Sozialstaat 2021 – Lehren aus der Krisen für Stärkung nützen

Auch 2021 wird stark von Corona geprägt sein – und das betrifft auch den Sozialstaat. Die Verbreitung des Virus muss gestoppt und die massiven Auswirkungen auf die Menschen sowie die Schäden für Wirtschaft und Beschäftigung müssen so weit wie möglich beseitigt werden. Neben dem Gesundheitssystem müssen der Arbeitsmarkt und soziale Investitionen im Fokus der Sozialpolitik stehen. Sehr wichtig ist, dass richtige Weichenstellungen auch in längerfristiger Perspektive getroffen werden und dass große Herausforderungen wie mehr Verteilungsgerechtigkeit, Digitalisierung, Klimaschutz und demografischer Wandel adressiert werden. Der Sozialstaat hat die Bewährungsprobe im Wesentlichen gut bestanden. Jetzt gilt es, die Krisenbewältigung zu einer positiven Weiterentwicklung zu nutzen. weiterlesen

Covid-19: Das österreichische Gesundheits- und Pflegeystem am Limit

Das österreichische Gesundheits- und Pflegesystem hat die Herausforderungen der COVID-19-Pandemie besser gemeistert als viele andere (europäische) Länder. Vom ehemaligen Musterland in der Krisenbewältigung ist wenig übrig geblieben. Es bedarf nun großer Anstrengungen vor allem der Beschäftigten, um einen Kollaps der Intensivstationen und nötige Triagierungen zu verhindern. Inzwischen sind auch in Österreich fast 40 Prozent aller Todesfälle in den Alten- und Pflegeheimen zu verzeichnen. Zeit für eine Aufarbeitung, wo und warum Österreich seine Vorreiterrolle seit der ersten Welle verspielt hat. weiterlesen

Die LeistungsträgerInnen des Alltagslebens aufwerten

COVID-19 hat die Grenzen marktradikalen und austeritätsfixierten Denkens vorgeführt, in kurzer Zeit mit tief verankerten neoliberalen Dogmen aufgeräumt und ein Möglichkeitsfenster geöffnet, um Wirtschaft umfassender zu denken. In diesem Zusammenhang bietet der grundversorgungsorientierte Ansatz der Alltagsökonomie einen radikal anderen Blick auf Wirtschaft, der auf die grundlegenden und binnenwirtschaftlichen Aktivitäten der Daseinsvorsorge, Nahversorgung und Sorgearbeit fokussiert. Ins Zentrum rücken bei dieser Betrachtung die häufig unsichtbaren Stützen der Gesellschaft (von den Kanalarbeitern über die Pflege- und Reinigungskräfte bis zur unbezahlten Kinderbetreuerin), die unser Alltagsleben zu allen Zeiten aufrechterhalten. weiterlesen

Nachhaltiger Wohlstand in der Corona-Krise

Je länger die COVID-19-Pandemie dauert, desto sichtbarer werden deren soziale und ökonomische Folgen. Ein aktueller Bericht der Statistik Austria warnt nun davor, dass die Auswirkungen der Gesundheitskrise auch die Erreichung der Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs) erschweren. Einmal mehr zeigt sich in der aktuellen Krise, dass Wohlstand und Wohlergehen differenziert betrachtet werden müssen und zielgerichtete Politik erfordern. weiterlesen

Von Staat bis Privat – die Eigentumsfrage

In der Corona-Krise wird die Verstaatlichung von Unternehmen wieder ernsthaft diskutiert. Es zeigt sich, dass „der Markt“ keineswegs überall die notwendigen Leistungen sichert. Angeblich überzählige Krankenhausbetten werden plötzlich zur wichtigen Krisenreserve, und die stets staatskritische jungkonservative Regierungsspitze schwenkt von „schwarzer Null“ auf „Whatever it takes“ – in erster Linie in Form öffentlicher Transfers an Privatunternehmen. Grund genug, neu darüber nachzudenken, ob durch öffentliches Eigentum die in Unternehmen gebündelte Macht zugunsten der Allgemeinheit gelenkt und kontrolliert werden kann. weiterlesen

Homeoffice: Gekommen, um zu bleiben?

In der ersten Phase der COVID-19-Pandemie hat sich das Arbeiten im Homeoffice zum Massenphänomen entwickelt. Arbeiteten einer Erhebung von Eurostat zufolge im Jahr 2019 noch lediglich 5,8 Prozent der ArbeitnehmerInnen regelmäßig von der eigenen Wohnung aus, stieg dieser Anteil mit dem ersten Lockdown in Frühjahr 2020 auf über 40 Prozent an. Derzeit sieht es danach aus, als ob Homeoffice auch nach der Krise in verstärktem Maße erhalten bleiben würde. Für die ArbeitnehmerInnen birgt das Chancen, aber auch Risiken. Klare Regeln fehlen oft. Dass es diese braucht, legen auch die Ergebnisse einer von IFES im Auftrag der AK durchgeführten Befragung im April und im Oktober nahe. weiterlesen

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