Preissteigerungen und Energiearmut in Wien: ein Rückblick auf 2022

Das Jahr 2022 verzeichnete die höchste Teuerungsrate seit Jahrzehnten: Im Jahresdurchschnitt betrug die Inflation 8,6 Prozent. Preise für Güter des täglichen Verbrauchs waren also im Schnitt fast ein Zehntel teurer als im Vorjahr. Die Teuerung trifft jedoch nicht alle Haushalte und auch nicht alle Bundesländer gleich. Abgesehen von deutlichen Diskrepanzen in der Möglichkeit der selbstständigen finanziellen Abfederung verfügen Haushalte je nach Einkommen auch über verschiedene Konsummuster, die sie bei Preissteigerungen unterschiedlich vulnerabel machen. Wenn das verstärkt die Grundbedürfnisse Wohnen, Energie & Ernährung betrifft, kann die Teuerung zur existenziellen Bedrohung werden. weiterlesen

Gierflation: Wer sind die Gewinner:innen und Verlierer:innen der Inflation?

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union weisen nie dagewesene Inflationsraten auf. In Deutschland hat sie mit 11 Prozent das zweistellige Niveau erreicht, Österreich liegt ebenfalls bei über 10 Prozent. Die EU-Bürger:innen sind mit einer Preisexplosion nicht nur bei der Energieversorgung, sondern auch in allen anderen Lebensbereichen wie beispielsweise bei Lebensmitteln konfrontiert. Gleichzeitig verzeichnen Unternehmen in bestimmten Sektoren satte Übergewinne. Da die Marktmechanismen in einer solchen Konstellation nicht mehr funktionieren, ist es die Aufgabe des Staates, ordnungspolitisch einzugreifen. weiterlesen

Inflation steigt, Konjunktur fällt, Finanzierung fehlt. Zur neuen WIFO-Prognose

Die Wirtschaftsentwicklung übertrifft 2022 alle Erwartungen: Das WIFO setzt die Prognose für reales BIP (+4,8 Prozent), Warenexport und Industrieproduktion, allerdings auch für die Inflationsrate (8,3 Prozent) kräftig nach oben. Für 2023 ist mit einem markanten wirtschaftlichen Abschwung zu rechnen (BIP nur noch +0,2 Prozent), der in einer Rezession zu münden droht. Die anhaltend hohe Inflation bedeutet für viele Menschen Wohlstandseinschränkungen und teils akute Armutsgefährdung. Die Wirtschaftspolitik muss ihre verteilungspolitische Verantwortung wahrnehmen und Übergewinne und Vermögen begrenzen, um die Ungleichheit zu verringern. weiterlesen

Betriebliches Mobilitätsmanagement – ein Gebot der Stunde!

Angesichts der aktuell hohen Treibstoffpreise stellt Pendeln für viele Berufstätige eine große finanzielle – aber auch zeitliche und psychische – Belastung dar. Schließlich werden zwei Drittel der Arbeitswege hierzulande mit dem Pkw zurückgelegt. Dies verursacht gut ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Personenverkehrs in Österreich. Es ist also höchste Zeit, dass Unternehmen ihre Verantwortung wahrnehmen und konsequentes betriebliches Mobilitätsmanagement umsetzen. Eine dieser Maßnahmen können auch arbeitnehmer:innenfreundliche Homeoffice-Regelungen darstellen, wie ein aktuelles Fallbeispiel zeigt. weiterlesen

Marktversagen bei Energieversorgung: Die Preisregulierung für Haushalte ist längst überfällig

Österreichischen Haushalten droht wegen der Rekordpreise bei Strom und Gas ein schwieriger Herbst und Winter. Weil der Markt nicht funktioniert, muss der Staat eine leistbare Energieversorgung durch einen Preisdeckel sicherstellen. Grundsätzlich gilt: Die volkswirtschaftlichen Kosten des weitgehenden Fehlens von preisregulierenden Markteingriffen sind bereits jetzt enorm. Insbesondere Energiepreise stehen am Beginn der Wirkungskette eines Inflationsaufbaus, der sich kaskadenartig auf immer mehr Güter und Dienstleistungen ausbreitet. Marktgläubige Ökonom:innen und Politik verhindern noch, dass diese Spirale durchbrochen wird. Ein Energiepreisdeckel für Haushalte ist dabei eine der notwendigen preisregulierenden Maßnahmen. weiterlesen

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