Ernte aus dem Steuertopf: Was der Agrarsektor 2016 extra bekommt

In gewöhnlichen Jahren betragen die Agrarsubventionen an die österreichische Landwirtschaft mehr als 2 Milliarden Euro. Wenn aufgrund hoher Erntemengen die Preise verfallen und gleichzeitig ein Teil der Betriebe wegen Dürre und/oder Frost geringe Mengen erntet, steigen die Begehrlichkeiten nach mehr öffentlichen Geldern. Für 2016 wurden schlussendlich einige Hundert Millionen mehr an Zuschüssen gewährt. Von Steuermitteln für die Ernteversicherung über Zahlung für Frostschäden, Hilfspaketen für Schweine- und Milchbauern bis hin zum Entfall der Sozialversicherungsbeiträge reicht die Palette. Doch egal wie hoch die Agrarsubventionen sind, der Eindruck bleibt, es gehe allen immer schlechter. Aber, ist das tatsächlich so? Oder werden die Mittel schlicht nicht zielgerichtet eingesetzt?

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Ernteausfall: EU-Mittel bleiben liegen, Kosten werden sozialisiert

Die Wetterkapriolen der letzten Jahre schaden den Erträgen in der Landwirtschaft. Was tun, wenn der Regen in einer Region ausbleibt und in anderen Gegenden die Felder überflutet? Bangen und hoffen auf eine Entschädigung auf Kosten der Allgemeinheit? Oder doch selber vorsorgen? Ein solidarisches System in Form einer umfassenden Ernteversicherung könnte die Lösung sein. Je mehr Landwirte solche Risiken versichern, desto geringer die Kosten. Das EU-Agrarbudget stellt dafür Fördergelder zur Verfügung. Gut gemeint, doch Österreich holt die Gelder für die Ernteversicherung aus Brüssel nicht ab. Stattdessen werden die Bauern aus dem Budget entschädigt und die Kosten damit sozialisiert.

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