Human Rights Due Diligence – ein Tool für Unternehmensverantwortung

Wenn europäische Unternehmen in Ländern produzieren lassen, in denen aufgrund mangelnder Sicherheitsvorkehrungen Fabrikbrände ausbrechen (Fall Ali Enterprise in Karachi/Pakistan), wenn einsturzgefährdete Gebäude Arbeiter_innen begraben, weil sie trotz Einsturzgefahr in der Fabrik arbeiten (Fall Rana Plaza in Bangladesch), wenn Gewerkschaftsaktivist_innen bedroht oder sogar getötet werden (Fall Cicolac/Nestlé in Kolumbien), wenn ganze Bevölkerungsgruppen ihrer Lebensgrundlage beraubt werden, um ein Staudammprojekt zu realisieren und österreichische Unternehmen zuliefern (Fall ANDRITZ Hydro GmbH in Brasilien), wenn Menschen durch Agrarinvestitionen vertrieben werden (Fall Kaweri Coffee Plantation/Neumann Kaffee Gruppe in Uganda) oder wenn Gesundheitsschädigungen durch den Einsatz giftiger Chemikalien hervorgerufen werden, stellt sich die Frage nach der Verantwortung von Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen.

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Unternehmensverantwortung? CSR? War da was?

Knapp nach der Jahrtausendwende, im März 2000, steht das soziale Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen (CSR) erstmals auf der Agenda des Europäischen Rats. Das Mittel der Wahl sind Best Practices in Bereichen wie lebenslanges Lernen, Arbeitsorganisation u.a. Einmal von den Pionieren inspiriert, würden sich wohl genügend Nachahmer finden, die ebenfalls den Pfad der Tugend einschlagen wollen.

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