Die Hälfte der Welt und der Wirtschaftsdemokratie: mehr Frauen in Aufsichtsräte und Betriebsräte

Frauen an der Spitze der österreichischen Wirtschaft sind noch immer die Ausnahme. Zwar zeigt die Geschlechterquote von 30 Prozent Wirkung, die gesetzliche Regelung greift jedoch wegen des eng gefassten Geltungsbereichs – nur bestimmte große und börsennotierte Unternehmen fallen unter die Regelung – zu kurz. Maßgeblich beteiligt am Erfolg der Quote sind die Arbeitnehmervertreterinnen, die sogar über den gesetzlichen Erfordernissen repräsentiert sind. Und das, obwohl es häufig an einer fairen Repräsentanz von Frauen in den Organen der Belegschaftsvertretung – insbesondere im Betriebsratsvorsitz – mangelt. weiterlesen

Frauen-Energiearmut – eine energie- und sozialpolitische Gemengelage

In Zeiten der Klimakrise und der damit einhergehenden Energiewende rückt auch die Problematik der Energiearmut immer mehr in den öffentlichen und politischen Fokus. Haushalte, die nicht in der Lage sind, grundlegende Energiedienstleistungen wie Strom, Warmwasser oder Wärmeversorgung uneingeschränkt zu nutzen, müssen bei politischen Maßnahmen besonders mitbedacht werden, um niemanden zurückzulassen. Frauen sind dabei besonders gefährdet, von Energiearmut betroffen zu sein, weil sie zumeist über geringeres Einkommen verfügen, mehr Care-Arbeit leisten (müssen) und auch mit der Ressource Energie anders als Männer umgehen. weiterlesen

Frauenrechtskonvention: lange To-do-Liste für Österreich in Sachen Frauenrechte

Frauenrechte wurden hart erkämpft, sie sind aber immer noch nicht selbstverständlich. Dabei hat der Staat Österreich die UN-Frauenrechtskonvention bereits 1982 ratifiziert und sich damit verpflichtet, Frauen* in allen Lebensbereichen gleichzustellen. Inwieweit dieses Ziel erreicht wurde, hat 2019 ein hochkarätig besetztes Expert*innen-Komitee zum wiederholten Mal überprüft. Ganze 40 Handlungsempfehlungen zeigen: Die Republik hat ihre Hausaufgaben noch lange nicht gemacht. weiterlesen

Mind the gap – Gendergaps beim Arbeitslosengeld und bei der Notstandshilfe

Die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern wirkt sich nicht nur auf den Lohn und das Lebenseinkommen aus, sondern auch auf Versicherungs- und Sozialleistungen wie das Arbeitslosengeld und die Notstandshilfe. Darüber hinaus gab es bei der Notstandshilfe Regelungen, die vor allen für Frauen zu gravierenden Nachteilen führten: Lange Zeit wurde das Einkommen des Partners/der Partnerin bei der Berechnung der Notstandshilfe miteinbezogen. Diese Regelung wurde im Herbst 2017 abgeschafft. Nun liegt erstmals eine Bilanz vor, was sich seither verändert hat. weiterlesen

Gender Pay Gap: Erklärt ist nicht gerecht

In jeder Diskussion um den Gender Pay Gap kommt zuverlässig der Versuch einer Erklärung, warum der Einkommensnachteil der Frauen gerechtfertigt ist. Schließlich würden Frauen oft in Teilzeit arbeiten, hätten die falschen Berufe und wären weniger karriereorientiert. Aber: Nur weil etwas erklärt werden kann, ist es deswegen noch lange nicht gerecht. Schließlich ist es auch eine Erklärung, dass Frauen weniger verdienen, weil sie keine Männer sind – eine gute Begründung ist es allerdings nicht. weiterlesen

Erfolge der ÖGB-Mindestlohnpolitik

Die Beteiligung aller am wachsenden Wohlstand war und ist ein wichtiges Ziel der Gewerkschaften. Dabei wurden immer wieder Maßnahmen gesetzt, um die unteren Lohngruppen stärker anzuheben als die höheren. Gewerkschaftliche Mindestlohnpolitik zielt darauf ab, eine Lohnuntergrenze über möglichst alle Branchen und Beschäftigungsverhältnisse festzulegen. Die aktuelle Mindestlohnforderung liegt bei 1.700 Euro und wurde 2018 beim ÖGB-Kongress im Programm 2018–2023 festgeschrieben. Das Ziel von 1.500 Euro (14 mal im Jahr) wurde bereits umgesetzt. Das ist auch eine wichtige Maßnahme, um den Gender-Pay-Gap zu verringern. Die Entwicklung der kollektivvertraglichen Lohngruppen bestätigt die Wirksamkeit dieser Politik. weiterlesen
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