Soziale Benachteiligung macht krank

Dass Gesundheit nicht nur von biochemischen und physikalischen Prozessen des Körpers beeinflusst wird, ist schon lange bekannt. Vielmehr ist Gesundheit neben biologischen Faktoren auch abhängig von der persönlichen Lebensweise, dem Vorhandensein sozialer Beziehungen und den Lebens- und Arbeitsbedingungen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich soziale Benachteiligung negativ auf den Gesundheitsstatus auswirken kann. Ein besonders wichtiger Indikator für soziale Ungleichheit im Zusammenhang mit Krankheit ist die Bildung, aber auch das Einkommen und die berufliche Position beeinflussen sowohl das Gesundheitsverhalten als auch die effektiven Gesundheitsverhältnisse maßgeblich.

 

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Chancengleichheit von Geschwistern in Österreich

Demokratische westliche Staaten werden häufig als Meritokratien bezeichnet, also als Gesellschaften, in denen Ungleichheit durch unterschiedliche Leistungen – zum Beispiel im Hinblick auf Bildung – und nicht durch die Vererbung von Reichtümern und Machtstellungen entsteht. Empirisch zeigt sich jedoch, dass die Wahrscheinlichkeit, einen formal hohen Bildungsabschluss zu erreichen, unter anderem vom familiären Hintergrund abhängt. Internationale Studien belegen, dass die soziale Herkunft ein zentrales Merkmal für unterschiedliche Bildungskarrieren ist. Das gilt auch für Österreich.

 

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Einwanderungsland Österreich

Die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte, Flüchtlingsströme und die Politik der Europäischen Union haben seit den 1960er Jahren dazu geführt, dass die kulturelle Zusammensetzung der Gruppe der MigrantInnen einem ständigen Wandel unterzogen war. Ebenso hat sich die Ausbildungsstruktur dieser Gruppe relativ zur Mehrheitsbevölkerung verändert, wobei hier positive Entwicklungen festzustellen sind. Die Arbeitsmarktsituation von MigrantInnen in Österreich ist allerdings strukturell schlechter als jene der MehrheitsösterreicherInnen und stellt damit eine große Herausforderung an die Integrationspolitik dar.

 

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