Der digitale Aufsichtsrat und die Rolle der betrieblichen Mitbestimmung

Die Welt ist VUKA: Sie ist volatil, unsicher, komplex und ambivalent. Neue disruptive Geschäftsmodelle à la Uber und Airbnb verändern Branchen und lassen etablierte Organisationen alt aussehen. Im Zuge des Transformationsprozesses ergeben sich auch veränderte Rollen und Anforderungen im Rahmen der Corporate Governance – also der Überwachung und Steuerung – von Unternehmen und in der Folge für die in den Aufsichtsrat entsandten BetriebsrätInnen. Die ArbeitnehmerInnenvertretung hat zum einen zu überwachen, wie der digitale Wandel umgesetzt wird und zum anderen, die aktive Beteiligung der Beschäftigten an der Gestaltung der digitalen Arbeitswelt einzufordern.

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Die Arbeitsinspektion als wichtiger und zuverlässiger Player im ArbeitnehmerInnenschutz

Eine vom Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (ISW) durchgeführte Studie zeigt, wie die unterschiedlichen betrieblichen AkteurInnen im ArbeitnehmerInnenschutz, u. a. BetriebsrätInnen und Sicherheitsvertrauenspersonen, mit der Institution Arbeitsinspektion (AI) interagieren. Für die Mehrheit der befragten Betriebsratsvorsitzenden und Sicherheitsvertrauenspersonen trägt das Arbeitsinspektorat entscheidend zum Erhalt von Sicherheit und Gesundheit in der Arbeitswelt bei.

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Beispiel Deutschland: die Folgen eines ausgehöhlten Kollektivvertragssystems

In Deutschland sind es vor allem drei Bereiche, die in der kapitalistischen Marktwirtschaft die Rechte der ArbeitnehmerInnen sichern sollen: (1.) das Arbeitsrecht als Schutzrecht gegenüber Ausbeutung und Willkür seitens der ArbeitgeberInnenseite, (2.) das selbstverwaltete und solidarische Sicherungssystem und (3.) das Koalitionsrecht bzw. die Tarifautonomie, also das Recht zum Abschluss von Tarif- bzw. auf gut Österreichisch Kollektivverträgen. Letzteres wurde im Namen des Standorts in den letzten 20 Jahren ausgehöhlt – zum Nachteil vieler Beschäftigter in Deutschland.

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Betriebliche Mitbestimmung: Nicht nur ihre Praxis, auch ihr Ruf ist gut.

Die betriebliche Mitbestimmung wird immer wieder kritisch hinterfragt: Sie sei unnötig und antiquiert. Die Ergebnisse der Europäischen Unternehmenserhebung belegen jedoch eindrücklich, dass die betriebliche Mitbestimmung gleichermaßen das Wohlbefinden der Beschäftigten wie auch den Unternehmenserfolg stärkt. Und das meinen nicht nur die BetriebsrätInnen, sondern allen voran das Management. Es gilt daher, die Mitbestimmung zu forcieren.

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Mitbestimmung 4.0

Die fortschreitende Digitalisierung – also die ständige, immer kostengünstigere und immer dichtere Kommunikation von Daten – hat unsere Arbeit und die Art, wie wir konsumieren, bereits stark verändert. Unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ bereiten sich Regierungen und Unternehmen auf zukünftige Geschäftsmodelle vor. In diesem Kontext muss auch die betriebliche Mitbestimmung weiterentwickelt werden.

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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Ein Tabu, über das gesprochen werden muss

Sexuelle Belästigung und Übergriffe am Arbeitsplatz sind ein Thema, über das nicht gerne geredet wird. Aber es passiert.

„[…] Dann ist der Chef der Marketingabteilung nicht von meiner Seite gewichen, hat mir eindeutige Angebote gemacht, „gehen wir aufs Klo“ und so. Und dann hat er mir noch seinen Freund, den DJ vorgestellt, da ist dann ein Dreier angeboten worden.“

„Das passiert ja nicht nur am Arbeitsplatz, es passiert überall.“

Der internationale Frauenkampftag am 8. März bietet eine gute Gelegenheit über ein Tabu zu sprechen, das viele Frauen oft täglich am Arbeitsplatz betrifft und im sozialpolitischen Diskurs trotzdem marginalisiert wird.

 

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Umfrage: Wer bestimmt den digitalen Wandel im Betrieb

Potenzial positiv, Wirkung ambivalent, Mitbestimmung ausbaufähig. Der digitale Wandel im Betrieb aus der Sicht von BelegschaftsvertreterInnen.

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Klauseln in Arbeitsverträgen – In welchen Branchen sie besonders wuchern

Eine Studie zu Klauseln in Arbeitsverträgen der FH Wr. Neustadt im Auftrag von AK und ÖGB zeigt: Unfaire Arbeitsvertragsklauseln sind mittlerweile ein Massenphänomen. Dabei gibt es branchenspezifische Unterschiede in Bezug auf Überstundenverpflichtungen, einseitiger Arbeitszeiteinteilung und All-In bzw. Überstundenpauschalvereinbarungen.

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Mitbestimmung in Österreich: Hauptergebnisse einer Studie von IFES

Im politischen Diskurs werden Betriebsräte und die sie tragende Gewerkschaftsbewegung von neoliberalen Meinungsmachern gerne als altmodisch, rückschrittlich, Verhinderer und Betonierer – kurz als unzeitgemäß und überholt dargestellt. Es ist daher spannend zu überprüfen, ob diese Botschaften bei ArbeitnehmerInnen in Betrieben mit oder ohne Betriebsrat Gehör finden und Betriebsräte und Gewerkschaften in Misskredit bringen oder ob die betriebsrätliche und gewerkschaftliche Mitbestimmung weiter hohen Stellenwert im Bewusstsein jener Menschen hat, in deren Interesse sie geschieht.

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Einkommensberichte: Ein nützliches Instrument für mehr Entgeltgleichheit?

Vor wenigen Tagen erinnerte Equal Pay Day einmal mehr daran, dass Frauen bei gleicher Arbeitszeit noch immer um 23 Prozent weniger verdienen als Männer. Transparenz ist ein mögliches Mittel, diesem Einkommensnachteil von Frauen zu begegnen. Diese zu erhöhen war auch die Idee bei der Einführung der betrieblichen Einkommensberichte. Hier muss dargestellt werden, wie Frauen und Männer eingestuft sind und wieviel sie in diesen jeweiligen Stufen verdienen. Drei Jahre nach Einführung der Berichte stellt sich die Frage, ob die Theorie in der Praxis auch wirklich funktioniert. Eine Befragung der BetriebsrätInnen durch ÖGB und AK zeigt positive Tendenzen und viel Verbesserungspotenzial.

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