Pflege: Der Umgang mit den „Held*innen der Krise“

Im Frühjahr 2020 rückte die Corona-Krise Pflegende ins Zentrum der Aufmerksamkeit und machte die Wichtigkeit einer Berufsgruppe für die Gesellschaft sichtbar. Gleichzeitig verdeutlichte sich das Problem schwindender Personalressourcen. Bis zum Jahr 2030 wird der Pflegepersonalbedarf zusätzlich um rund 76.000 Personen steigen. Demgegenüber steht das geringe Interesse junger Menschen, in Pflegeberufen zu arbeiten, vor allem aufgrund der bestehenden Arbeitsbedingungen und Gehälter. Die Personalknappheit wird sich in naher Zukunft also noch verschärfen und macht eine Pflegereform dringend notwendig. Anstatt Arbeitsbedingungen für Pflegende und Strukturen für Pflegebedürftige nachhaltig zu verbessern, wird vom Wirtschaftsministerium die Einführung einer Pflegelehre forciert. Inwieweit ein weiterer Ausbildungsweg den eklatanten Pflegepersonalmangel beseitigt, erschließt sich jedoch nicht. Denn ohne Änderung von Rahmenbedingungen wird der gewünschte Ansturm auf die Pflegelehre ausbleiben. weiterlesen

Erfolgsstory Fachhochschule in der Zwickmühle

Fachhochschulen bilden seit 25 Jahren erfolgreich Fach- und Führungskräfte aus. Der Sektor soll gute Aus- und Weiterbildung anbieten, wird aber seit Jahren kurzgehalten und vertröstet, was die Finanzierung betrifft. Das führt geradewegs in die Zwickmühle: Einerseits wird eine steigende Qualität in Lehre und Service erwartet, andererseits werden die bereitgestellten Mittel seit Jahren nicht angepasst. Dass das auf Dauer nicht funktionieren kann, leuchtet wohl ein. Nicht aber dem Finanz- und dem Wissenschaftsminister. weiterlesen

Arbeitsmarktpolitik im Regierungsprogramm: Widersprüche zweier Welten

Das Kapitel Arbeit des Regierungsprogramms hat einige positive Ansätze, aber es tun sich auch Widersprüche auf, die einer vernünftigen Arbeitsmarktpolitik im Wege stehen. Gibt es kein zusätzliches AMS-Budget, um die positiven Ansätze zu realisieren, bleiben die Widersprüche über. Angesichts des Konjunkturabschwungs und steigender Arbeitslosigkeit braucht es hier ein rasches Handeln und ein Umdenken beim Thema Fachkräfte. weiterlesen

Sozialbereich am Rand des Abgrunds

In der öffentlichen Diskussion spielt der Sozialbereich eine wichtige Rolle. Die Debatte über die Finanzierung der Pflege und der behauptete Fachkräftemangel haben dem Thema noch zusätzlichen Auftrieb verliehen. Gleichzeitig sind die politisch Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene seit Jahren säumig, etwas gegen die tatsächlichen Probleme in der Branche zu tun – die unterdurchschnittlichen Arbeitsbedingungen. weiterlesen

Die „unsichtbare“ Qualität der Langzeitpflege

Österreich braucht viele neue MitarbeiterInnen in der Langzeitpflege. Doch warum soll man in diesem Bereich arbeiten? Tatsächlich werden nicht für die gesamte Pflegeleistung Ressourcen bereitgestellt, weil ein bedeutender Teil der Pflege „unsichtbar“ ist. Das stellt eine wesentliche Ursache für viele der bekannten Arbeitsbelastungen in der Langzeitpflege und die mangelnde Attraktivität des Sektors dar. Mehr Augenmerk auf Kommunikation und Beziehung in der Finanzierung und der Bemessung des Personalbedarfs kann wirksam gegen den Fachkräftemangel sein. weiterlesen
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