Lehrlinge wollen in den Tourismus – werden dort aber wieder vergrault

Bauberufe, Metall- und Elektroberufe oder Tourismus – das sind die Lehrberufsgruppen, für die sich besonders viele Jugendliche ganz bewusst entscheiden. Eine Sonderauswertung des vierten Lehrlingsmonitors von AK, ÖGJ und ÖGB hat gezeigt, dass gerade in diesen drei Lehrberufsgruppen zwischen 34 Prozent und 38 Prozent der Jugendlichen ihren Wunschberuf gefunden haben. Im Vergleich zum Gesamtdurchschnitt von 31 Prozent sehr gute Werte. Nur unterdurchschnittlich schneiden im Vergleich die Büroberufe ab (26 Prozent), während Lehrberufe im Handel und Verkehr nur für 17 Prozent der Befragten auch den Wunschlehrberuf darstellen. weiterlesen

Überlastungsmeldung als Instrument für betriebliche Interessenvertretung

Volle Auftragsbücher, aber keine Fachkräfte. Viele Patienten/-innen, aber keine Pflegekräfte. Gute Hotelauslastung, aber kein Personal. Diese oder ähnliche Meldungen kann man aktuell beinahe täglich in den Zeitungen lesen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Tatsache ist, dass viele Beschäftigte ihrem Betrieb bzw. ihrer Branche im Zuge der Corona-Pandemie den Rücken zugewandt haben. Die Verbliebenen müssen die Personalknappheit nun abfedern. Um Überlastungen zeitgerecht zu erkennen und reagieren zu können, braucht es ein zielgerichtetes Vorgehen. Richtig eingesetzt kann hier eine Überlastungsmeldung helfen. weiterlesen

Stille Reserve – ungenütztes Arbeitskräftepotenzial von bis zu 155.000 Personen

Arbeitslosigkeit wird in Österreich, aber auch international unterschätzt. Ein beachtlicher Teil an erwerbslosen Menschen, die arbeiten wollen, aber nicht auf der Suche sind, zählen zur sogenannten „Stillen Reserve“. Dieser Gruppe gehören in Österreich zwischen 100.000 und 155.000 Personen an. Würden sie in die Arbeitslosenquote miteingerechnet werden, stiege diese um bis zu 3,2 Prozentpunkte. Ein Verständnis der Struktur und der Eigenschaften der Stillen Reserve ist notwendig, um wirksame arbeitsmarktpolitische Maßnahmen setzen und ihr enormes Potenzial in Zeiten eines angeblichen „Fachkräftemangels“ nutzen zu können. weiterlesen

Mehr Frauen in die Digitalisierung – aber wie?

Noch immer sind Frauen in technologisch-digitalen Branchen unterrepräsentiert. Um dem akuten Fachkräftemangel auf diesem Sektor entgegenzuwirken, braucht es Lösungsansätze, die sich vor allem auf die Anforderungen von Mädchen und Frauen konzentrieren, um die weiblichen Arbeitnehmerinnen stärker in die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten im IT-Sektor einzubinden. Dabei wurden bislang AHS-Schulabgängerinnen mit direktem Berufswunsch und Frauen, die sich nach Lehrabschluss umorientieren möchten, vernachlässigt. Einen Lösungsansatz bietet die Kombination von Ausbildung und Praxiserprobung. weiterlesen

Arbeitskräftemangel in der Gastronomie, hausgemacht?

Der von Branchenvertretern/-innen immer wieder beklagte Arbeitskräftemangel in Gastronomie und Hotellerie ist vor allem hausgemacht. Strukturelle Mängel und Problemlagen der Branche warten auf dringende Lösungen: Die Löhne und Gehälter in der Branche liegen ebenso wie die Arbeitszufriedenheit weit unter den Werten anderer Branchen. Bei Verstößen gegen das Arbeitsrecht ist die Gastrobranche Spitzenreiterin. weiterlesen

Kräftigen Aufschwung für Strukturwandel und bessere Jobs nutzen. Zur neuen WIFO-Prognose

Das WIFO erwartet für 2022 einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts um +5,2 Prozent, etwas mehr, als noch im Oktober erwartet. Die Produktion in der heimischen Industrie hat das Vorkrisenniveau längst übertroffen und überflügelt auch jenes der deutschen Industrie bei Weitem. Sorgenkinder bleiben Hotellerie und Gastronomie, doch ihr Anteil an der Wertschöpfung und der Beschäftigung ist vergleichsweise gering. Die Höhe der Inflationsrate mit über 4 Prozent in den Wintermonaten und im Jahresdurchschnitt 2022 von 3,3 Prozent dürfte sich als vorübergehendes Phänomen erweisen. weiterlesen

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