Arbeiten oder Erben – was führt zu Reichtum?

Vor einem Jahr erschien eine Studie des WU-Forschungsinstituts INEQ und der AK Wien, die sich mit den Einflüssen erhaltener Erbschaften auf die Vermögensverteilung beschäftigt. Dabei stellt sich die Frage, ob Vermögen durch erwirtschaftetes Einkommen oder durch Erbschaften aufgebaut wird? Die Studie zeigt, dass Österreich zu jenen Ländern der Eurozone gehört, in denen das Erben einen maßgebenden Einfluss auf die Vermögensbildung nimmt.

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Fehlende Erbschaftssteuer in Österreich – eine eklatante Ungerechtigkeit

Vor zehn Jahren wurde in Österreich die Abschaffung der Erbschaftssteuer eingeleitet, seither schwelt die Debatte über ihre Wiedereinführung. Kaum ein Argument der GegnerInnen hält einer inhaltlichen Prüfung stand. Dennoch ist die Diskussion in der Gesellschaft ambivalent, weil es dabei auch um Ängste und Werte geht. Heute sind die Voraussetzungen für eine neue Erbschaftssteuer in dem Sinn besser, als die Datenlage in Bezug auf das Erbvolumen und seine Verteilung massiv verbessert wurde, sich die Wissenschaft eindeutig äußert und neue Modelle, etwa in Bezug auf die Zweckbindung des Aufkommens für Pflege, entwickelt wurden. Dennoch verhindert die gesellschaftliche Macht der Vermögenden das wirtschaftlich und sozial Vernünftige.

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Erbschaften in Österreich: Wer viel verdient, bekommt am meisten

Private Vermögen sind weitaus ungleicher verteilt als verfügbare Haushaltseinkommen. Dies zeigt sich darin, dass sehr wenige Menschen sehr viel Nettovermögen (Vermögenswerte minus Verbindlichkeiten) besitzen. Welche Rolle spielen Erbschaften und Schenkungen (Vermögenstransfers) für die Vermögensposition der Haushalte und für die Vermögensungleichheit im Euroraum?

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Mit Erbschaften ins Top-1% der Eurozone

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der internationalen Hilfsorganisation Oxfam stieß auf große Resonanz: Die 62 reichsten Menschen der Erde besitzen etwa genauso viel Vermögen wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Diese neuen Zahlen und vor allem das steigende Interesse an den „Superreichen“ stehen sinnbildlich für eine Frage, die viele Menschen in Europa betrifft: Welchen Beitrag kann das Arbeitseinkommen heute noch zum Vermögensaufbau leisten? Wie schaffen es Reiche überhaupt an die Spitze der Vermögensverteilung?

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Ist die Vermögensungleichheit in Österreich zu hoch?

ÖkonomInnen verstecken ihre subjektiven Wertungen bei Verteilungsfragen gern. Anstatt die eigenen Kriterien bei Fragen sozialer Gerechtigkeit offenzulegen, ideologisieren sie lieber heimlich. Der Gini-Koeffizient der Nettovermögensverteilung beträgt in Österreich 0,76. Dies scheint hoch zu sein, angesichts einer möglichen Spannbreite für den Wert zwischen 0 (Gleichverteilung) und 1 (absolute Ungleichverteilung). Doch ist ein hoher Gini-Koeffizient gut oder schlecht?

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Wie das Vermögen in Österreichs Haushalten verteilt ist

Vermögen ist in Österreich ungleich verteilt. Privathaushalte unterscheiden sich nicht nur in Bezug darauf, wie viel sie insgesamt besitzen, sondern auch, wie sich ihr Vermögen zusammensetzt (Guthaben auf Girokonten, Immobilien, Sparbücher, Fonds, etc.). Sie können in acht verschiedene Vermögenstypen eingeteilt werden. Und es zeigt sich: Ein Haushalt, der wenig hat, wird seltener erben als ein vermögender Haushalt. Umgekehrt: Unter jenen Haushalten, die bereits vermögend sind, bekommen bis zu 90 Prozent ein Erbe oder eine Schenkung.

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Spielen soziale Klassen eine Rolle bei der Vermögensbildung?

hofmanGibt es überhaupt noch soziale Klassen oder doch nur Milieus und Lebensstile? Gerade am Beispiel der Vermögen in Österreich sind Klassenlagen deutlich erkennbar. In unserem Artikel arbeiten wir mit den österreichischen HFCS-Daten und analysieren die Ungleichheitsstrukturen in der Bevölkerung. Zwar finden sich in den Klassenlagen teilweise fließende Übergänge zwischen den niedrigeren, mittleren und oberen Segmenten, gleichzeitig treten jedoch markante Grenzen zwischen den einzelnen Klassenlagen hervor – eine breite Mittelschicht wie bei den Einkommen lässt sich bei den Vermögen nicht finden.

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Warum es soziale Mobilität in der Realität kaum gibt

Soziale Mobilität beschreibt gesellschaftlichen Auf- und Abstieg. In der Realität gibt es sie aber kaum. Dabei fügen sich zahlreiche Puzzleteile zusammen, z.B. die Vererbung von Bildungschancen, die Wirkung des früh erworbenen Habitus, die Ungleichverteilung von Erbschaften und sozialen Netzwerken. In Summe führen diese Faktoren dazu, dass der Traum, durch harte Arbeit reich zu werden, lediglich Stoff für die Filmindustrie bleibt.

 

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Piketty-Vermögenssteuer in Österreich?

MiriamREHM_kleinThomas Piketty präsentierte sein Buch „Capital in the 21st Century“ in der Arbeiterkammer. Zentrale Aussage: Die Ungleichheit steigt, daher sind Vermögenssteuern nicht nur eine Frage des ökonomischen Hausverstandes, sondern sichern unser demokratisches System. Der neue internationale Trend gehe auch in diese Richtung; das könne den Weg zurück zu einer ungleichen Verteilung wie vor dem Ersten Weltkrieg blockieren.

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Erbschaften in der Gesellschaft der Ungleichen

Lange wurde das Thema der sozialen Ungleichheit von Mainstream-ÖkonomInnen vernachlässigt. Doch Thomas Piketty hat in Capital in the 21. Century die Frage wieder in den Mittelpunkt gestellt. Die extreme Einkommens- und Vermögenskonzentration in den Händen einiger weniger ist nun unbestritten und ihre desaströsen Folgen werden breit diskutiert. In der neuen AK-Broschüre „Top-Vermögen und Einkommen in Österreich“ werden die wichtigsten Ergebnisse zur ungleichen Verteilung, zu Reichtum und Erbschaften anschaulich präsentiert. Piketty wird mit den darin enthaltenen Forderungen keine Probleme haben – im Gegenteil: Ausgehend von den gravierenden Problemen durch Vermögenskonzentration ist er in seinen wirtschaftspolitischen Forderungen radikaler.

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