Markttransparenz, Herrschaftswissen und das Netz – ein Praxistest mit Zeitarbeitsfirmen

„Mit Hilfe des Webs werden Märkte besser informiert, intelligenter und fordernder hinsichtlich der Charaktereigenschaften, die den meisten Organisationen noch fehlen.“ Dieses Intro zum Cluetrain Manifesto – formuliert vor fast 20 Jahren – hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt: Unternehmen müssen vor den Augen einer kritischen Öffentlichkeit wenigstens minimalen ethischen Standards genügen. Tun sie das nicht, so ist mit einer gnadenlosen Offenlegung der Praktiken im Internet zu rechnen. So wie bei Nestlé. Das größte Industrieunternehmen der Schweiz wurde wegen der Zerstörung des indonesischen Urwalds an den Pranger gestellt:  1,5 Millionen Klicks verzeichnete das Greenpeace-Video „Give rainforests a break“, begleitet von einem Shitstorm auf der Nestlé-Facebookseite.

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