Brain Drain in Österreich?

Schon der Antext in der Neuen Zürcher Zeitung war dramatisch: „Auf längere Sicht wird der ungebremste Braindrain für Österreich zu einem noch grösseren Problem als die Folgekosten der Hypo Alpe Adria“ schrieb Matthäus Kattinger dort am 1. April – es war aber offenbar nicht als Aprilscherz gemeint. Auch andere Medien hatten das Thema aufgegriffen und der Tenor war: Österreich verliert seine Geisteselite. Insbesondere die NZZ folgerte daraus, dass „überbordende Regulierungswut“ oder zu hohe Steuern schuld für den Brain Drain wären. Bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass diese Argumentation auf Sand gebaut ist, weil es in Österreich vielmehr einen „Brain Gain“ gibt, also einer Nettozuwanderung gut ausgebildeter Menschen.

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Globale Elite in Österreichs Vorständen – ein Mythos?

Das Vorstandsgehalt eines ATX-Managers liegt im Jahr 2012 im Schnitt bei 1,4 Millionen Euro und entspricht damit dem 49-fachen des durchschnittlichen Einkommens eines österreichischen Beschäftigten. Seit Jahren geht diese Einkommensschere immer weiter auseinander und selbst in Zeiten der Krise wurden bei der Entlohnung von ManagerInnen keine signifikanten Einschnitte gemacht, parallel dazu findet in vielen Konzernen Personalabbau im großen Stil statt. „If you pay peanuts, you get monkeys“ – für außerordentlich hohe Managementvergütungen spricht, dass nur mit Gagen in Millionenhöhe die weltweit besten Köpfe rekrutiert werden können. Doch, gibt es sie wirklich, diese globale Elite in Österreichs Vorständen…

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