Die türkis-grüne Energiepolitik im Zeichen der Corona-Krise

Die neue türkis-grüne Regierung ist mit dem Bekenntnis angetreten, Klimaschutz als Priorität ihrer Arbeit zu erklären. Angesichts des schweren Konjunktureinbruchs infolge der Corona-Pandemie und des damit verbundenen drastischen Anstiegs der Arbeitslosigkeit geht es nun darum, Konjunktur- und Klimapolitik gemeinsam zu denken. Eines der wichtigsten Handlungsfelder, um die Klimakrise zu bewältigen und die Konjunktur wiederzubeleben, ist die Energiepolitik. Die Steigerung der Energieeffizienz, der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Wärmewende sind große Stellschrauben, die es zur Dekarbonisierung des Energiesystems und zur Stabilisierung der Wirtschaft möglichst rasch zu justieren gilt. Aber enthält das Regierungsprogramm die erforderlichen Voraussetzungen, um diese notwendige Trendwende in der Energiepolitik bis 2030 so zu schaffen, dass damit auch die Konjunktur unterstützt wird? weiterlesen

Frauen-Energiearmut – eine energie- und sozialpolitische Gemengelage

In Zeiten der Klimakrise und der damit einhergehenden Energiewende rückt auch die Problematik der Energiearmut immer mehr in den öffentlichen und politischen Fokus. Haushalte, die nicht in der Lage sind, grundlegende Energiedienstleistungen wie Strom, Warmwasser oder Wärmeversorgung uneingeschränkt zu nutzen, müssen bei politischen Maßnahmen besonders mitbedacht werden, um niemanden zurückzulassen. Frauen sind dabei besonders gefährdet, von Energiearmut betroffen zu sein, weil sie zumeist über geringeres Einkommen verfügen, mehr Care-Arbeit leisten (müssen) und auch mit der Ressource Energie anders als Männer umgehen. weiterlesen

Und wie heizt du so? Was Kohle, Heizöl und Co. in Österreich für eine Rolle spielen.

In der Klima- und Energiepolitik spielt das Thema „Heizen“ eine wesentliche Rolle, insbesondere wenn Probleme der Klimakrise mit umwelterhaltenden Strategien bekämpft werden sollen. Fossile Brennstoffe geraten dabei besonders ins Visier der politischen Agenda. Um geeignete Ziele umweltfreundlicherer Alternativen zu entwickeln, muss man jedoch zuerst die Fragen stellen: Wie heizt Österreich eigentlich? Sind Kohle und Heizöl wirklich so ein großes Problem? Und wenn ja, wo muss ein Umstieg auf alternative Energieträger ermöglicht werden? Eine deskriptive Auswertung von Daten der Statistik Austria gibt Aufschluss über die Verteilung von Heizungssystemen und Energieträgern privater Haushalte in Österreich. weiterlesen

Umbau des Stromsektors braucht faire Lastenteilung

Der wissenschaftliche Konsens und die darauf beruhenden politischen Zielsetzungen – von den „Pariser Klimazielen“ über die Zielsetzungen im Rahmen der EU-Klima- und Energiepolitik 2030 bis zur österreichischen „#mission2030“ – erfordern den Umbau des gegenwärtigen Energie- und Wirtschaftssystems. Dazu sind massive und konzertierte Anstrengungen in zahlreichen Sektoren notwendig. Im Bereich der Stromerzeugung und -verteilung müsste der Ausbau erneuerbarer Energieträger weiter vorangetrieben und damit einhergehend auch die Netzinfrastruktur neu ausgerichtet werden. Dies macht hohe zusätzliche Investitionen notwendig. Wenn entsprechend der genannten Ziele dieser Umbau des Energiesystems vorangetrieben wird, stellt sich die Frage, wie die dafür notwendigen Mittel aufgebracht, die damit einhergehenden Lasten auf unterschiedliche Nachfragegruppen verteilt werden und ob diese Lastenverteilung fair ist. weiterlesen

„Grünes Gas“ – Die Ökologisierung von fossilem Erdgas?

Der Einsatz von Energie, um das moderne Leben aufrechtzuerhalten, war stets im Zentrum der Politik aller Länder. Während jedoch in den vergangenen Jahren der Ausbau der erneuerbaren Energien im Strombereich im Fokus stand und noch steht, wird die Diskussion zunehmend um die Bereiche Wärme (Prozess- und Raumwärme) und Verkehr erweitert. Gleichzeitig bietet grünes Gas eine Möglichkeit, den erneuerbaren Überschussstrom zu speichern und so die Versorgungslücke im Winter zu schließen. Doch was verbirgt sich hinter dem Marketingschlagworten „Greening the Gas“? weiterlesen

2030: Das Jahr, in dem nur mehr erneuerbarer Strom fließen soll

Für die Erreichung der klimapolitischen Ziele („Paris-Ziele“) ist neben der Steigerung der Energieeffizienz der Ausbau erneuerbarer Energie im Strombereich zentral. Die vergangene Regierung hat dabei als konkreten Zielwert „100 Prozent erneuerbarer Strom bis 2030“ definiert, es gleichzeitig aber verabsäumt, hier Maßnahmen zu setzen. Doch kann dieses Ziel überhaupt erreicht werden? Und wenn ja, was sind die zentralen Herausforderungen? weiterlesen
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