Diskriminierung: Gle!ch geht’s uns besser

Diskriminierung hat zahlreiche negative Folgen: Sie führt zu Ausgrenzung, Demotivation, weniger Chancen und macht krank. Daher ist es dramatisch, dass sich fast die Hälfte der Menschen zwischen 14 und 65 Jahren in den letzten drei Jahren in Arbeit, Bildung, Wohnen oder im Gesundheitsbereich diskriminiert gefühlt hat, wie eine aktuelle Studie zeigt. Die Wahrscheinlichkeit, diskriminiert zu werden, ist dabei extrem ungleich und hängt in hohem Maß von persönlichen Merkmalen wie Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung oder sozialem Status ab. weiterlesen

Die türkis-blaue Arbeitsmarktpolitik für Jugendliche war widersprüchlich und ineffizient

Türkis-Blau hat sich für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit nicht interessiert. Dabei wollte die Regierung „den Mangel an Fachkräften“ beheben. Ausreichend Fachkräfte kann es aber nur geben, wenn sie auch ausgebildet werden. Statt eine Qualifizierungsoffensive zu starten und jugendliche Arbeitnehmer*innen auf den digitalen Strukturwandel vorzubereiten, hat die alte Regierung den Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Leben schwergemacht. Umdenken ist angesagt. weiterlesen

Sommerloch oder tolle Erlebnisse: Bildungsungleichheit, die in den Sommermonaten entsteht

Lange Sommerferien sind für viele eine schöne Kindheitserinnerung. In der Praxis werfen sie jedoch zahlreiche Probleme auf: Sie stellen für berufstätige Eltern eine echte Betreuungsherausforderung dar, sie verstärken familienbedingte Bildungsungleichheit und lassen schulische Infrastruktur weitgehend ungenutzt. Eine Betrachtung des Sommerlocheffekts und möglicher Gegenmaßnahmen. weiterlesen

Konstruktiver Föderalismus – ein Wunschtraum?

Umwelt, Bildung oder Pflege: Zentrale Aufgaben werden im österreichischen Föderalismus von Bund, Ländern und Gemeinden gemeinsam wahrgenommen. Ein koordinierender Rahmen (des Bundes) einerseits und die Bürgernähe (Gemeinden) andererseits versprechen gute Ergebnisse. Doch die Gebietskörperschaften verfolgen nicht immer die gleichen Ziele. Viele Reformen kommen daher einfach nicht vom Fleck. Was also tun? Verbesserte Governance-Regelungen böten Lösungen. Dies wird im Folgenden anhand der Beispiele Bildung und Pflege ausgeführt. weiterlesen

Das Geschäft mit der Panik: Vorbereitungskurse für Uni-Aufnahmetests

Anfang Juli findet der Aufnahmetest für das Medizinstudium statt. Auch für viele andere platzbeschränkte Fächer gibt es Testtermine. Ein Studium zu beginnen ist in den letzten Jahren immer mehr zu einem organisatorischen Kraftakt geworden. Heutzutage reichen Interesse und Fähigkeiten allein nicht mehr aus, vielmehr muss man schon frühzeitig planen. Es gilt, vielfältige Studienangebote, Aufnahmeverfahren, Anmeldefristen und -gebühren etc. im Blick zu behalten. Damit tun sich StudienwerberInnen aus AkademikerInnenhaushalten freilich leichter, denn die Hochschule ist für sie keine komplett neue Welt und ihre Eltern unterstützen zumeist mental und finanziell. Diese Unterstützung ist zunehmend schon vor dem eigentlichen Studienbeginn gefragt: Teure Vorbereitungskurse für Aufnahmetests schießen geradezu aus dem Boden. Aber ist es wirklich notwendig, tief in die Tasche zu greifen, um hier mithalten zu können, oder handelt es sich vor allem um ein Geschäft mit der Panik? weiterlesen

Sexualpädagogik in Schulen unter Beschuss

Seit vielen Jahren bieten außerschulische ExpertInnen, Vereine und NGOs an Schulen Seminare zum Thema Sexualpädagogik an. Damit unterstützen sie Lehrkräfte beim Umgang mit einem für Jugendliche sensiblen Thema. Ein neuer Entschließungsantrag im Nationalrat von ÖVP und FPÖ soll nun die Sexualpädagogik an Schulen neu regeln und außerschulischen Lernanbietern künftig die Arbeit mit Schulklassen untersagen. Der staatliche Auftrag, eine altersadäquate Auseinandersetzung der Kinder und Jugendlichen mit Sexualität zu gewährleisten, muss somit von Lehrkräften allein übernommen werden. Begründet wird dieses Verbot damit, dass Zweifel an der Einhaltung des Neutralitätsgebots (Indoktrinierungsverbot) bestehen. weiterlesen
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