AK-Unternehmensmonitor: Der jährliche Blick in die Welt der Bilanzen

Wenn man den Botschaften der Unternehmerverbände und ihren gebetsmühlenartigen Predigten Glauben schenkt, dann ist es wahrlich schlecht um das Unternehmertum in Österreich bestellt. Der Eigentümer – eigentlich der Inbegriff des Barmherzigen Samariters – kämpft mit der Konjunktur, schafft trotzdem Arbeitsplätze, zahlt horrende Steuern, nimmt ein hohes Risiko in Kauf und wird bestenfalls mit mickrigen Renditen abgespeist. Keine Frage, die Finanz- und Wirtschaftskrise und die darauffolgende Austeritätspolitik sowie die fragile Konjunktur hinterlassen in den Unternehmen ihre Spuren. Allerdings geht’s den heimischen Betrieben wirklich so schlecht, dass sie nichts zu verteilen haben? Die Arbeiterkammer wirft in ihrem kürzlich veröffentlichten Unternehmensmonitor einen Blick hinter die Kulissen der Unternehmenswelt, konkret in die Bilanzen von rund 1.500 österreichischen Unternehmen…

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Industriestandort Österreich: Viel bejammert, aber sehr gut

In Bezug auf die Attraktivität des österreichischen Industriestandorts kontrastieren die medialen Klagen über hohe Kosten und fehlende Wettbewerbsfähigkeit in bemerkenswertem Ausmaß mit der tatsächlichen Ausweitung der Produktion der Unternehmen.

Wenn es um die wirtschaftliche Lage der Industrie geht, ist in Österreich Schwarzmalerei angesagt: Dem Standort fehlen angeblich die Facharbeitskräfte, die Lohnkosten sind viel zu hoch, ebenso die Abgabenquote und die Umweltstandards. Gewerkschaftliche Forderungen nach der Verkürzung der Arbeitszeit, einer Besteuerung von Vermögen, der Streichung von Steuerausnahmen oder der Umsetzung produktivitätsorientierter Lohnpolitik werden wahlweise als Klassenkampf, Utopie oder Realitätsverweigerung gebrandmarkt.

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