Wie das Anti-Teuerungspaket das Gesundheitssystem aushungert

Die Senkung des Unfallversicherungsbeitrages (UV-Beitrag) von 1,2 Prozent auf 1,1 Prozent (BGBl I 93/2022 Art 4 Z 2 und 3) ist nur eine Randnotiz in der Anti-Teuerungsdebatte. Dennoch hat sie schwerwiegende Folgen für den Unfallversicherungsschutz und die Krankenversicherung. Gleichzeitig mit der Senkung des UV-Beitrages wurde auch die Ausgleichszahlung der AUVA an die ÖGK für die Behandlung von Arbeitsunfällen neu geregelt (BGBl I 93/2022 Art 4 Z 4). Damit wird die Verantwortung der Arbeitgeber für die Heilbehandlung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten auf die Krankenversicherung abgewälzt. weiterlesen

Angesteckt am Arbeitsplatz – Covid-19 als Berufskrankheit

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie im Februar 2020 haben sich unzählige Menschen am Arbeitsplatz oder am Weg dorthin mit dem Virus infiziert. Insbesondere für Betroffene von Long-Covid kann die Anerkennung der Erkrankung als Berufskrankheit bedeutend sein, um existenziellen Ängsten entgegenzuwirken und eine bestmögliche medizinische Versorgung zu erhalten. Aktuelle Zahlen zeigen, dass Versicherte in der praktischen Durchsetzung ihrer Ansprüche allerdings vor zahlreiche Probleme gestellt sind. weiterlesen

„Traumberuf“ PilotIn und FlugbegleiterIn?

Angetrieben durch die technologischen Fortschritte seit dem Beginn der gewerblichen Luftfahrt in den 1920ern und dem massiv gestiegenen Preiswettbewerb der letzten Jahre unter den Fluggesellschaften, hat sich das Berufsbild des fliegenden Personals massiv verändert. Vom ehemaligen Traumberuf, der mit Exklusivität, Weltoffenheit und Status verbunden war, entwickeln sich die Berufsbilder PilotIn und FlugbegleiterIn immer mehr zu äußerst stressbelasteten Tätigkeiten mit vergleichsweise hohen Gesundheitsrisiken, die zudem mit zunehmend prekären Beschäftigungsbedingungen und Gehältern einhergehen, wie eine aktuelle Studie aufzeigt. weiterlesen

Digitalisierung schützt vor arbeitsbedingten Krebserkrankungen

In Österreich sterben jährlich etwa 1.800 Menschen an arbeitsbedingten Krebserkrankungen. Gleichzeitig werden beispielsweise vom größten Unfallversicherungsträger jedes Jahr nur knapp 100 Fälle von Krebs als Berufskrankheit anerkannt. Statistisch gesehen sterben hierzulande etwa zehnmal mehr ArbeitnehmerInnen an arbeitsbedingtem Krebs als an Arbeitsunfällen. Im Gegensatz zu Arbeitsunfällen haben diese tödlichen Ereignisse bislang keine Auswirkungen auf die Prävention. Die Digitalisierung bietet jedoch riesiges Potenzial im Kampf gegen Krebs am Arbeitsplatz. weiterlesen

Hohe Kosten durch krankmachende Arbeitsbedingungen – Beschäftigte zahlen die Zeche

Schlechte Arbeitsbedingungen machen krank – körperlich und psychisch. Die Folgen sind viel menschliches Leid für Betroffene und deren Familien, aber auch hohe Kosten für die Wirtschaft und das Gesundheits- und Sozialsystem. Nun beziffert das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFO) erstmalig – konkret für Österreich – die Kosten von arbeitsbedingten Unfällen und Erkrankungen. Methodisch knüpft die neue WIFO-Studie an ein vor Kurzem abgeschlossenes Forschungsprojekt der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (EU-OSHA) an. Spannend: Der OSHA-Ansatz deckt hier auch unsichtbare Kostenkomponenten auf, die öffentlich meist nicht oder wenig thematisiert werden. Die Studienergebnisse bestätigen die langjährigen Forderungen von Arbeiterkammern und Gewerkschaften. weiterlesen

Arbeitsbedingungen am Bau – nicht nur körperlich, sondern immer mehr auch psychisch belastend!

Belastende Arbeitsbedingungen, wie Heben und Tragen schwerer Lasten, Arbeiten in Zwangshaltungen, oftmaliger Wechsel der Einsatzorte und häufig unangenehme Witterungsverhältnisse sind branchentypisch. Physische Belastungen durch enormen Termin- und Zeitdruck, der auch die psychische Gesundheit gefährdet, verschärft. Die Folgen: mehr Krankenstandstage als das der Durchschnitt . Derzeitige Arbeit bis zur gesetzlichen Pension nicht durchhaltbar. Qualitative Interviews eröffnen einen Einblick in die Arbeitsbedingungen von Bauarbeitern/-innen. weiterlesen
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