Raus aus dem Studentenheim während COVID-19

In den vergangenen Monaten haben viele Studierende ihren Platz im Heim nicht benötigt oder konnten diesen nicht mehr finanzieren: Pflege von Angehörigen, krisenbedingte finanzielle Engpässe oder die besuchte Bildungseinrichtung setzt ohnehin auf Fernlehre. Die Heimbetreiber weigern sich mit Hinweis auf eigene Einnahmenausfälle beharrlich, die BewohnerInnen vorzeitig aus ihren Verträgen zu lassen. Das ist unzumutbar und mitunter auch existenzbedrohend. Die Rechte der Studierenden müssen gewahrt werden, nicht sie sollen die Kosten der Krise tragen. Negative bildungspolitische Auswirkungen vor allem für finanziell schlechter gestellte Studierende sind vorprogrammiert. weiterlesen

Covid-19: Das österreichische Gesundheits- und Pflegeystem am Limit

Das österreichische Gesundheits- und Pflegesystem hat die Herausforderungen der COVID-19-Pandemie besser gemeistert als viele andere (europäische) Länder. Vom ehemaligen Musterland in der Krisenbewältigung ist wenig übrig geblieben. Es bedarf nun großer Anstrengungen vor allem der Beschäftigten, um einen Kollaps der Intensivstationen und nötige Triagierungen zu verhindern. Inzwischen sind auch in Österreich fast 40 Prozent aller Todesfälle in den Alten- und Pflegeheimen zu verzeichnen. Zeit für eine Aufarbeitung, wo und warum Österreich seine Vorreiterrolle seit der ersten Welle verspielt hat. weiterlesen

Die LeistungsträgerInnen des Alltagslebens aufwerten

COVID-19 hat die Grenzen marktradikalen und austeritätsfixierten Denkens vorgeführt, in kurzer Zeit mit tief verankerten neoliberalen Dogmen aufgeräumt und ein Möglichkeitsfenster geöffnet, um Wirtschaft umfassender zu denken. In diesem Zusammenhang bietet der grundversorgungsorientierte Ansatz der Alltagsökonomie einen radikal anderen Blick auf Wirtschaft, der auf die grundlegenden und binnenwirtschaftlichen Aktivitäten der Daseinsvorsorge, Nahversorgung und Sorgearbeit fokussiert. Ins Zentrum rücken bei dieser Betrachtung die häufig unsichtbaren Stützen der Gesellschaft (von den Kanalarbeitern über die Pflege- und Reinigungskräfte bis zur unbezahlten Kinderbetreuerin), die unser Alltagsleben zu allen Zeiten aufrechterhalten. weiterlesen

Homeoffice: Gekommen, um zu bleiben?

In der ersten Phase der COVID-19-Pandemie hat sich das Arbeiten im Homeoffice zum Massenphänomen entwickelt. Arbeiteten einer Erhebung von Eurostat zufolge im Jahr 2019 noch lediglich 5,8 Prozent der ArbeitnehmerInnen regelmäßig von der eigenen Wohnung aus, stieg dieser Anteil mit dem ersten Lockdown in Frühjahr 2020 auf über 40 Prozent an. Derzeit sieht es danach aus, als ob Homeoffice auch nach der Krise in verstärktem Maße erhalten bleiben würde. Für die ArbeitnehmerInnen birgt das Chancen, aber auch Risiken. Klare Regeln fehlen oft. Dass es diese braucht, legen auch die Ergebnisse einer von IFES im Auftrag der AK durchgeführten Befragung im April und im Oktober nahe. weiterlesen

Verschlechterung der Situation von Sexarbeiter/-innen während der Corona-Pandemie

Die Corona-Krise und die beiden Lockdowns treffen die Gruppe der Sexarbeiter/-innen besonders hart. Die Situation stürzt die Sexualdienstleister/-innen in eine existenzielle Notlage. Viele von ihnen verloren nicht nur ihren Arbeits-, sondern auch ihren Wohnplatz; häufig ist auch ein Umsteigen auf „Online-Dienste“ nicht möglich. Während andere Selbstständige aber durch Hilfeleistungen unterstützt werden, fallen Sexarbeitende aufgrund rechtlicher Ungleichbehandlungen durch die Sicherungssysteme. Im Hinblick auf den besonderen Charakter der Sexarbeit ist es an der Zeit, spezifische Maßnahmen zum Schutz der Dienstleister/-innen zu treffen. weiterlesen

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