Banker-Boni: ja! Dividenden: ja! Aber Bankensteuer: nein?

„Wir sind Raiffeisen!“: Dieser Werbeslogan trifft heute so richtig ins Schwarze – versammeln sich doch die AktionärInnen der Raiffeisen Bank International AG (RBI) im Austria Center Wien. Ganz oben auf der Agenda steht der Beschluss der Dividendenzahlungen für das Jahr 2013 im Ausmaß von 228 Mio. Euro. Das ist eine Steigerung von 1,05 auf 1,17 Euro (+11,4%) pro Aktie, obwohl der Konzernjahresüberschuss signifikant um ein Viertel auf 725 Mio. Euro zurückgegangen ist. Über das Anheben der Dividende werden sich die AktionärInnen bestimmt freuen, weniger Grund zum Jubeln gibt es da schon über die schlechte Presse durch den jüngsten Gehalts- und Steuerskandal des (mittlerweile zurückgetretenen) langjährigen Vorstandsvorsitzenden Herbert Stepic. Die schiere (sic!) Höhe des Stepic-Bonus hat nämlich sogar den eigenen Aufsichtsratsvorsitzenden Walter Rothensteiner überrascht, paradox hat er doch als Aufsichtsrat den Vorstandsvertrag und damit die Bonifikation mittels Aktienoptionsprogramm mitbeschlossen…

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Droht Managern der Bonus-Blues?

Unwiderstehliche Willkommenspakete, überzeugende Bleibeboni und
der goldene Fallschirm zum Abschied: Für jeden Anlass, die richtige Prämie – die Vorstände freut es. Angetrieben von bizarren Bonuszahlungen sind die Top-Managergehälter in Österreich innerhalb von zehn Jahren vom 20-fachen auf das 48-fache eines Durchschnittsgehalts hochgeschnellt: Ein ATX-Vorstand erhält im Schnitt im Jahr 2011 1,3 Millionen Euro. Angesichts des immer stärkeren Auseinanderdriftens der Lohn- und Gehaltsstruktur in den Unternehmen sind aktuell bereits 82 Prozent der österreichischen Bevölkerung dafür, Gehaltsgrenzen für Spitzenmanager einzuziehen. In der Schweiz gibt es dazu nicht nur Meinungsumfragen sondern bereits einen klaren Volksentscheid. Und auf europäischer Ebene wird aktuell um eine Begrenzung für Banker-Boni gerungen.

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