Wie geht es jungen WienerInnen und was braucht es zum Aufholen von Corona-Defiziten?

Die Corona-Krise hat die Karten für junge Menschen völlig neu gemischt. Es gilt, den negativen Entwicklungen der Pandemie jetzt gegenzusteuern. Wird nicht investiert, besteht die Gefahr, dass eine Generation junger Erwachsener mit deutlich weniger Chancen in der Ausbildung, am Arbeitsmarkt und bei der Wohnungssuche heranwächst. Ohne Unterstützung werden sich jene durchsetzen, die mehr Ressourcen und bessere soziale Netzwerke haben. weiterlesen

Was ist uns der Sozialstaat wert?

Derzeit erlebt der Sozialstaat in der öffentlichen Debatte ein Revival. Die Einstellung der Bevölkerung zum Sozialstaat war jedoch immer schon überwiegend positiv, wie unter anderem eine Studie der Arbeiterkammer Wien mit Erhebungszeitraum 2018 zeigte. Sozialstaatliche Leistungen wie die Arbeitslosenversicherung oder die öffentliche Gesundheitsversorgung werden als wichtige Maßnahmen gesehen, um die wirtschaftliche Ungleichheit in Österreich zu verringern. Die Befragten sprechen sich insgesamt für mehr Sozialleistungen aus – und dafür, dass Reiche und Vermögende einen größeren Beitrag zu deren Finanzierung leisten sollen. weiterlesen

Demokratiebildung von 0 bis 100

Brexit-Referendum 2016. BritInnen über 50 überstimmen bei der Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU die junge Generation der unter 50-Jährigen (YouGov 2016): Sie waren mehr, und die Wahlbeteiligung ihres Semesters war höher. Je älter eine Britin bzw. ein Brite war, desto wahrscheinlicher stimmte er oder sie für den Brexit. Eine folgenreiche Entscheidung für die jüngeren BritInnen und ihre Zukunft. Großbritannien und die Abstimmung zum Brexit sind nur ein Anlass, der zeigt, wie sehr Demokratien herausgefordert werden. weiterlesen

Deutsch wirksam fördern – mit einem Sprachschlüssel, der Türen öffnet

Jede/r vierte österreichische Schüler/in spricht eine andere Erstsprache als Deutsch – in Wien sogar jede/r zweite. Für den Großteil dieser Kinder und Jugendlichen ist das ein Ausdruck ihrer gelebten Mehrsprachigkeit. Sie können sich in ihrer Erstsprache und in Deutsch als Zweitsprache gleichermaßen bewegen – was in der medialen Debatte allzuoft übersehen wird. Ein kleinerer Teil beherrscht Deutsch als Zweitsprache (und bisweilen auch die eigene Erstsprache) zu Schuleintritt jedoch nicht auf „bildungssprachlichem Niveau“ (siehe Textbox). Hinzu kommen allenthalben auch Kinder deutschsprachiger Eltern, die geringere bildungssprachliche Deutschfähigkeiten aufweisen (insgesamt betrug die SchülerInnenzahl in Deutschförderklassen/-kursen im Sommersemester 2019 mit rund 33.000 SchülerInnen österreichweit etwa ein Zwanzigstel aller SchülerInnen an Allgemeinbildenden Pflichtschulen). Für sie können fehlende bildungssprachliche Kompetenzen ohne entsprechende Förderung zur Hürde für ihren weiteren Bildungsweg werden. Denn das österreichische Schulsystem ist nach wie vor stark auf die alleinige Bildungssprache Deutsch zugeschnitten. weiterlesen

Diskriminierung: Gle!ch geht’s uns besser

Diskriminierung hat zahlreiche negative Folgen: Sie führt zu Ausgrenzung, Demotivation, weniger Chancen und macht krank. Daher ist es dramatisch, dass sich fast die Hälfte der Menschen zwischen 14 und 65 Jahren in den letzten drei Jahren in Arbeit, Bildung, Wohnen oder im Gesundheitsbereich diskriminiert gefühlt hat, wie eine aktuelle Studie zeigt. Die Wahrscheinlichkeit, diskriminiert zu werden, ist dabei extrem ungleich und hängt in hohem Maß von persönlichen Merkmalen wie Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung oder sozialem Status ab. weiterlesen
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