Handlungsbedarf: Pflegereform in Österreich

Für die Umsetzung einer gelungenen, nachhaltigen Pflegereform darf Zeit nicht das erste Erfolgskriterium sein. Pflegende Angehörige sind derzeit die größte Gruppe in der Pflegelandschaft. Für sie, für die Pflegefachkräfte und nicht zuletzt für zu pflegende Personen braucht es ganzheitlich sinnvolle Lösungen. Die politischen Entscheidungsträger rund um den sogenannten „Masterplan“ haben sich die Aufgabenstellung allerdings ein wenig zu einfach vorgestellt. Die Verwobenheit der jeweiligen Zuständigkeiten, die Anzahl der Interessen und der Mitspieler bei Entscheidungsfindungen und das Ausmaß der Problemstellungen sorgen wohl für einige Überraschungen. Letztlich dreht sich alles um die Frage, wie eines der reichsten Länder der Erde mit seinen älteren und pflegebedürftigen Menschen umgeht und welche Ressourcen hier zur Verfügung gestellt werden. Die größten Herausforderungen liegen im Setting der Langzeitpflege und der mobilen Dienste, besonders wenn der Slogan „Mobil vor stationär“ endlich zum Leben erweckt werden soll. weiterlesen

Gesundheitsberufe sind weiblich – warum gute Arbeitsbedingungen bessere Lebensbedingungen für Frauen schaffen

Über die Geschlechterunterschiede in den Gesundheitsberufen und in der informellen Pflege kann man nur bei völliger Ignoranz hinwegsehen – Berufsangehörige und pflegende Angehörige sind klar überwiegend Frauen. Bessere Arbeitsbedingungen in den Gesundheitsberufen und Unterstützung für pflegende Angehörige verbessern insbesondere auch die Lebensbedingungen von Frauen. weiterlesen

Pflegedokumentation neu denken – eine Chance für die Langzeitpflege

Weniger Dokumentation, Bürokratieabbau, Deregulierung – Begriffe, die vor allem mit der Erstellung des neuen Masterplans Pflege der Bundesregierung häufig fallen. Dadurch soll mehr Zeit für die Pflege geschaffen werden. Reichen diese Bestrebungen aber wirklich aus, um genug Personal zu haben, oder ist es Zeit, die Pflegedokumentation anders zu denken? Dieser Beitrag liefert erste Ideen, wie Pflegedokumentation ein Gewinn für die Bewohner/-innen und die Beschäftigten sein kann. weiterlesen

Was sich MigrantInnen in Wien bei Pflege und Betreuung wünschen

Alle BürgerInnen sollen den gleichen Zugang zu Pflege und Betreuungsangeboten haben. Das ist ein wesentliches Ziel inklusiver Sozialpolitik. Interne Analysen des Fonds Soziales Wien (FSW) haben aber gezeigt, dass WienerInnen mit ausländischer Herkunft diese unterdurchschnittlich oft in Anspruch nehmen. Aufgrund dieser Erkenntnis wurden im Rahmen einer aktuellen Studie MigrantInnen zun Thema befragt. Die Studienergebnisse bestätigen inklusive Ansätze in der Pflege- und Betreuungspolitik und zeigen zudem Handlungsoptionen auf. weiterlesen

Mindestpersonalschlüssel in der Pflege: Utopie oder Wirklichkeit

Beschäftigte in den Alten- und Pflegeheimen klagen, dass die Arbeit immer dichter wird und ständig neue oft pflegeferne Aufgaben dazu kommen. Es bleibt immer weniger Zeit für die Bewohner/-innen. Grund dafür: Personalausstattungen, die teils seit über 20 Jahren nicht verändert wurden und oft als Höchstschlüssel ausgelegt werden. Der Beitrag gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen und zeigt Handlungsfelder anhand einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer Oberösterreich weiterlesen

Grund zur Sorge: Betreuung und Pflege in Österreich

Wer kümmert sich in Österreich um betreuungsbedürftige ältere Menschen und unter welchen Bedingungen findet diese Betreuungstätigkeit statt? Den Großteil der Sorgearbeit leisten unbezahlt Angehörige, überwiegend Frauen. Daneben sind es u.a. Beschäftigte in mobilen Diensten, Privathaushalten und Betreuungseinrichtungen, die den bestehenden Pflegebedarf decken. Jeder dieser Bereiche weist spezifische Problemfelder auf – und spiegelt damit Schwachstellen des österreichischen Sorgesystems insgesamt wider. Gleichzeitig werden sowohl der Pflegebedarf als auch der Bedarf an Beschäftigten weiter steigen. weiterlesen
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