Ein Green New Deal für Österreich

Ein Green New Deal, wie er derzeit in den USA von der demokratischen Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez gefordert wird, kann auch in Europa und in Österreich dazu beitragen, die soziale Dimension der Klimakrise zu adressieren und den ökologischen Wandel gesellschaftlich verträglich zu gestalten. Der Green New Deal zielt nicht nur auf ökologische Maßnahmen wie saubere Luft, die Produktion nachhaltiger Lebensmittel und eine ökologisch verträgliche Industrie ab, es geht um weit mehr. Kernelement eines Green New Deals ist der Versuch, die Ziele einer gerechteren Gesellschaft, der Vollbeschäftigung und einer ökologisch tragfähigen Wirtschaft zu verknüpfen. Durch eine Kombination aus umwelt-, sozial- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen bricht der Green New Deal in seinem Ansatz mit veralteten Denkmustern und eröffnet eine neue, dringend notwendige Debatte über eine Politik, die soziale Herausforderungen und das Gemeinwohl der Menschen in den Mittelpunkt stellt. weiterlesen

Nachhaltig mehr Wohlstand in Österreich 2019?

Ein hoher und fair verteilter materieller Wohlstand leistet einen wichtigen Beitrag zu einem guten Leben und schafft Spielräume für sozialen Fortschritt. Allerdings ist darauf zu achten, wie dieser Wohlstand zustande kommt (Arbeitswelt) und wie nachhaltig er ist (ökologisch und ökonomisch). Zudem sind für die Lebensqualität relevante weitere Faktoren wie Gesundheit oder Bildung zu berücksichtigen. Im neuen AK-Wohlstandsbericht werden all diese Aspekte beleuchtet und bewertet und wie sie sich bis Ende des kommenden Jahres voraussichtlich entwickeln werden. Fazit: Gesellschaftlicher Fortschritt findet statt, allerdings ist er punkto ausreichend guter Beschäftigung, egalitärer Verteilung und einer intakten Umwelt noch ausbaufähig. weiterlesen

Konjunktursteuerung und Finanzmarktstabilität – zwei wichtige Ziele brauchen zwei eigenständige Instrumente

Seit gut einem Jahr befindet sich die Weltwirtschaft im Aufschwung. Die Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken, darunter auch die der EZB, hat dazu entscheidend beigetragen. Eine expansive Geldpolitik (niedrigere Zinsen) begünstigt normalerweise allerdings zuerst die Finanzmärkte, die seit Jahren immer neue Höchstwerte erzielen. Erst mit etwas Zeitverzögerung profitiert auch die Realwirtschaft davon. Damit der Aufschwung mittels höherer Löhne auch bei der Bevölkerung ankommt, müsste er noch für einige Zeit anhalten. Um den Aufschwung nicht zu gefährden, darf der momentan geplante geordnete Ausstieg (langsame Erhöhung der Zinsen) aus der expansiven Geldpolitik auf keinen Fall zu schnell erfolgen. Probleme der Finanzmarktstabilität dürfen dabei freilich nicht ignoriert werden, sollten allerdings mit gezielteren Instrumenten als der Geldpolitik bearbeitet werden. weiterlesen

Umbruch im Einzelhandel: Was es braucht, um Arbeitsplätze zu sichern

Der Einzelhandel ist eine extrem dynamische Branche, die sowohl durch technologischen Wandel (Lagerlogistik, Bezahlsysteme,…) als auch durch den anhaltend zunehmenden Online-Handel geprägt ist. Mittlerweile werden rund 11% des Einzelhandelsumsatzes online erwirtschaftet, die Hälfte davon fließt ins Ausland. Das bringt den stationären Handel zunehmend unter Druck. Bis 2020 könnten rund 10.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist ein Bündel von Maßnahmen notwendig: Qualifizierung, faire steuerliche Rahmenbedingungen und Kooperationen. weiterlesen

Die Entwicklung des Niedriglohnsektors zwischen 1996 und 2015 – Österreich, Deutschland und die Schweiz im Vergleich

Immer mehr Menschen arbeiten auch in Österreich in Niedriglohnjobs. 2015 betraf dies rund 460.000 arbeitende Personen in Österreich. Doch welche Ursachen gibt es für die wachsende Verbreitung solcher Tätigkeiten? Welche Personengruppen sind besonders häufig in solchen Jobs zu finden? Und wie stellt sich die Entwicklung Österreichs im Kontext dieser Trends in anderen deutschsprachigen Ländern dar? weiterlesen
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