Wasser als sicherer Hafen für Finanzinvestoren

Finanzinvestoren haben sich seit den 2000er-Jahren zunehmend an privaten Wasserkonzernen beteiligt. Damit ging eine Veränderung in den Geschäftsmodellen einher, die sich am frühesten und deutlichsten in England zeigte. Dort wurden seit dem Einstieg der Finanzinvestoren fast alle erwirtschafteten Gewinne an AktionärInnen ausgeschüttet, während gleichzeitig die Verschuldung der Unternehmen anstieg.

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Die Politische Ökonomie der Einkommensverteilung: Ergebnisse für Österreich nach Branchen

Seit den 1980er Jahren kam es zu einem signifikanten Rückgang der Lohnquote, also des Lohnanteils am Bruttoinlandsprodukt, sowohl in den entwickelten als auch in den Entwicklungsländern. In unserer aktuellen Studie  untersuchen wir die Ursachen dieses Rückgangs anhand von Branchendaten aus unterschiedlichen OECD-Ländern, wobei für Österreich eine vertiefende Analyse erfolgt. Unsere Ergebnisse zeigen einen starken Einfluss politischer und machtbedingter Faktoren und stützen somit Erklärungsansätze, die eine starke polit-ökonomische Dimension aufweisen. Der Fall der Lohnquote wurde maßgeblich vom Rückgang der Verhandlungsmacht der ArbeitnehmerInnen befördert, insbesondere vom sinkenden gewerkschaftlichen Organisationsgrad.

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Von der Planwirtschaft zum Finanzmarkt? Die Frage nach dem richtigen Fördermodell für Strom aus erneuerbaren Energieträgern

Obwohl die Ausbauziele (über-)erfüllt wurden, wird in Deutschland die Kritik an der so genannten „Energiewende“ immer lauter. Angesichts der hohen und stetig steigenden Kosten für die privaten Haushalte ist dies kaum eine Überraschung. Als Alternative wird von  Teilen der E-Wirtschaft bzw. ihr nahestehenden Instituten gerne das so genannte Quotenmodell beworben. Doch ist das Finanzmarkt-Modell eines „Grünstrom-Zertifikatemarkts“ tatsächlich eine sinnvolle Option oder gibt es einen dritten Weg?

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