Ernteausfall: EU-Mittel bleiben liegen, Kosten werden sozialisiert

Die Wetterkapriolen der letzten Jahre schaden den Erträgen in der Landwirtschaft. Was tun, wenn der Regen in einer Region ausbleibt und in anderen Gegenden die Felder überflutet? Bangen und hoffen auf eine Entschädigung auf Kosten der Allgemeinheit? Oder doch selber vorsorgen? Ein solidarisches System in Form einer umfassenden Ernteversicherung könnte die Lösung sein. Je mehr Landwirte solche Risiken versichern, desto geringer die Kosten. Das EU-Agrarbudget stellt dafür Fördergelder zur Verfügung. Gut gemeint, doch Österreich holt die Gelder für die Ernteversicherung aus Brüssel nicht ab. Stattdessen werden die Bauern aus dem Budget entschädigt und die Kosten damit sozialisiert.

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Soziale Dienstleistungen im Ländlichen Raum – ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Nicht der große Sprung, aber ein wichtiger Schritt vorwärts: Erstmals seit dem Beitritt zur EU gibt es in Österreich finanziert der Fonds für ländliche Entwicklung (ELER) soziale Dienstleistungen. Zwar wurden nur drei Prozent der Mittel für diesen Zweck reserviert, dennoch gibt es damit endlich eine sozialpolitische Komponente in diesem Programm. Leistungen wie Kinderbetreuung, Pflege und Gesundheitsvorsorge sind nun strukturell verankert.

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