Das Geschäft mit der Panik: Vorbereitungskurse für Uni-Aufnahmetests

Anfang Juli findet der Aufnahmetest für das Medizinstudium statt. Auch für viele andere platzbeschränkte Fächer gibt es Testtermine. Ein Studium zu beginnen ist in den letzten Jahren immer mehr zu einem organisatorischen Kraftakt geworden. Heutzutage reichen Interesse und Fähigkeiten allein nicht mehr aus, vielmehr muss man schon frühzeitig planen. Es gilt, vielfältige Studienangebote, Aufnahmeverfahren, Anmeldefristen und -gebühren etc. im Blick zu behalten. Damit tun sich StudienwerberInnen aus AkademikerInnenhaushalten freilich leichter, denn die Hochschule ist für sie keine komplett neue Welt und ihre Eltern unterstützen zumeist mental und finanziell. Diese Unterstützung ist zunehmend schon vor dem eigentlichen Studienbeginn gefragt: Teure Vorbereitungskurse für Aufnahmetests schießen geradezu aus dem Boden. Aber ist es wirklich notwendig, tief in die Tasche zu greifen, um hier mithalten zu können, oder handelt es sich vor allem um ein Geschäft mit der Panik? weiterlesen

Ungenügende Schulnoten wieder verpflichtend

Würden Sie mit einem Windrad die Geschwindigkeit von Autos messen? Wohl eher nicht, weil zu ungenau. BildungswissenschafterInnen greifen deshalb auch zu exakteren Methoden, um die Kompetenzen von SchülerInnen zu beurteilen als zu Schulnoten. Mit dem Pädagogikpaket setzt die österreichische Bundesregierung Kindern und LehrerInnen in der Volksschule (ab der 2. Schulstufe) nun wieder die alte 5-stufige Notenskala vor. Es gibt jedoch gute Gründe, warum eine Zuordnung in leistungshomogene Lerngruppen auf Basis von Volksschulnoten nicht zielführend ist. weiterlesen

Chancen-Index für bessere Lernumgebungen dringend notwendig

Lernumgebungen sind in Österreich sehr unterschiedlich verteilt. Gerade Schulstandorte in Städten stehen häufig vor großen Herausforderungen. Sie bräuchten mehr finanzielle Mittel, um jedes Kind – unabhängig von seinem sozialen Hintergrund – optimal zu fördern. Um mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu erreichen, muss deshalb die Einführung des Chancen-Index oberste Priorität haben. weiterlesen

Die neue Klassenfrage: Sprachförderung durch Segregation?

Die Reform der schulischen Deutschförderung wird heute trotz massiver Einwände von ExpertInnen, PraktikerInnen und Wissenschaft mit den Stimmen der Regierungsparteien beschlossen. Das hat weitreichende Konsequenzen, obwohl das bisherige Modell im schulischen Bereich noch gar nicht evaluiert wurde. Anlass, das bestehende Modell der vor-/schulischen Deutschförderung und die Folgen der Änderungen zu beleuchten. weiterlesen

Mit der Lehre auf der Überholspur

Im internationalen Vergleich erinnert das Ranking zu blockierter Bildungsmobilität an ein Ergebnis im Schifahren: Österreich ist immer vorne dabei! Es zeigt sich deutlich, dass die Bildungsvererbung hierzulande sehr stark ist und durch das Bildungssystem nur in geringem Ausmaß kompensiert werden kann. Umso wichtiger ist es, Möglichkeiten zu schaffen, dem entgegenzuwirken, wenn uns Chancengerechtigkeit im Bildungssystem ein Anliegen ist. Eine Maßnahme dazu ist das Programm Lehre mit Matura (Berufsmatura Wien). Eine 2016 in Wien durchgeführte Evaluierungsstudie zeigt, dass das Programm deutlich zu einer Erhöhung der sozialen Durchlässigkeit und zur positiven Bildungsmobilität beiträgt. Der folgende Beitrag stellt die Berufsmatura Wien vor und fasst die Befunde dieser Studie zusammen. An der Onlinebefragung haben sich 1179 Teilnehmende und 213 AbsolventInnen beteiligt. weiterlesen

Wohlbefinden von SchülerInnen: Was sagt uns die Statistik (nicht)?

Viel wird über die Leistungen von Schülerinnen und Schülern geschrieben. Aber wie geht es den jungen Menschen eigentlich in der Schule? Der dritte PISA-Bericht der OECD setzt sich erstmals auch mit dieser Frage auseinander. Die Studie besagt, dass Mädchen tendenziell unzufriedener sind als Buben. Allerdings zeigt sich auch ein Aspekt, der viel zu selten diskutiert wird: Nämlich wo die Grenzen derartiger statistischer Betrachtungen liegen. weiterlesen
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