Big Banks – in Europa noch immer ein „big problem“

Dass große Banken ganze Staaten und Volkswirtschaften in die Bredouille bringen können, gilt mittlerweile als Binsenweisheit. Doch was hat diese Diskussion bisher bewirkt? Wie groß ist dieses „big problem“ im Euroraum, im Vereinigten Königreich und in den USA? Gibt es – abgesehen von Not-Restrukturierungen von in Schieflagen geratenen Banken – Ansätze zur Lösung des Problems, und wohin geht die Richtung? Es zeigt sich, dass von der Größe der Banken gerade in Europa nach wie vor eine Gefahr ausgeht, die es stärker einzudämmen gilt.

(mehr …)

Bitcoin: Die private Geldschöpfung

Nicht zuletzt durch die Wirtschafts- und Finanzkrise wurde das Vertrauen in Geld in Form von Münzen und Papier erschüttert. Im Jahr 2008 setzte daher die virtuelle Cyberwelt ein Zeichen: Der unter Satoshi Nakamoto firmierende Urheber schlug das Konzept von Bitcoin vor, eine  kryptographische Recheneinheit, die mittlerweile als Zahlungsmittel fungiert. Doch was ist Bitcoin? Und welche Probleme sind mit dieser Form der privaten Geldschöpfung verbunden?

 

(mehr …)

Börsen – mehr Rendite, weniger Wachstum?

Betrachtet man die langfristige Entwicklung des Dow Jones Industrial Average, für den die Datenreihen am weitesten zurück verfügbar ist, hier bis zum Jahr 1 nach der französischen Revolution, springt ein Punkt sofort ins Auge: seit Mitte des letzten Jahrhunderts und vor allem seit Beginn der Ära des Neoliberalismus ist die 100‑jährige Rendite des Dow Jones Industrial Average deutlich über den Durschnitt der letzten 223 Jahre, der bei 3,4 Prozent lag. Seit 1982 gab es kein Jahr, in dem die 100‑jährige Rendite unter dem Durschnitt lag in diesen drei Jahrzehnten 15 Mal über 5 Prozent.

 

(mehr …)

Wollen wir Banken trennen oder weiter für Spielbanken zahlen?

Banken genießen ua deshalb eine implizite Garantie der öffentlichen Hand, weil es sich keine Volkswirtschaft leisten kann, auf die finanzielle Infrastrukturleistungen der Geschäftsbanken (Einlagen-, Kreditgeschäft, Zahlungsverkehr) zu verzichten. Diese implizite Garantie wurde aber oft missbraucht, um sich für andere Risiken des Bankgeschäfts von SteuerzahlerInnen schadlos halten zu lassen. Darüber hinaus sollen Einlagensicherungssysteme erstens einen Bankenrun verhindern, und zweitens eine Bankenpleite eher verkraftbar machen. Letzteres wurde in der EU in der gegenwärtigen Krise als zu hohes Risiko angesehen, und die Banken wurden mit Hilfspaketen gerettet, was die Staaten an die Grenze ihrer fiskalischen Leistungsfähigkeit gebracht hat. Es bedarf daher einer Bankenstrukturreform, die das Investment- vom Geschäftsbankenrisiko trennt und Abwicklungshindernisse beseitigt.

(mehr …)

Wie die Eurokrise entstand: Der Bankenvirus aus Übersee

Im Finanzkrisenjahr 2009 waren die Banken und ihre Verfehlungen noch im Fokus von Öffentlichkeit und Politik. Nie wieder, so die vollmundigen Versprechungen, sollten Banken ganze Volkswirtschaften in den Ruin treiben. Es war ein kurzer keynesianischer Moment, in dem der Staat Wirtschaft und Banken rettete und es möglich erschien, Banken und Finanzmärkte in ihre Schranken zu weisen. Der Moment endete, als die Eurokrise mit dem Fastbankrott des griechischen Staates im Jahr 2010 einschlug.

(mehr …)