Lob einer beginnenden Arbeitskräfteknappheit. Zur neuen WIFO-Prognose

Das WIFO erhöht die Prognose für Österreichs Wirtschaftsleistung neuerlich und zwar auf +4,4 Prozent für 2021. Besonders erfreulich entwickeln sich Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote soll bereits 2022 das Niveau vor der COVID-19-Krise erreichen – drei Jahre früher als ursprünglich erwartet. Das zeigt eindrucksvoll: Der Bedarf an Arbeitskräften ist im Konjunkturaufschwung hoch. Jetzt geht es darum, die Arbeitslosen sowie Personen aus der stillen Reserve in offene Jobs mit guten Arbeitsbedingungen zu vermitteln. Ein langsam knapper werdendes Angebot kann dabei helfen. weiterlesen

Drei internationale Beispiele für eine erfolgreiche Jobgarantie

Eine öffentliche Jobgarantie ist ein effektives Mittel, Vollbeschäftigung zu schaffen. Beispiele aus den USA, Argentinien und Indien zeigen, dass eine Jobgarantie funktionieren und gesellschaftlichen Mehrwert bringen kann: Durch eine Jobgarantie können öffentliche Güter und Dienstleistungen bereitgestellt werden, die allen nützen. Die demokratische Beteiligung benachteiligter Gruppen kann erhöht werden. Eine Jobgarantie reduziert Armut und verbessert die Gesundheit und das Selbstwertgefühl der TeilnehmerInnen. weiterlesen

Statt degressivem Arbeitslosengeld: Nachfrage und Beschäftigung ankurbeln!

Der Arbeitsmarkt ist in einer schweren Krise. Langzeitarbeitslosigkeit und zunehmend unsichere Beschäftigungsverhältnisse haben während der Corona-Pandemie zugenommen und drohen auch nach dem wirtschaftlichen Aufschwung zu bleiben. Verschärfungen und über die Zeit abnehmende Leistungen der Arbeitslosenversicherung verschärfen die Situation für die Betroffenen und zögern die wirtschaftliche Erholung hinaus. Stattdessen braucht es eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes und eine aktive Arbeitsmarktpolitik, die existenzsichernde Arbeitsplätze schafft. weiterlesen

Strukturwandel und Beschäftigung in der Klimakrise: Den Weg in die Zukunft demokratisch, fair und gerecht gestalten!

Die Umgestaltung unserer Wirtschaft in Richtung CO2-Neutralität, der demografische Wandel und die digitale Revolution stellen neben der Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie die großen wirtschafts- und beschäftigungspolitischen Herausforderungen der nächsten Jahre dar. Die mit einer Krise einhergehenden Veränderungen sind dabei nicht bloß Bedrohungsszenarien, wie wir sie aus Hollywood-Blockbustern über erdgeschichtliche Katastrophen kennen, sondern sie bieten auch Chancen auf Neues, Nachhaltigeres, Besseres. Sie ist somit nicht nur eine Zäsur, sondern auch Anlass zur Revision und Transformation des Bestehenden. Beim Wiederaufbau nach COVID-19 können die Weichen für eine nachhaltige und zukunftssichere Beschäftigung gestellt werden. Ob die Krise als Chance begriffen wird und wie sie wirtschafts- und beschäftigungspolitisch genutzt wird, hängt dabei von der politischen Gestaltung ab. Investitionen in grüne Technologien und Industrien, eine aktive Beschäftigungspolitik und politische Mitbestimmung sind nach der Corona- und in der Klimakrise die entscheidenden Handlungsfelder. weiterlesen

Die Kreislaufwirtschaft als Weg zu nachhaltiger Erwerbsarbeit

Die Rolle von Erwerbsarbeit findet im Kampf gegen den Klimawandel immer noch zu wenig Berücksichtigung, dabei ist der Produktionsbereich der mit Abstand größte Emissionsverursacher. Die derzeit sehr hohe Arbeitslosigkeit macht eine Debatte über die Klimafreundlichkeit von Jobs schwierig, die Kontroverse um das „Environment versus Jobs“-Dilemma steckt in einer Pattsituation. Der populäre Vorschlag, „Green Jobs“ zu schaffen, blendet die dabei geschaffenen Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen oft aus und ignoriert damit die vielfältigen sozialen Ansprüche an Erwerbsarbeit. Soziale Unternehmen, die in der Kreislaufwirtschaft tätig sind, zeigen als Leuchttürme zukunftsfähiger Beschäftigungsmöglichkeiten Wege aus diesem Dilemma. weiterlesen

Aktionsplan für eine sozialere Europäische Union – Chance auf eine neue Sozialarchitektur in Europa

Wenngleich der Aktionsplan schon lange vor der COVID-19-Pandemie angekündigt wurde, trifft er genau den Nerv der Zeit: Ein Jahr nach ihrem Ausbruch leben Millionen Europäer*innen in Armut, die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordniveau, die Arbeitsbedingungen sind vielfach prekär, und die Beschäftigten in systemrelevanten Berufen – vor allem Frauen – sind einer Dauerbelastung ausgesetzt. Mit dem Aktionsplan will die Europäische Kommission die sozialen Herausforderungen und Probleme bekämpfen und zugleich einen Schritt in Richtung „Zukunft Europas“ gehen. weiterlesen

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