Eliten, Politik und Ungleichheit – ein Teufelskreis

Die Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen nimmt seit den 1970ern in den meisten wohlhabenderen Staaten zu. Einer der Gründe liegt in der Senkung der einkommens- und vermögensbezogenen Steuern. Während diese beiden Beobachtungen mittlerweile weitestgehend anerkannt werden, so sind die gesellschaftlichen Prozesse, die zu dieser Steuerpolitik geführt haben, bisher unterbeleuchtet. Studien und Umfragen sprechen dafür, dass ein Teufelskreis aus Elitenbildung, Einkommens- und Vermögenskonzentration und unterschiedlichen politischen Einflussmöglichkeiten hinter dieser Entwicklung steckt, den es zu durchbrechen gilt.

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Die strukturellen Aspekte der Ungleichheit

Offenbar glauben viele Politiker, dass sich das Thema Ungleichheit erledigt, sobald die Wirtschaft wieder wächst. Das dürfte sich als Illusion herausstellen. Denn die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat bereits zu tiefgehenden Veränderungen geführt – für die ein stärkeres Heilmittel benötigt wird.

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Attacke auf Piketty läuft ins Leere: Die Konzentration des Vermögens nimmt zu

MiriamREHM_kleinDie Konzentration des Vermögens steigt in der Nachkriegszeit zunehmend an, wie Thomas Piketty in seinem Buch Kapital im 21. Jahrhundert zeigt, das er am 4. Juli in Wien präsentiert. Die Financial Times versuchte Pikettys Zahlen in Zweifel zu ziehen; tatsächlich macht sie aber selbst gravierende Fehler in ihren Berechnungen. Pikettys Forderung ist aufrecht: Vermögenssteuern sind der richtige Weg.

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