„In wessen Hände begibst du dich da?“ – Supervision in der Betriebsratsarbeit

Coaching zählt im Management seit Jahren zum festen Repertoire von Führungskräften. Auf der gegenüberliegenden Seite des Verhandlungstisches, aufseiten der Betriebsrät/innen, spielen Supervision und Coaching nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Das verwundert, da Betriebsratsarbeit ein komplexes soziales Feld darstellt. Die Auseinandersetzung mit ambivalenten Erwartungshaltungen und Konflikten aller Art steht auf der Tagesordnung. Wie verbreitet sind Supervision und Coaching in der Betriebsratsarbeit? Und wie wirkt sich ihre Anwendung auf Betriebsrät/innen aus? weiterlesen

Systembruch bei der Sonntags- und Feiertagsruhe

Im Zuge der im Sommer 2018 viel diskutierten und umstrittenen Novelle des Arbeitszeitrechts ging in der öffentlichen Wahrnehmung beinahe unter, dass auch das Arbeitsruhegesetz zugunsten der ArbeitgeberInnen „gelockert“ und „liberalisiert“ wurde. Bisher mussten gesetzlich determinierte Erforderlichkeiten vorliegen, um Wochenenddienste oder ausnahmsweise Arbeit an Feiertagen anordnen zu können. Seit 1.9.2018 können ArbeitgeberInnen aller Branchen ohne diese Determinanten (unvermeidbare Tätigkeiten im Gesundheitsbereich, Verkehr, Infrastrukturdienste u.ä.) auf eine „Vereinbarung“ mit dem Betriebsrat oder sogar mit der/dem einzelnen ArbeitnehmerIn drängen. weiterlesen

Der digitale Aufsichtsrat und die Rolle der betrieblichen Mitbestimmung

Die Welt ist VUKA: Sie ist volatil, unsicher, komplex und ambivalent. Neue disruptive Geschäftsmodelle à la Uber und Airbnb verändern Branchen und lassen etablierte Organisationen alt aussehen. Im Zuge des Transformationsprozesses ergeben sich auch veränderte Rollen und Anforderungen im Rahmen der Corporate Governance – also der Überwachung und Steuerung – von Unternehmen und in der Folge für die in den Aufsichtsrat entsandten BetriebsrätInnen. Die ArbeitnehmerInnenvertretung hat zum einen zu überwachen, wie der digitale Wandel umgesetzt wird und zum anderen, die aktive Beteiligung der Beschäftigten an der Gestaltung der digitalen Arbeitswelt einzufordern. weiterlesen

Die Arbeitsinspektion als wichtiger und zuverlässiger Player im ArbeitnehmerInnenschutz

Eine vom Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (ISW) durchgeführte Studie zeigt, wie die unterschiedlichen betrieblichen AkteurInnen im ArbeitnehmerInnenschutz, u. a. BetriebsrätInnen und Sicherheitsvertrauenspersonen, mit der Institution Arbeitsinspektion (AI) interagieren. Für die Mehrheit der befragten Betriebsratsvorsitzenden und Sicherheitsvertrauenspersonen trägt das Arbeitsinspektorat entscheidend zum Erhalt von Sicherheit und Gesundheit in der Arbeitswelt bei. weiterlesen

Beispiel Deutschland: die Folgen eines ausgehöhlten Kollektivvertragssystems

In Deutschland sind es vor allem drei Bereiche, die in der kapitalistischen Marktwirtschaft die Rechte der ArbeitnehmerInnen sichern sollen: (1.) das Arbeitsrecht als Schutzrecht gegenüber Ausbeutung und Willkür seitens der ArbeitgeberInnenseite, (2.) das selbstverwaltete und solidarische Sicherungssystem und (3.) das Koalitionsrecht bzw. die Tarifautonomie, also das Recht zum Abschluss von Tarif- bzw. auf gut Österreichisch Kollektivverträgen. Letzteres wurde im Namen des Standorts in den letzten 20 Jahren ausgehöhlt – zum Nachteil vieler Beschäftigter in Deutschland. weiterlesen

Betriebliche Mitbestimmung: Nicht nur ihre Praxis, auch ihr Ruf ist gut.

Die betriebliche Mitbestimmung wird immer wieder kritisch hinterfragt: Sie sei unnötig und antiquiert. Die Ergebnisse der Europäischen Unternehmenserhebung belegen jedoch eindrücklich, dass die betriebliche Mitbestimmung gleichermaßen das Wohlbefinden der Beschäftigten wie auch den Unternehmenserfolg stärkt. Und das meinen nicht nur die BetriebsrätInnen, sondern allen voran das Management. Es gilt daher, die Mitbestimmung zu forcieren. weiterlesen
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