Gleichstellung beginnt in der Schule – eine Analyse des neuen Erlasses

Wer Gleichstellung erreichen will, muss insbesondere auch in der Schule ansetzen. Das Unterrichtsprinzip zur Gleichstellung versuchte dem Rechnung zu tragen, wurde aber von der türkis-blauen Bundesregierung im Zuge der Rechtsbereinigung veralteter Erlässe aufgehoben. Dies wurde damals medial kritisiert. Ende Oktober 2018 folgte dem der Grundsatzerlass „Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung“. Prinzipiell erscheint es sinnvoll, das aus dem Jahr 1995 stammende Unterrichtsprinzip „Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern“ zu überarbeiten und an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen. Genau wie in der Reform des Gleichbehandlungsrechts 2004, in der weitere Diskriminierungsmerkmale wie ethnische Herkunft, Religion und Weltanschauung, Alter und sexuelle Orientierung aufgenommen wurden, sind auch im Erlass diese Bereiche abgebildet. weiterlesen

Die Patientin Schule heilen!

Stellen wir uns vor, die österreichische Schule sei eine Patientin und liege im Spital. Der Befund ist eindeutig, das österreichische Bildungswesen leidet hochgradig an zwei Krankheiten: Chancenungerechtigkeit und Bildungsarmut. Ein erklecklicher Teil der Jugendlichen hat mit Ende der Pflichtschule nicht einmal die grundlegenden Grundkompetenzen in Lesen und Rechnen erlangt. weiterlesen
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