Gender Pay Gap: Erklärt ist nicht gerecht

In jeder Diskussion um den Gender Pay Gap kommt zuverlässig der Versuch einer Erklärung, warum der Einkommensnachteil der Frauen gerechtfertigt ist. Schließlich würden Frauen oft in Teilzeit arbeiten, hätten die falschen Berufe und wären weniger karriereorientiert. Aber: Nur weil etwas erklärt werden kann, ist es deswegen noch lange nicht gerecht. Schließlich ist es auch eine Erklärung, dass Frauen weniger verdienen, weil sie keine Männer sind – eine gute Begründung ist es allerdings nicht. weiterlesen

Erfolge der ÖGB-Mindestlohnpolitik

Die Beteiligung aller am wachsenden Wohlstand war und ist ein wichtiges Ziel der Gewerkschaften. Dabei wurden immer wieder Maßnahmen gesetzt, um die unteren Lohngruppen stärker anzuheben als die höheren. Gewerkschaftliche Mindestlohnpolitik zielt darauf ab, eine Lohnuntergrenze über möglichst alle Branchen und Beschäftigungsverhältnisse festzulegen. Die aktuelle Mindestlohnforderung liegt bei 1.700 Euro und wurde 2018 beim ÖGB-Kongress im Programm 2018–2023 festgeschrieben. Das Ziel von 1.500 Euro (14 mal im Jahr) wurde bereits umgesetzt. Das ist auch eine wichtige Maßnahme, um den Gender-Pay-Gap zu verringern. Die Entwicklung der kollektivvertraglichen Lohngruppen bestätigt die Wirksamkeit dieser Politik. weiterlesen

Abgabenentlastung von Geringverdienenden: Bereits budgetiert und bereit zur Umsetzung

Schon im Jänner 2019 hat die vergangene Bundesregierung die Entlastung der GeringverdienerInnen zur ersten Etappe ihrer Steuerreformpläne erklärt. Seitdem ist wenig passiert, und bis heute liegt kein konkreter Gesetzestext vor. Nachdem die Maßnahme bereits budgetiert ist und auch die Konjunktur einen nachfragepolitischen Impuls gut gebrauchen kann, wäre es Zeit, die Entlastung endlich in Angriff zu nehmen. Und zwar ohne finanzielle Beschneidung der Krankenversicherungsträger. weiterlesen

Der Roboter als Kollege: Beschäftigung in der „Bank 2025“

Der österreichische Bankensektor gerät durch die zunehmende Digitalisierung und wachsende Konkurrenz durch innovative Finanzdienstleister wie FinTechs oder RegTechs immer mehr unter Veränderungsdruck: Der vermehrte Einsatz digitaler Technik wirkt sich tiefgreifend auf die Organisationsformen der Arbeit aus. Neben den wachsenden Anforderungen an die Beschäftigten – mehrheitlich Frauen – erhöht sukzessiver Personalabbau die Belastung auf die verbliebene Belegschaft. Für einen nachhaltigen und fairen Wandel im Bankensektor braucht es gezielte Maßnahmen, um Beschäftigungsfähigkeit sicherzustellen, sowie strategische Um- und Aufbauqualifikation, die gleichstellungsfördernde Aspekte berücksichtigt. weiterlesen

Gesundheitsberufe sind weiblich – warum gute Arbeitsbedingungen bessere Lebensbedingungen für Frauen schaffen

Über die Geschlechterunterschiede in den Gesundheitsberufen und in der informellen Pflege kann man nur bei völliger Ignoranz hinwegsehen – Berufsangehörige und pflegende Angehörige sind klar überwiegend Frauen. Bessere Arbeitsbedingungen in den Gesundheitsberufen und Unterstützung für pflegende Angehörige verbessern insbesondere auch die Lebensbedingungen von Frauen. weiterlesen

Standortpolitik, die; weiblich

Gerne wird in Illustrierten und Fernsehsendungen Frauenpower als ein Standortfaktor gepriesen. Manche scheinen dabei aber immer noch an den Standort Küche zu denken. Die aktuelle Politik ist trotz der Absichtserklärungen, den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken, nur wenig geeignet, das Wissen und die Fertigkeiten von Frauen zur Geltung zu bringen. weiterlesen
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