unabhängig. Getragen wurde die Initiative von bestehenden Netzwerken und neu gegründeten Gruppen in ganz Österreich, in denen sich viele Frauen und einige Männer mit ganz unterschiedlichen sozialen Hintergründen und Lebenssituationen engagieren. Es war nicht immer leicht. Es gab wenig Budget und viel Kritik und Häme. Dennoch hat es funktioniert – mit persönlicher und politischer Hingabe, Sorge umeinander, Solidarität untereinander, Tränen und Leidenschaft. weiterlesen

Neue digitale Arbeitswelt, alte hierarchische Geschlechterverhältnisse

Grammatikalisch ist die Digitalisierung weiblich, aber da endet oft schon das Nachdenken über Gender-Aspekte zu diesem Thema. Obwohl die neue, digital organisierte Arbeitswelt oft geschlechtslos erscheint, wirken in ihr alte Mythen, Ausschlussmechanismen und Geschlechterhierarchien fort. Dies gilt für das Start-up-Ökosystem, in dem digitale Technologien und Prozesse entwickelt werden, die Segregation des Arbeitsmarktes, den Care-Sektor, die Gig Economy und selbst für Algorithmen. weiterlesen

Gender Wealth Gap: Frauen besitzen weniger Vermögen als Männer

Frauen besitzen in Österreich im Durchschnitt um 23 % weniger Nettovermögen als Männer. Dank erstmals zur Verfügung stehender Daten zum Vermögen von Einzelpersonen konnten wir geschlechtsspezifische Vermögensunterschiede innerhalb der Haushalte analysieren. Die Vermögenslücke - der Gender Wealth Gap - resultiert vor allem aus einer enormen Ungleichverteilung innerhalb der reichsten Haushalte. Diese Unterschiede sind nicht folgenlos: Nachdem Vermögen immer auch Macht bedeutet, sichert der männliche Vermögensvorsprung die privilegierte Position von Männern sowohl innerhalb des Haushalts als auch in der Gesellschaft insgesamt. Eine Umverteilung der Vermögen wäre damit ein wichtiger Beitrag zu einer geschlechtergerechteren Gesellschaft. weiterlesen

Equal Pay Day 2015: 82 Tage Gratisarbeit

Gäbe es zwischen Männern und Frauen im Schnitt eine gleiche Bezahlung, wäre am 31. Dezember "Equal Pay Day". In Österreich ist dieses Datum bei Vollzeitbeschäftigten 2015 aber bereits am 11. Oktober, um gerade mal einen Tag besser als im Vorjahr: mit Beginn dieses Tages müssen die Frauen bis zum Jahresende 82 Tage quasi „gratis“ arbeiten, um auf das Jahres-Einkommen der Männer zu kommen. Bezogen auf den Stundenlohn weist Österreich im internationalen Vergleich das zweithöchste Lohngefälle auf. weiterlesen
Themen
MENÜ