Arbeitsbedingungen am Bau – nicht nur körperlich, sondern immer mehr auch psychisch belastend!

Belastende Arbeitsbedingungen, wie Heben und Tragen schwerer Lasten, Arbeiten in Zwangshaltungen, oftmaliger Wechsel der Einsatzorte und häufig unangenehme Witterungsverhältnisse sind branchentypische Charakteristika für das Bauwesen. Zusehends verschärft werden die physischen Belastungen durch enormen Termin- und Zeitdruck, der auch die psychische Gesundheit gefährdet. Die Folgen äußern sich u. a. in mehr Krankenstandstagen als das der Durchschnitt der Arbeitnehmer/-innen hat. Nicht einmal die Hälfte glaubt daran, ihre derzeitige Arbeit bis zur gesetzlichen Pension durchhalten zu können. Qualitative Interviews eröffnen einen Einblick in die Arbeitsbedingungen von Bauarbeitern/-innen.

 

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Für eine zeitgemäße Anerkennung von Berufskrankheiten

Die Berufskrankheiten sind im § 177 ASVG geregelt. In Österreich werden Berufskrankheiten üblicherweise nur als solche anerkannt, wenn sie in der Berufskrankheitenliste im 1. Anhang zum ASVG angeführt sind. Derzeit sind 53 Krankheiten in der Liste angeführt. Es handelt sich dabei um Krankheiten, welche auf die Verwendung eines bestimmten Arbeitsstoffes zurückzuführen sind (z.B. Blei, Chrom, Asbest usw.) oder die aufgrund bestimmter Tätigkeiten bzw. Arbeitsabläufe entstehen (z.B. Erkrankungen durch Arbeiten unter Druckluft, Gelenksschäden aufgrund ständiger Erschütterungen usw.). Verbreitete arbeitsbedingte Gesundheitsprobleme wie Muskel-Skelett Erkrankungen oder psychische Krankheiten sucht man in der Liste allerdings vergeblich.

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