Ausgeliefert bei der Arbeitssuche: Menschen erzählen von Diskriminierung und arbeitsrechtlichen Verstößen

Mit der wirtschaftlichen Erholung im Sommer 2021 erholt sich auch der Arbeitsmarkt. Dabei wird häufig von Unternehmer*innen berichtet, die über offene Stellen klagen, die sie nicht besetzen können. Wie Bewerbungsprozesse wirklich ablaufen, wird jedoch selten thematisiert. So berichten AK-Mitglieder von verschiedenen Diskriminierungserfahrungen und arbeitsrechtlichen Verstößen im Bewerbungsprozess – selbst in Zeiten, in denen häufig von einem Arbeitskräftemangel die Rede ist. weiterlesen

Das Recht von Menschen, die Diskriminierung erleben, gehört zu werden

Das Gleichbehandlungsrecht soll Menschen vor Diskriminierung in bestimmten Lebensbereichen, insbesondere der Arbeitswelt, schützen. In einer bisher kaum beachteten Entscheidung hält der EuGH fest, dass es für Betroffene einer Diskriminierung aber keinen ausreichenden Rechtsschutz darstellt, wenn sie lediglich Schadenersatz erhalten. Vielmehr müssen sich Gerichte auch inhaltlich mit ihrem Fall auseinandersetzen und eine Entscheidung über die erlebte Diskriminierung treffen. Dieser Beitrag geht der Frage nach, warum das für Betroffene von Diskriminierung wichtig ist, was das Urteil für die österreichische Rechtslage bedeutet und welches Potenzial es für die Antidiskriminierungs-Arbeit bietet. weiterlesen

„Wie hast du es mit der Religion?“ Die Glaubensfrage als Diskriminierung

Jemanden im Bereich der Arbeitswelt aufgrund der Religion zu benachteiligen ist aufgrund des Gleichbehandlungsgesetzes verboten. Aber gilt das auch für Kirchen oder andere religiöse Einrichtungen? Der Fall einer Wiener Sozialberaterin, die bei der Bewerbung aufgrund ihrer Religion abgelehnt wurde, wirft Fragen auf, inwieweit konfessionelle Arbeitgeber sich die Religion ihrer Mitarbeiter*innen aussuchen dürfen – oder eben nicht. weiterlesen

Gender Pay Gap – Gleiche Entlohnung für Frauen immer noch keine Realität

Das Gleichbehandlungsgesetz verbietet die ungleiche Entlohnung gleicher oder gleichwertiger Arbeit zwischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. In der Realität verdienen Frauen jedoch nach wie vor weniger als Männer. Mehr als die Hälfte des so genannten Gender-Pay-Gaps bleibt selbst unter Heranziehung unterschiedlicher Faktoren (Bildung, Beruf, Branche etc.) unerklärt, weshalb es sich bei diesem „Rest“ um eine geschlechtsspezifische Entgeltdiskriminierung handelt. weiterlesen

Diskriminierung und Diskriminierungserfahrungen von Frauen in Österreich

Weniger Gehalt, schlechtere Noten in der Schule oder die falsche Behandlung beim Arzt – die Diskriminierung von Frauen zieht sich durch alle Lebensbereiche. Dementsprechend trifft man auf verschiedenste „Gender Gaps“, also Unterschiede zwischen Frauen und Männern, etwa am Arbeitsmarkt, bei der Bildung oder auch im Gesundheitswesen. Die Unterschiede sind fast immer zum Nachteil der Frauen, wie eine brandaktuelle Studie von SORA im Auftrag der Arbeiterkammer Wien zeigt. weiterlesen

Lohntransparenz: Was die EU aus Erfahrungen in Österreich lernen kann

Die EU-Kommission setzt in ihrer Gleichstellungsstrategie auf die Beseitigung von Diskriminierung in der Arbeitswelt, insbesondere auf Equal Pay mittels Lohntransparenz. Eine schon länger vom Europäischen Gewerkschaftsbund geforderte, eigenständige und verbindliche Pay Transparency Directive befindet sich aktuell in Vorbereitung. Die Kenntnis über geschlechtsspezifische Diskriminierung in Einstufungs- und Entgeltsystemen allein reicht jedoch nicht aus. Notwendig wären verbindliche Pläne und Maßnahmen für den Abbau des Gender-Pay-Gaps bei transparent gewordenen Entgeltdiskriminierungen. Aus den Erfahrungen mit dem Instrument der Einkommensberichte in Österreich lassen sich einige Schlüsse für europaweite Maßnahmen zur Einkommensgerechtigkeit ziehen. weiterlesen

Themen
MENÜ