„Prosit Neujahr“: Stopp für die Beschäftigungsaktion 20.000 – arbeitsmarktpolitisch wäre eine Fortführung sinnvoll und notwendig

Im Lichte der Neujahrs-Feierlichkeiten wäre es beinahe untergegangen, aber die neue Regierung hat zwei große Projekte mittels Umlaufbeschluss ruhend gestellt: Den Beschäftigungsbonus und die Beschäftigungsaktion 20.000 für ältere ArbeitnehmerInnen. Die Arbeitsmarktdaten entwickeln sich gut, die Beschäftigung steigt und die Arbeitslosigkeit geht zurück. Jedoch profitieren ältere ArbeitnehmerInnen nur kaum vom Aufschwung, besonders dann, wenn sie bereits länger als ein Jahr arbeitslos sind. Hier hat die Beschäftigungsaktion 20.000 angesetzt und auch bereits erste Erfolge eingefahren. Die Sistierung dieser Aktion ist derzeit aber ein arbeitsmarktpolitischer Fehltritt. weiterlesen

Berufliche Aus- und Weiterbildung: Förderung für Umstiege, Aufstiege und Absicherung

Dass berufliche Aus- und Weiterbildung eine wichtige Rolle für Arbeitsmarktpositionen und Berufsverläufe und -karrieren von Beschäftigten spielen, ist unumstritten. Um berufliche Aus- und Weiterbildung zu unterstützen, wurde in Österreich daher eine Reihe von Fördermaßnahmen geschaffen, darunter Fachkräftestipendium, Weiterbildungsgeld und Bildungsteilzeitgeld. Genauere Einblicke in die Umsetzung der Fördermaßnahmen aus der Perspektive von BezieherInnen dieser Förderungen waren bislang kaum vorhanden. Die Studie „BezieherInnen von Fachkräftestipendium, Weiterbildungsgeld und Bildungsteilzeitgeld“ stellt einen Schritt dar, diese Lücke füllen. Das Ergebnis grob skizziert: hohe Zufriedenheit, aber auch Stolpersteine auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss; ohne Fördermaßnahme aus finanziellen Gründen keine Möglichkeit der Teilnahme an einer Aus- oder Weiterbildung, aber trotz Fördermaßnahmen finanzielle Einschränkungen bis zur Armutsgefährdung; berufliche Um- und Aufstiege und Arbeitsplatzsicherung nach Ausbildungsabschluss. weiterlesen

Österreich – Weltmeister der Förderungen?

Föderalismusreformen und Förderungen haben eines gemeinsam: Es scheint eine nach oben offene Grenze für Einsparpotentiale zu geben. Erst neulich wurde Österreich in den Medien wieder als Förderungsweltmeister dargestellt, verknüpft mit der Forderung nach milliardenhohen Einsparungen. Solche Zahlenspiele sind nicht sinnvoll. Vielmehr braucht es Förderziele, eine Koordinierung der Förderungen zwischen den staatlichen Ebenen und periodische Evaluierungen. weiterlesen

Wer finanziert die Energiewende?

Energie ist in letzter Zeit wieder ein - durchaus kontroversiell diskutiertes - Thema. Sind die Kosten zu hoch? Gefährden diese den Industriestandort? Die Frage stellt sich, wer am effizientesten seine Interessen absichern kann. Energie macht im Vergleich mit anderen Kosten nur einen überschaubaren Anteil aus und ist zudem stark branchenabhängig. Tatsache ist, dass sich Europa intensiver mit dem Thema Energieeffizienz auseinandersetzen muss. Aufgrund klimapolitischer Zielvorgaben und der Förderung erneuerbarer Energien ist die Energiewirtschaft weltweit in einer Umbruchphase. Die Frage stellt sich, wer die Kosten für die Energiewende tragen wird? weiterlesen
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