Überlastungsmeldung als Instrument für betriebliche Interessenvertretung

Volle Auftragsbücher, aber keine Fachkräfte. Viele Patienten/-innen, aber keine Pflegekräfte. Gute Hotelauslastung, aber kein Personal. Diese oder ähnliche Meldungen kann man aktuell beinahe täglich in den Zeitungen lesen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Tatsache ist, dass viele Beschäftigte ihrem Betrieb bzw. ihrer Branche im Zuge der Corona-Pandemie den Rücken zugewandt haben. Die Verbliebenen müssen die Personalknappheit nun abfedern. Um Überlastungen zeitgerecht zu erkennen und reagieren zu können, braucht es ein zielgerichtetes Vorgehen. Richtig eingesetzt kann hier eine Überlastungsmeldung helfen. weiterlesen

Homeoffice – 2 Seiten einer Medaille

Homeoffice ist zwar kein neues Phänomen, hat aber rund um die pandemiebedingten Schutzmaßnahmen einen neuen Höhepunkt erlebt. Seit 1. April 2021 gibt es dazu auch klare rechtliche Grundlagen für Arbeiten im Homeoffice. Unter maßgeblicher Einbindung der Sozialpartner wurden gesetzliche Spielregeln erarbeitet und nebst sozial- und steuerrechtlichen Begleitmaßnahmen die wichtigsten arbeitsrechtlichen Eckpunkte fixiert. Zentrale Ansatzpunkte dabei waren jedenfalls die Freiwilligkeit festzuhalten, einen Kostenersatz und die zur Verfügungstellung der digitalen Arbeitsmittel zu sichern und insgesamt auch die betriebliche Mitbestimmung zu verankern. Warum gerade der Freiwilligkeit besondere Bedeutung beigemessen wird, und welche zentrale Rolle dem Betriebsrat dabei zukommt, soll dieser Beitrag beleuchten.  weiterlesen

Betriebsratsarbeit braucht Frauen!

Wie schaffen wir es, mehr Frauen für die Betriebsratsarbeit zu begeistern? Gründe für die Unterrepräsentation von Frauen in der betrieblichen Mitbestimmung liegen auf der Hand – etwa durch die Belastung von Frauen mit unbezahlter Care-Arbeit neben der Erwerbsarbeit oder ihre hohe Teilzeitquote. Aber nur durch eine geschlechtergerechte Repräsentation lassen sich weibliche Lebensrealitäten und Forderungen auch betrieblich abbilden und umsetzen. weiterlesen

Solidarität mit LeiharbeiterInnen? (K)ein Ding der Unmöglichkeit!

Es ist unklar, ob StammarbeiterInnen LeiharbeiterInnen als Bedrohung oder als Absicherung wahrnehmen. Während es aus unternehmerischer Sicht durchaus Kalkül sein kann auf Leiharbeit und andere Formen der Auslagerung zurückzugreifen, um Kollektivgefühle zu unterbinden und zudem betriebliche Mitbestimmung zu schwächen, kann der Betriebsrat die Spielregeln der Leiharbeit und somit ihre Auswirkung auf die StammarbeiterInnen mitgestalten. In einer Studie, die dem vorliegenden Blogbeitrag zugrunde liegt, wurden Betriebsratsmitglieder zu den Faktoren, die auf die Position von LeiharbeiterInnen innerhalb der Belegschaft einwirken, befragt. Rahmenbedingungen sollten bestmöglich gestaltet werden, um den Grundstein für Solidarität in einer gemischten Belegschaft zu legen. weiterlesen

Es geht nur gemeinsam. Wie künstliche Intelligenz im Betrieb Beschäftigten (nicht) hilft

Wenn digitale Innovationen oder „künstliche Intelligenz“ im Betrieb eingeführt werden sollen, gibt es – da in diesem Zusammenhang zumeist auch personenbezogene Beschäftigtendaten verarbeitet werden – starke Mitbestimmungs- und auch Vetorechte für Beschäftigte und Betriebsräte. Beim Einsatz künstlicher Intelligenz sind aber die konkreten Auswirkungen zunächst nicht abschätzbar. Es braucht daher einen „Bottom-up-Ansatz“. Drei konkrete Beispiele zeigen konkrete Risiken, Hebel für die betriebliche Mitbestimmung und wie künstliche Intelligenz im Betrieb besser gestaltet werden kann. weiterlesen

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